Wohnzimmerschränkchen

Meine Frau möchte gerne einen neuen, kleinen Schrank im Wohnzimmer. Da kann ich – natürlich – behilflich sein 🙂

So soll’s mal aussehen – schönere Pläne habe ich bisher leider noch nicht hinbekommen….

Plan

So sieht’s aus:

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Der Weg dahin beginnt…

Der Korpus

Es geht los. Aus diesen rohen Bohlen soll der Schrank entstehen (nur ein Teil abgebildet).

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Das erste mal über die Abrichte. Ganz hilfreich ist, dass die alte Ulmia Hobelbank die gleiche Höhe hat. So eine Bohle ist ganz schön schwer, wenn man sie den ganzen Tag alleine durch die Werkstatt wuchten muss.

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Die Bohlen werden aufgetrennt – das spart Holz und das Möbel schaut am Ende nicht ganz so wuchtig aus.

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Hier liegt 1 Tag Arbeit an der Hobelmaschine & rund 4 Säcke voll von Hobelspänen…

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Der Korpus entsteht. Die Kanten werden – per Hand – gefügt.

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Für das Verleimen bringe ich ein paar Lamellos an, damit sich das Ganze nicht ganz so stark verschiebt. Man sollte darauf achten, dass sie nicht gerade am künftigen Schnitt liegen – sonst sieht das später nicht schön aus.

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Der Verleimaufbau.

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Den noch zähen Leim nehme ich mit einer Ziehklinge ab. Das spart spätere Putzarbeit und schont die Hobeleisen.

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Die Bretter für de Korpus sind fertig.

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Alles gerade.

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Die Korpusbretter werden geglättet. Eine ganz schön schwere, körperliche Arbeit.

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Die Korpusverbindungen mit Zinken.

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Alles paßt. Gar nicht so einfach – trotz der Leigh…

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Die Nut für die Rückwand ist angebracht. Eine gestoppte Nut, damit man das beim verleimten, fertigen Korpus nicht sieht.

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Der Verleimaufbau für den Korpus.

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Der Korpus wird verputzt. Meine neue Hobelbank hat ihren ersten großen Einsatz – und ihn mit Bravour bestanden 🙂

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Die große Vorderzange tut gute Dienste.

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Mir gefällts.

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Das Innenleben

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Maß nehmen.

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(Eigentlich) soll alles mit einer Gratfeder verbunden werden.

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Die fertig zugesägten Teile für das Innenleben.

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Die Schulterzapfen werden vorgesägt – das verhindert effektiv Ausrisse.

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Wieder: Maß nehmen.

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So soll’s mal zusammen.

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Hier sollen die künftigen Zapfenlöcher angebracht werden.

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Die Stemm Maschine wird eingerichtet.

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Und los geht’s.

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Der Verleimaufbau für das Innenleben.

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Das soll zusammen.

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Verputzen nach dem Verleimen.

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Hier soll das Innenleben rein.

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Ich könnte schreien! Der Fräser ist abgebrochen, es ist Sonntag und ich krieg keinen neuen. Lösung?

Alles nicht mit einer Gratfeder verbinden sondern – doch – mit Nut & Feder. Man sollte schon flexibel sein….

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Die Nuten werden mit dem Verstellnuter gemacht.

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Die Federn mit dem Falzkopf.

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Alles ist fertig.

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Fließbandarbeit. Verleimen in Stapelweise 🙂

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Und wieder: Verputzen

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Es soll ja alles gerade werden.

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So sieht’s dann aus mit dem Innenleben.

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Verputzen des Innenlebens.

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Die Schubkästen

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Die Leigh ist mir – mal wieder – eine große Hilfe.

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Noch eine große Hilfe 🙂

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Die fertig gezinkten Schubkästen.

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Die Nut für den Boden wird angebracht.

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Verputzen. Das Anschlagbrett an der Hobelbank ist mir da eine angenehme Hilfe.

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Die noch nicht verputzten Schubkästen.

