CD Ständer

Ein kleines Geschenk zu Weihnachten aus der Restekiste. Als Holz kamen Reste vom kanadischen Ahorn und Zwetschge zur Anwendung.

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Das Ausgangsmaterial. Eine erste Probe.

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Das Zwetschgenholz muß noch aufgetrennt werden.

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Eine Säge ist kein Präzisionsinstrument. Die Sägespuren müssen noch mit dem Hobel verputzt werden. Sonst wird’s nichts mit der sauberen Leimfuge.

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Immer wieder schön: ein feiner Span.

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An der Stoßlade müssen die Stöße vom Zwetschengholz gerade gemacht werden – sonst gibt’s eine hässliche Fuge am Stoß.

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Die Ahornbretter sind auch noch zu fügen.

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Wird doch langsam. Ist der Span durchgehend und einheitlich dick & geformt ist das Ziel erreicht. Das kann man auch hören – das Eisen macht dann ein einheitliches, durchgehendes Geräusch. Entspannung pur.

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Fertig gefügt.

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Der Verleimaufbau.

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Der ausgetretene Leim wird im noch zähen Zustand abgenommen. Das spart Verputzarbeit.

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Nun gut. So kommt’s vom Verleimen zurück. Reste eben. Ab in die Dickte…

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So siehts dann aus.

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Mit der Ziehklinge mache ich noch die letzten Vorarbeiten. Hier wird die Ziehklinge noch mal kurz geschärft. Das Wasser aus der Flasche benetzt die Diamantplatten – ein kleines Loch im Schraubverschluss wirkt hier wahre Wunder. Diese Sprühflaschen sind bei mir ständig kaputt gegangen. Diese Flasche kostet nichts und macht auch, was sie soll…

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Ein kleines Restehölzchen -im rechten Winkel abgesägt / wichtig – dient als Anschlag für die Ziehklinge.

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Das gleiche Hölzchen dient auch als Auflage auf der Ziehklinge, um einheitlichen, gleichmäßigen Druck auszuüben. Gerade bei dünnen Ziehklingen zeichnen sich sonst deutlich die Finger beim Schleifen ab.

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So soll’s sein 🙂

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Es geht weiter mit den Nuten für die CD’s.

Ein Tip, den ich von Garrett Hack habe. Die zu nutenden Teile werden mit einem „Tesa“ Band verbunden. So ergeben sich zwangsläufig gleichmäßige Nuten.

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Da sollen die Nuten hin.

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Genutet wird auf der Tischkreissäge.

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Wird langsam.

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Fertig. Wichtig ist der breitere Rand – da müssen die Seitenteile noch dran…

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So sieht’s dann aus. Schön gleichmäßig und gerade.

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Nun geht’s an’s Zinken. Die Leigh D4 Pro leistet da gute Dienste.

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Ansicht von unten.

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Fertig gezinkt.

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Nun noch die Nut für die Rückwand. Um – blöde – Fehler zu vermeiden (z. B. man sägt die Nut auf der falschen Seite des Holzes und hat sie dann vorne – „soll“ ja schon mal Leuten passiert sein…. – markiere ich die Stelle mit einer deutlichem roten Stift.

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Genutet wird wieder auf der Tischkreissäge. Diese feine Arbeit geht ganz gut, wenn man das Holz grob ausrichtet, ein – ganz klein – wenig nach vorne schiebt, so dass das Sägeblatt gerade eben an das Werkstück kommt. Dann schiebt man ganz, ganz langsam und vorsichtig an den Strich. Absolut genau.

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Die fertigen Teile.

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Grobe Anprobe.

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Probe vom Verleimaufbau.

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Verleimen. Die großen blauen Zwingen sind – echt – Gold wert. Sie ziehen den Korpus schön gerade zusammen. Da verzieht sich nichts. Herrlich.

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Die fertigen CD Ständer.

Leider hat das Christkind es nicht mehr ganz geschafft. Die Lieferung kommt nach….

30.12.2013 – Der CD Ständer wird finalisiert & ausgeliefert

Heute hatte ich ein wenig Zeit, so konnte ich die längst überfälligen Arbeiten am CD Ständer fertig machen. Heute Abend kriegt ihn meine liebe Schwiegermutter.

