Parkettsanierung

Mich hat wieder eine eMail von Michi erreicht. Es freut mich wirklich sehr, dass über diesen neuen Kanal so interessante Themen eingebracht werden.

Michi würde sich sehr freuen, wenn er Feedback bekommen würde – insbesondere, weil er daran interessiert ist, ob/wie es anders oder gar besser ginge.

Also: auf in die Tasten! 🙂

 

Wir haben in einer meiner Wohnungen, nachträglich eine Zwischenwand eingebaut gehabt, da nun die Wohnung wieder einer anderen Nutzung zugeführt wurde, musste ich die Zwischenwand herausnehmen und hatte somit einige Befestigungslöcher (11Stk.) mit Kunststoffdübel im Parkettboden!

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Also waren 11  solcher Bohrungen zu sanieren !!

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Ich habe dann mit einem Zapfenbohrer bzw. Zapfenfräser Ø 15 mm (der aber dann wirklich Zapfen mit einem Ø von ca. 14,6 bis 14,7 mm hervorbrachte) aus einigen (Gott sein Dank) vorhanden Parkettbrettern  auf der Ständerbohrmaschine herausgebohrt.

 

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Ich habe natürlich einige mehr herausgebohrt, um wenigstens annähernd an die (schon nachgedunkelte) Bestandsfarbe heran zu kommen.

Danach folgte der wohl schwierigste Schritt, mit einem Ø15,00 mm Metallbohrer und der Handbohrmaschine in eine Parkettboden zu bohren. Kleine Schäden noch größer zu machen, das kann ich auch nicht so leicht 🙂

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Ich habe sicherheitshalber noch eine „Entlastungsbohrung“ (für den Montagekleber) in die Zapfen gesetzt, mit einem Durchmesser von 4,0 mm.

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So sah das Ganze dann aus, als ich mit der Bohrmaschine und dem 15 er Metallbohrer mal schnell 11 größere Bohrungen in den Kirsch Parkett gemacht habe.

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Schnell noch wenigstens die Späne weggesaugt und da waren die Bohrungen.

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Danach wurde die Bohrung leicht (ganz leicht) mit 240er Schleifpapier entgratet. Folgend habe ich Montagekleber in die Bohrungen gegeben (dafür waren auch die Entlastungsbohrungen, da ich mir dachte, die können etwas Kleber (im Notfall aufnehmen)

Weiters habe ich die Zapfen rund herum mit wasserfestem Holzleim bestrichen und vorsichtig in die Bohrungen gesetzt.

Damit ich den Zapfen nicht unter das Bodenniveau drückte, verwendete ich einfach einen Winkel (Zimmererwinkel) der mir, nach mehrmaligem verdrehen, die Zapfen auf das gleiche Oberflächenniveau wie der restliche Parkettboden brachte.

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So konnte ich alle 11 Löcher relativ gut (auch farblich) sanieren, wenn jemand eine bessere Erfahrung hat, würde ich mich freuen, damit ich nicht wieder so was machen muss, bzw. möchte ich mir die Möglichkeit mit der Oberfräse noch für die Zukunft offen halten.

Danke

Gruß Michi

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7 Kommentare zu „Parkettsanierung“

  1. Hallo Michi,
    ich habe sowas schonmal bei einer Arbeitsplatte mit HPL Beschichtung gemacht. Es war ein Brandfleck vom Topf und der sollte repariert werden. Den hab ich mit einem Forstnerbohrer mit Hartmetallbestückung und einer Schablone( hatte den gleichen Durchmesser wie der Bohrer) gemacht, die ich auf die Arbeitsplatte gezwungen habe(das beim Bohren der Bohrer nicht verläuft). Den „Stöpsel hat die CNC ausgefräst und da war die sache ganz Sauber abgegangen.
    Mit einer Oberfräse könnte ich mir so eine Aktion auch gut vorstellen indem man eine Schablone für den Kopierring herstellt (loch ins Parkett)und dann den Durchmesser der sich ergibt aus einem Rest die Stöpsel fräsen lässt. Diese Variante ist dahingehend flexibel,da man den Durchmesser beliebig wählen kann aber sie wird denke ich, aber nur sauber wenn man für schablone und Stöpsel eine cnc zur „hand“ hat.
    Deine Ausführing ist doch wunderbar gelungen!!! Farblich ist das doch auch richtig klasse. Die auffälligen Stellen sind eben dort wo man das längsholz stösst und es geht nun mal nicht nahtlos.
    Viele Grüße Nussbaum

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  2. Hallo Michi,
    total saubere Arbeit, so in der Art hätte ich das auch gemacht.
    Da gibts doch nichts dran auszusetzen. Mit der Oberfräse wäre das sicher auch gegangen, da denke ich aber ist es etwas schwieriger das Loch genau zu treffen. Zumindest wenn man die Absaugeinrichtungen dran hat. Bei meiner sehe ich dann zumindest nicht genau ob ich genau mittig treffen würde 🙂
    Die Entlasstungslöcher hättest du dann aber eh wieder mit der Bohrmaschine machen können/müssen.
    Gruß Uli

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  3. Danke für die Feedback’s, wenn jemanden eine bessere Lösungen hat, bitte zusenden, hat jemand so was schon mit der oberfräse versuchst? ?

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  4. Hallo Michi,
    hervorragend umgesetzt,besonders mit den zusätzlichen Entlastungs-
    löcher.Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen.Hast Du die neuen Dübel beilackiert oder nur geölt oder gewachst.
    Beide Daumen nach oben für Deine saubere Arbeit.
    Viele Grüße
    Klaus.

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    1. Hallo, sorry die verspätete Nachricht, war unterwegs, nein die Düble sind auch aus einem original Brett heraus gebohrt, daher habe ich nichts gemacht, einfach eingeleimt – gr. michi

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