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Verputzen…

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Die Böden für die Schubkästen werden abgeschrägt, damit sie in die Nut passen.

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Eine kleine Hilfe. An der Ecke wird bis zum Anriss Holz weggenommen. Bis dahin geht dann die Schräge.

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Lange Späne vom Hirnholz. Wichtig ist, das zuerst „kurz“ (= Hirnholz) und erst dann „lang“ (= längs der Faser) gehobelt wird. Das verhindert wirksam Ausrisse.

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Verputzen.

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So sieht’s dann aus.

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Die Front

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Die Kanten der zu verleimenden Bretter werden gefügt.

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Der Verleimaufbau.

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Das Verputzen beginnt. Zunächst quer zur Faser, dann immer mehr in Richtung längs der Faser. Das waren 2 Stunden harte Arbeit heute Vormittag…

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Von der Ziehklinge bin ich jedes mal wieder begeistert. Simpelst und super tolle Ergebnisse.

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Das heutige Tagwerk – die fertig verputzte Platte für die beiden Türen und die Schubkästenblenden.

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So soll’s dann weitergehen. Das werden die Griffe – verbunden mit Gratfedern um ein Werfen des Holzes zu verhindern. Ich bin mal gespannt, ob das dann besser klappt, als beim Innenleben….

Die Griffleisten (Gratverbindung)

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Das Ausgangsmaterial – Zwetschge

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Probeliegen – da habe ich ewig rumprobiert und mich am Ende auf das Urteil meiner Frau verlassen 🙂

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Abrichten des rohen Holzes (hohle Seite nach unten, sonst wird’s schief).

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Fügen der 1. Kante, um zu einem 90 Grad Winkel zu kommen.

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So sehen sie aus, wenn sie aus der Dickte kommen. Alles im Winkel und gerade zueinander.

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Auftrennen der Bretter.

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Die fertig abgerichteten Griffleisten.

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Jetzt wird – am lebenden Objekt – Maß genommen. Hilfreich ist es, jeweils von der Mitte aus zu messen (siehe Markierung).

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Die Maße werden überragen – und viel Rechnerei…

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Da sollen sie dann mal hin – hat die Regierung so entschieden.

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Nachdem mir letztens ein Gratfräser abgebrochen ist, wollte ich es nun mal anders versuchen. Den Hauptteil der Gratnut nehme ich mit einem geraden Fräser raus, dann hat der Gratfräser nicht mehr soviel Arbeit / der Druck auf ihn ist nicht mehr so groß – dachte ich…

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So sieht der Austritt des Fräsers aus. Das war klar & auch in Kauf genommen (sonst hätte ich ein Opferholz dahinter gelegt). Da die Platte aber an allen Seiten mit „satten“ Übermaß gemacht ist, wird das am Ende schlicht weg geschnitten & stört niemanden mehr.

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Jetzt kommt der Gratfräser an die Reihe. Sehr hilfreich war, dass ich mir die Einstellungen am Queranschlag aufgeschrieben habe (bei der jeweiligen Nut) – auf diese Art & Weise sind automatisch beide Fräser mittig ausgerichtet. Ohne diesen „Trick“ ist das sonst immer eine rechte Fummelei.

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Klassiker.

Bei der letzten Gratnut passiert es – wieder. Der Fräser hat sich verabschiedet. So langsam kann man gar nicht am Schiebetisch schieben, als das der Fräser das aushält.

Mittlerweile habe ich mir sagen lassen, dass die Variante „Werkstück oben & Fräser unten“ nicht optimal ist. Die Hebelkräfte sind offenbar zu groß. Da mir das jetzt schon das zweite mal innerhalb kurzer Zeit passiert ist (70 € …) scheint was dran zu sein.

Das nächste mal versuch ichs mal mit einem 12 mm – Schaft Fräser. Geht das auch nicht, werde ich mich wohl oder übel von meiner schönen Tischfräse bei solchen Arbeiten verabschieden müssen. Das würde ich aber nur ungern.

