Fehler – 2. Teil

Fehler
 
Nicht so gemacht, wie es ursprünglich einmal geplant war
Wie war der Plan eigentlich?
 
Nicht so geworden, wie es eigentlich sein sollte
Wie sollte es eigentlich sein?
Nicht so schnell fertig geworden, wie beabsichtigt
Wettbewerb oder Hobby zum entspannen?
Das fertige Produkt ist die Summe dessen, was reingekommen ist.
Was will mir das sagen?
Am letzten Wochenende ist wegen einer kleinen Unachtsamkeit etwas nicht so gelaufen, wie ich es mir ursprünglich einmal vorgestellt hatte. Deshalb mußte ich dann stundenlang etwas „reparieren“. Das hätte ich nicht machen müssen, wenn ich den Fehler nicht gemacht hätte.
 
Lohnt sich Ärger hierüber?
Heute sage ich: Nein
Tatsächlich habe ich mich aber – sehr – darüber geärgert. Schließlich sollte es doch „perfekt“ werden.
Pah!
Das Ganze soll in erster Linie Spaß machen. DAS ist das Ziel der ganzen Aktion in der Werkstatt. Es muss seinen Zweck erfüllen und soll gefallen. Was gefällt schon? Meist fällt das, worüber man sich selbst fürchterlich ärgert, jemanden, der das Möbel das erste mal unvoreingenommen sieht, gar nicht auf. Und dann ist es doch schon wieder in Ordnung.
Was mich das Wochenende aber gelehrt hat:
  • aus einem „das ist mir jetzt egal“ wird ganz schnell „Mist, so geht’s gar nicht“
  • aus einem „nur noch schnell den Schnitt“ wird meist „jetzt sitze ich hier stundenlang, um das zu reparieren“
  • aus einem „Mist, so geht’s gar nicht“ wird am Ende „oh – sieht sehr schön aus!“
  • flexibel bleiben, in Alternativen denken und nicht aufgeben!
 
Die Lösung beim Auslöser (= Schubkästenregal / Frontbrett) habe ich mir nun überlegt. Geplant war, ringsum eine Schattenfuge zum Korpus zu machen. Die sollte ursprünglich mit einer Feder, die im Frontbrett angearbeitet wird, realisiert werden.
 
Pedder hat mich nun – richtigerweise – darauf aufmerksam gemacht, dass durch die vielen Schnitte recht viel „Breite“ fehlt. Ist ja auch logisch – aber eben auch genau der Fehler, den ich gemacht hatte. Was also tun – das Brett passt so tatsächlich nicht mehr rein; es ist nun zu klein (ich will kein Wort darüber verlieren, dass ich das, was jetzt fehlt, kurz vorher erst abgeschnitten hatte…).
Ein neues Brett würde – deutlich – über 100 € kosten (der Holzbezug in München ist leider immer noch „unzumutbar“; über Dictum hätte ich aber etwas bekommen können – Danke an dieser Stelle nochmal!). Das wollte ich nicht ausgeben. Basta. Ich habe mir jetzt überlegt, schlicht eine „fremde Feder“ einzuarbeiten. Das ist beim herstellen zwar aufwändiger. Beim montieren sollte es aber einfacher gehen (ich hätte an 4 Seiten gleichzeitig eine Feder einschieben müssen, ohne im vorhinein zu wissen, wie „tief“ ich eigentlich gehen kann, da der Korpus mit den Zinken noch nie vollständig zusammengesteckt war).
Was nun zu tun ist:
  1. Nut ringsum im Korpus fräsen
  2. Fremde Feder herstellen
  3. Nut am Frontbrett anbringen (hinten)
  4. Korpus zusammen stecken, dann die fremde Feder in die Nut im Korpus stecken und mit dem Frontbrett von hinten unsichtbar verschrauben (Langloch); die fremde Feder ruht in der Nut hinten im Frontbrett. So kann ich das Frontbrett auch schön „gemütlich“ ausrichten.
 
Das sollte nun aber gehen…
 
Herzliche Grüße
Tom
 
 
PS: … vielleicht findet sich der eine oder andere hier ja wieder…. J
der Beitrag ist im Diskussionsbereich bei „Fehlerkultur“ hinterlegt.
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6 Kommentare zu “Fehler – 2. Teil”

  1. Hallo Tom,
    intressanter Beitrag – der viel im Hobbykeller macht, findet sich bestimmt an irgendeiner Stelle wieder.
    Wenn ich jetzt an deiner Stelle wäre, müsste ich mich auch zwischen 2 Varianten entscheiden…
    Variante 1: Tatsächlich ein neues Brett besorgen und das ganze von vorne. (Wenn man das nicht sofort machen möchte, stoppt man das Projekt und startet ein anderes. Der Schrank kann warten bis man mal das geeignete Brett in ein paar Monaten besorgt.)
    Variante 2: Man kürzt den Korpusteil um eine Zinkenlänge – man baut den Schrank einfach in der Höhe oder Breite (ich vermute Breite) um 2 cm kürzer und fräst dort neue Zinken. Dann wäre dein Frontbrett wieder groß genug und du könntest auf Variante 1 oder der Variante mit der fremden Feder verzichten.

    Staubige Grüße
    Volker

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    1. Schönen guten Abend Volker,
      Ich versuchs jetzt am Wochenende mal. Bei Deinem Holzhändler hab ich übrigens auch angerufen. Sehr nett – war mir aber nur für 1 Brett zu weit. Da werde ich aber sicher mal hinfahren.
      Staubige Grüße

      Tom

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      1. Na wenn ich es früher gewusst hätte – er hat mir heute Eichenbalken geliefert. Da hätte er dein Brett mit drauf legen können. Ich fahre jeden Tag nach München (Unterföhring) da arbeite ich. Wäre kein Problem gewesen das mitzunehmen (wenn es ins Auto geht).
        Gruß
        Volker

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