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Kleines Problem – große Wirkung. Der Fehlerteufel hat sich beim Messen eingeschlichen. Keine Ahnung, wie das wieder passiert ist. Ich hatte ja – extra – sehr genau gemessen (siehe oben).

Es hilft nichts. Ich muß mit kleinen Leistchen mehr Auflagefläche schaffen, damit die CD’s nicht durchrutschen.

Das wirklich ärgerliche an solchen Fehlern ist, dass die Beseitigung meist – deutlich – länger dauert, als der ursprüngliche Arbeitsgang (= genaues Messen). Könnte mich in den Allerwertesten beissen…

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Also. Ein kleines Brettchen aus der Restekiste geholt und los geht’s. Ich muß es auf die Dicke der kleinen Auflageflächen hobeln.

Nach einigen Fehlversuchen mit dem Handhobel habe ich das Brett am Ende durch die Dickte gelassen. Das geht am genauesten.

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Der erste Einsatz der neuen Sägelade.

Alle Leisten per Hand zu sägen wollte ich dann aber doch nicht. Das hätte zu lange gedauert und dann wäre ich heute – wieder – nicht fertig geworden. Also:

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Ran an die Tischkreissäge. Problem bei solch kleinen & dünnen Leisten ist nur, dass sie ständig im Sägeschlitz verschwinden und von der Absaugung gefressen werden.

Abhilfe schafft hier ein kleiner Trick.

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Ein dünnes Brettchen wird eingesägt und mit Hilfe des Parallelanschlages fixiert (schlicht drunter geklemmt). Auf diese Weise fliegt das Brettchen nicht weg und die Leisten verschwinden nicht in den Tiefen der Absaugung.

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Nach jedem sägen füge ich die Kante des Brettchens, aus dem die kleinen anzuleimenden Leisten gesägt werden. Am großen Stück geht’s leichter, als später an den kleinen Dingern.

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Gegen Ende hin wird’s eng. Man hobelt sich sehr gerne in den Finger. Also ein kleines Reststückchen als Hilfsanschlag genommen – und schon geht’s.

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Heute war mein Lie Nielsen Bestoßhobel wieder mein Freund (im Gegensatz zu gestern, beim Bestoßen der Füße für das Wohnzimmerschränkchen…).

Wunderbare Späne – selbst in kanadischem Ahorn.

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Die fertigen Leisten.

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Jetzt geht’s an’s Verputzen des Korpus. Das mache ich so lange der Korpus noch Übermaß hat. Evtl. Ausrisse stören dann nicht und können später weg geschnitten werden. 

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Ich freue mich – immer wieder – über meine neue Hobelbank. Einfach schön, mit ihr zu arbeiten.

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Der Korpus wird auf der Tischkreissäge so gekürzt, dass die CD’s reinpassen.

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Na, wenigstens das hat geklappt. Die Ader (Zwetschge) trifft sich, die Zinkung passt perfekt.

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Nun noch eine Rückwand rein.

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Fertig.

3 Kommentare zu “CD Ständer”

  1. Hallo Tom,

    sind die blauen Leimknechte, die Du verwendest die Zwingen vom Sauter? Würde ja aufgrund der örtlichen Nähe passen 😉 Bist Du zufrieden damit, kannst Du diese weiterempfehlen?

    Dir und Deiner Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014, weiterhin gut Holz und immer schön dokumentieren ;))

    Viele Grüße

    Matze

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    1. Hallo Matze,
      nein, die Zwingen hatte ich damals von einem zwischenzeitlich pleite gegangenem Unternehmen gekauft. Die vom Sauter kenne ich nicht. Hast Du da einen Link?

      Dir & Deinen Lieben auch einen guten Rutsch!

      Herzliche Grüße

      Tom

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  2. Hallo Tom,
    ja Fehler passieren. Damit muss man klar kommen.
    Ich habe heute auch wieder mal einen sauberen Hund gebaut 😦
    Kleinen Tipp noch: Hast du schon mal dein Sägeblatt entharzt? Sieht nicht gut aus!
    Du solltest das regelmäßig machen – der Schnitt ist sauberer.

    Staubige Grüße aus der Werkstatt
    Volker

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