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Glücklicherweise hatte ich noch einen ähnlichen Fräser. Mit dem bin ich dann durchgekommen.

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Geschafft!

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Das Einstellen des Fräsers geht mit dem kleinen Kombinationswinkel sehr leicht – ein Aigner Messgerät wäre mir zwar lieber, die rd. 300 € wollte ich aber noch nicht ausgeben und es funktioniert so auch sehr gut.

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Die erste Seite der Gratfeder ist fertig – die zweite folgt sogleich.

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Geschafft!

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Die Griffleisten sollen ein einheitliches Profil erhalten. Hier wird eine Hilfsbohrung angebracht, um die Leisten gegeneinander zu fixieren.

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Durch die Hilfsbohrung kommt ein Buchenstab. Nun geht’s an die Form.

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Hierfür ist eine biegsame Leiste sehr hilfreich.

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So soll es mal aussehen.

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Es geht weiter: Sonntag 15.12.2013

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Die Vorrichtung an der Tischfräse zum Fräsen der Gratfeder

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Noch eine Nahaufnahme – ohne die Schutzeinrichtungen.

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Zunächst habe ich versucht, den Schwung, den die Griffleisten bekommen sollen (Regierungsauftrag…) mit der Gestellsäge zu machen. Was soll ich sagen. Ich hab recht schnell aufgegeben…. Zwetsche ist ziemlich hart.

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Mit einem frischen, neuem Sägeblatt macht’s die Stichsäge genausogut.

Problem: der Schwung soll an allen Griffleisten einheitlich sein. Sonst sieht’s blöd aus.

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Die Rohlinge nach dem Aussägen mit der Stichsäge.

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Ok. Erster Einsatz vom neuen Schweifhobel. Tolles Teil, braucht aber einiges an Übung. Geht, ich krieg aber nicht alle Leisten auf eine einheitlichen Schwung hin.

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Zumindest gerade ist es schon mal.

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Die Handprobe ergibt auch, dass die Oberfläche schon sehr schön ist. So gefühlvoll, wie mit den Fingern kann das kein noch so gutes Instrument.

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Kapitulation. Ich mach’s – doch – mit der Maschine. Hier nehme ich den Radius ab, den dann die Griffleisten bekommen sollen.

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Mit einer kleinen Vorrichtung, kann dann am Anlaufring die Kontur nachgefräst werden.

Ich komme mir immer noch so vor, dass ich, wenn ich es mit der Maschine mache, nicht so gut arbeite. Wahrscheinlich alles nur Einstellung. So ganz ohne ist es an der Maschine nämlich auch nicht.

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Das heutige Werk vom Vormittag. Die Griffleisten haben jeweils einen Radius an beiden Seiten und an der Frontseite erhalten – also an 3 Seiten.

Die nächste Herausforderung wird sein, die Gratfedern auch in die Gratnut zu bekommen. Bin ja gespannt….

16.12.2013 – Das Frontbrett wird montiert

Heute ist „der große Tag“ – das Front Brett soll an seinen Platz kommen.

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Die fertig gefrästen, Griffleisten – diesmal alle mit einheitlichem Schwung. Das nächste mal werde ich wieder mit Handwerkzeug beginnen. Es wäre doch gelacht, wenn das mit der Zeit nicht besser gehen sollte. Pah! 🙂

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Ich habe mich dazu entschlossen, an der Stelle, wo die Griffleisten auf das Frontbrett auftreffen, eine ganz kleine Schattenfuge anzubringen. Etwaige Unebenheiten (… ja, ja, die gibt’s 🙂 ) fallen dann nicht so auf.

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So sehen die – ganz kleinen – Fasen dann aus.

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Die Griffleisten müssen noch verputzt werden. Nach dem Fräsen sind noch – geringe – Maschinenspuren zu beseitigen.

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Der Schweifhobel ist da eine große Hilfe.

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Fertig.

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Da sollen sie jetzt hin. Jetzt nur nichts durcheinander bringen…

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Sie sind alle drin. Ich hatte schon schlimmstes befürchtet…

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Jetzt wird’s kniffelig. Die Schnittreihenfolge muß wohl überlegt sein, um Ausbrüche zu minimieren. Also. Zuerst quer zur Faser sägen.

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Paßt – nicht vermessen. Ich hab da schon so meine Erfahrungen gemacht… 🙂

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Ein kleiner Trick, der mir noch eingefallen ist. Bei dem nun anstehenden Schnitten ist im eigentlichen Frontbrett längs der Faser zu sägen (= unproblematisch, was Ausrisse angeht). Die Griffleisten werden bei diesem Schnitt aber quer zur Faser geschnitten (= höchst Ausriss gefährdet). Daher klebe ich an der künftigen Schnittkante ein Tape an, um die Holzfasern zu stärken. Das hat super funktioniert. Keinerlei Ausrisse.

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So sieht’s mit dem Tape aus.

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Da bin ich jetzt spießig. Den ganzen Aufwand beim Frontbrett habe gemacht, um eine durchgehende Maserung zu erhalten. Hier hat sich aber – trotz intensivsten Messens – ein kleiner Versatz ergeben (oben).

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Also schneide ich alle drei Teile noch einmal in einem Rutsch.

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Na also. Geht doch.

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Die Gratnuten passen wunderbar.

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Das Frontbrett mit den ersten beiden Schnitten. Das Mittelteil mit den Schubladenblenden ist noch nicht geschnitten.

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Mal wieder: Verputzen. Hier das Hirnholz (= immer der erst Teil, wieder wegen der Ausrisse).

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Alles ist gerade.

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Immer noch. Verputzen.

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An den kniffligen Stellen (= Anfang des Brettes) mit einem schrägen Schnitt anfangen, erleichtert das gerade, ratterfreie Hobeln.

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Der „kleine“ will auch mitspielen. Hier beim Anbringen der Fasen.

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Jetzt wird’s fummelig. Auch die Griffleisten werden – natürlich – mit verputzt. Um dort ein Ausreissen zu verhindern, muß – vor dem Verputzen der Kante – die Ecken der Griffleisten angefast werden.

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Jetzt gehts an die Bänder. Ein Klotz aus der Abfallkiste ist ein willkommes Maß.

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Da sollen sie rein. Leider war mein Forstnerbohrer mächtig stumpf. Ganz schön anstrengend mit so einer Krücke.

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Die erste Türe ist dran.

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Und die zweite folgt sogleich.

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Jetzt wird’s noch mal spannend. Das Mittelbrett ist zu schneiden.

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So sehen sie geschnitten aus.

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Wieder ein kleiner Trick zum Anbringen der Frontbretter. Da braucht man ja immer 5 Hände gleichzeitig. Da ich die nicht habe, behelfe ich mir mit doppelseitigem Klebeband. Geht wunderbar.

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Noch 2 Schrauben rein.

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Und so sieht’s jetzt aus.

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Gefällt mir richtig gut.

Jetzt fehlt noch ein Brett / Zwischenboden & die Rückwand. Dann muß ich mir noch Gedanken zur Aufhängung machen. Das Ding ist leider mächtig schwer geworden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das dem Korpus zumuten kann / will. Evtl. mache ich – doch  noch – Beine dran. Meine Frau hat sogar schon vorgeschlagen, das als „Sitzbank“ zu nehmen mit nur kleinen Klötzchen drunter.

Das muß ich jetzt erst mal setzen lassen. Ich war immer auf „Hängeschrank“ eingestellt.

20.12.2013 – letzte Arbeiten

Es stehen nur noch „Kleinigkeiten“ an – die haben dann auch wieder einen Kompletten Tag gebraucht.

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Die Bretter (günstiges Nadelholz) für die Rückwand. Ich hatte leider nicht mehr genug Ahorn und mußte daher auf ein anderes Holz ausweichen. Man sieht’s an der Rückwand ja kaum.

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Grobes Anreissen für den ersten Zuschnitt mit rd. 10 cm Übermaß.

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Der Falz ist angebracht – einmal vorne, einmal hinten. Auf diese Art & Weise hält sich das Holz von allein und muß nur mit einer Schraube unten gesichert werden. Oben & an den Seiten läuft es in einer Nut.

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Das wollte ich mal ausprobieren. Ein Beading. Das geht erstaunlich gut. Nur das Holz ist für diese Art des Hobelns (im Grund kratzt man das Profil ins Holz) nicht sonderlich geeignet. Es gab viele Ausrisse. Ich bin mal gespannt, wie das auf einem härterem Holz funktioniert. So kommt aber ein wenig Pfiff in die ganze Sache. 🙂

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So sieht’s dann im Profil aus.

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Ich habe mich dazu entschlossen, am Stoß noch eine kleine Schattenfuge anzubringen. Ein paar Hobelzüge und gut is.

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Der Holddown hilft hier ganz gut.

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Letzte Anpassarbeiten am letzten Brett für die Rückwand.

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Die fertige, noch nicht eingebaute Rückwand.

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Hier kommt sie hin. DSC_3427

Fertig. DSC_3394

Allerletzte Verputzarbeiten am fertigen Möbel. So ein schöner kleiner Span 🙂

Das freut mich – jedes mal – wieder auf’s neue, wenn sich ein schöner Span bildet. Hier in Schraubenform oder auch bei den übrigen Hobeln, wenn sich ein hauchdünner, fast schon durchsichtiger Span bildet und der Hobel über das Holz surrt. Entspannung pur.

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Die Trägerleistchen für die zwei Zwischenböden werden verputzt. Hier leistet mir – mal wieder – meine Anschlagleiste gute Dienste.

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So sollen die Böden dann mal zusammen. Da das Ganze recht klein geraten ist, mußte ich mir ziemlich den Kopf zerbrechen, wie ich das Holz halte, so dass es weder reißt noch schüsselt. Ich auf der anderen Seite aber auch noch mit dem Schraubenzieher eine Schraube reindrehen kann.

Ich habe mich am Ende dazu entschlossen, soviel als möglich ausserhalb des Schrankes zu machen und die Leisten schon vorzumontieren. Dann brauchte ich nur noch jeweils 4 Schrauben im Schrank anzubringen. Das war zwar reine rechte Fummelei, ging dann aber ganz gut.

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Mein kleiner Helfer war auch wieder da. Er hat mir die Löcher für die Schrauben an der Rückwand abgebracht.

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Die Vormontage ist abgeschlossen. Jetzt können sie rein.

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Detailaufnahme der Trägerleiste + Zwischenboden.

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Das ganze noch mal in groß.

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Mein kleiner Helfer hat sich schon wieder aus dem Staub gemacht, so mußte ich mir eine andere Hilfskonstruktion überlegen. Ich habe leider immer noch keine 5 Hände 🙂

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So sieht’s dann aus. Hinten / oben kommen die Gläser hin. Vorne der Whisky. Paßt wunderbar 🙂

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Jetzt fehlt nur noch das Finish. Ich habe mich für Hartöl entschieden. Das stinkt nicht so, wie das Leinölfirnis. Das steht für heute Nachmittag an. Nach Weihnachten ist dann die Auslieferung. Die hausinterne Diskussion, ob hängend oder stehend ist noch nicht zu Ende…

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Cheers!

29.12.2013 – Die letzten Arbeiten / die Füße kommen dran

Heute ging es an die letzten Arbeiten an dem Schränkchen. Aus dem „Hängeschrank“ ist nun ein „Wohnzimmerschränkchen“ geworden. Wir wollten ihn dann doch nicht an die Wand hängen. So sind wir flexibler mit dem Aufstellen.

Das Hartöl ist nach rd. 1 Woche sehr gut ausgetrocknet. Heute habe ich noch die Füße gemacht und an „den Kunden“ ausgeliefert.

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Das Ausgangsmaterial für die Füße – Reste vom Bau der Hobelbank.

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Die letzten Maschinenspuren mache ich noch mit dem Handhobel weg – bis ein schöner, durchgehender Span entsteht.

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Nach dem Ablängen an der Säge sind noch die Schnittflächen zu ebnen.

Ich versuche es an der Stoßlade mit dem Bestoßhobel.

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Obwohl das Messer – sehr – scharf ist, rattert der Hobel. Es läßt sich kein ordentliches Schnittbild erzielen.

Ich konnte das gar nicht glauben und habe das gleiche an einem Eichenstück / Stirnholz versucht. Da ging es ohne Probleme. Es scheint ein Thema mit dem extrem harten kanadischem Ahorn zu sein.

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Man erkennt die „Ratterspuren“.

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So habe ich mich entschlossen, das – doch – „klassisch“ mit einem Flachwinkler (50 Grad Fase) zu machen. Wichtig ist, die Kanten vorher zu fasen. Sonst gibt es zwangsläufig Ausbrüche.

Erst, wenn ein durchgehender Span entsteht, ist eine durchgehende, ebene Fläche erreicht.

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So geht’s.

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Die fertigen Füße in der Übersicht.

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Die Füße sollen mit Schrauben am Boden gesichert werden. Hier habe ich mir aus der Abfallkiste eine kleine Schablone gemacht, um nicht ständig wieder auf’s neue messen zu müssen.

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Mit der Standbohrmaschine werden die Löcher für die Schrauben gebohrt. Wichtig ist das Unterlegeholz (= die Schablone von gerade eben). Damit werden Ausrisse am Austrittsloch vom Bohrer verhindert.

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Damit die Schrauben ja nicht auf den Boden kratzen können, lasse ich sie noch in eine Vertiefung ein. Diese wird mit einem Forstnerbohrer gemacht.

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Hier sollen die Füße hin.

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Es wird Maß genommen. Der kleine Kombinationswinkel ist mir hier eine große Hilfe.

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Mit Hilfe der Leiste (links) kommen beide Füße in die Flucht.

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Hier sind die Füße montiert.

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Fertig.

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7 Kommentare zu “Wohnzimmerschränkchen”

  1. Hallo Tom,

    mir gefällt Deine Arbeit sehr gut. Vor allem aber dein Stil wie Du arbeitest und ehrlich schreibst. Es läuft nicht immer glatt, und das zeigst Du dann.

    Ich finde das Möbelstück äußerst gelungen. (Gibt es eine Steigerung von äußerst ? 🙂 )

    Gruß Andi

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  2. Super gearbeitet, gratuliere. Hängeschränke haben keine Schubladen, ausser in Baskettballspieler-Haushalten ;-), von daher ist die Verwendung jetzt Artgerechter.

    Mir gefällt, dass Du Dir auch ein schönes Umfeld schaffts zum arbeiten….indirekte Beleuchtung, Ordnung auf der Arbeitsfläche, Werkzeug etc…

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  3. Hallo Tom,
    sehr schöne Arbeit und gutes Design. Ich verstehe nur nicht, dass du den Wert deiner Arbeit zum Schluss minderst und für die Rückwand ein billiges Nadelholz verwendest. Das finde ich schade.
    Aber der Rest ist super!
    Herzliche Grüße
    Volker

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  4. Hallo! Mir gefallen deine Projekte und Berichte sehr gut, mach weiter so! Regt zum bacharbeiten ab, bin sehr gespannt, wie es mit dem hängeschrank weiter geht.
    Deine Bilder lassen die Ressourcen der Werkstatt erahnen, jedoch würde mich mal ein Überblick interessieren. Vielleicht hast du ja einmal die Zeit, dein Arbeitsumfeld etwas zu dokumentieren.
    Schönen Abend, viele grüße aus Nordbayern 😉
    Matze

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