Besuch – verdeckte Zinkung

Heute hat mich Marcus mal wieder in der Werkstatt besucht. Wir haben an einem Teststück eine verdeckte Zinkung (Gehrungszinken) hergestellt und seinen neuen 16.000er Shapton Stein ausprobiert.

Das war ein sehr kurzweiliger und höchst interessanter Abend, aber seht selbst:

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Es geht los mit dem eigentlichen Programm des heutigen Abends. Wir wollen versuchen, eine verdeckte Zinkung herzustellen (Gehrungszinken).

Wir richten uns nach der Anleitung von http://www.schreiner-seiten.de/verbindungen/v_zinkung-gehrung.php

Es war gar nicht so leicht, eine Beschreibung im Netz zu finden, wie so was eigentlich gemacht wird. Vielleicht kann diese hier dem ein oder anderen ja helfen. Die Verbindung stellt sehr hohe Anforderungen an die Fertigungsgenauigkeit – mal sehen, wie wir uns schlagen werden 🙂

Die Holzbrettchen werden auf der Stoßlade gerade gemacht.

 

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Das schaut gut aus – alles dicht.

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Die Verdeckwange (ca. 1/3 Brettstärke) wird angerissen.

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Die Brettstärke auf das Streichmaß übertragen.

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Und an beiden Brettern angezeichnet.

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Mit einem Gehrungwinkel kann an den Kanten die Gehrung angerissen werden.

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Mit einem Messer geht das genauer, als mit einem Bleistift. So weit, so gut.

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Noch das kleine Stückchen an den Seiten markiert, das dann stehen bleiben soll für die Gehrung.

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Caro war so nett und hat uns eine kleine Brotzeit gemacht – Niklas lässt es sich nicht nehmen, uns die in die Werkstatt zu bringen.

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Nun kann mit dem Streichmaß die Höhe der Zinken angerissen werden.

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Jetzt sind es aber schon eine ganze Menge Linien. Nur die Ruhe bewahren…

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„Das sieht aber schwierig aus Papa!“

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Die Linien für die Zinken.

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Nun kann der Falz hergestellt werden. Das Abfallholz wird markiert.

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Und ausgesägt.

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Marcus bei der Arbeit.

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Der Rohzustand.

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Wird noch mit dem großen Lie Nielsen Simshobel nachgearbeitet – es soll ja genau werden…

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Zumindest das hat schon mal geklappt – Standard.

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Alles im Winkel & gerade.

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Die kleinen Ecken, die stehen bleiben sollen, werden angerissen.

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Die Schalben können markiert werden.

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Und mit dem kleinen Winkel umgeschlagen werden.

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Weil man da sehr gerne durcheinander kommt, markieren wir uns lieber die Abfallstückchen.

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Und schon geht’s an das Sägen.

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Gesägt wird im Abfallholz. Soweit so gut.

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Nun geht’s an das Stemmen – wieder mit meiner „Spezial Konstruktion“, die das Verrutschen nach hinten verhindert.

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Senkrecht, noch nicht am Riss um das Holz noch nicht zu sehr zu komprimieren und die durchgehende Linie zu versauen.

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Dann immer im Wechsel senkrecht / waagerecht bis zum Grund durch.

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Nun kann auch am Riss bis runter gestemmt werden – eine schöne, gerade Linie.

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Auch die Flanken werden noch einmal gerade gestochen.

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Ja, da muss ich mich schon konzentrieren 🙂

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Das Fishtail Stemmeisen hilft in den kleinen Ecken.

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Gefällt mir sehr gut – schön geworden.

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Die Zinken werden angerissen – nur nicht verrutschen!

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So sieht man (= ich) am besten, wo etwas weg soll. Der Klassiker, das man genau das falsche Teil ausstemmt…

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Wieder: Sägen.

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und Stemmen.

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Nun kann die Gehrung grob vorgesägt werden.

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Auch hier: Konzentration…

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Noch mit dem Stemmeisen und dem Simshobel nacharbeiten bis zum Riss.

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Ok – sieht schon mal nicht schlecht aus.

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Ein erster, grober Test, ob auch alles passt. Sieht gut aus.

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Nun kann die eigentliche Gehrung angebracht werden.

Wir haben uns für den kleinen Simshobel (freihändig) entschieden….

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So sieht’s dann aus, das fertige Stück.

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Zusammengefügt dann so.

Noch nicht ganz perfekt. Aber dafür, dass wir das wirklich das aller erste mal gemacht haben schon nicht schlecht.

Eine Lehre war uns – da steckt noch Optimierungspotential drin – , dass die Gehrung nicht frei Hand angebracht werden sollte. Besser wäre da denke ich eine Gehrungslade. Diese Erweiterung werde ich mir noch für meine Stoßlade bauen. dann sollte die Gehrung auch wirklich richtig zu gehen.

Alles in allem aber eine durchaus anspruchsvolle und vor allem extrem stabile Verbindung. Ohne Hammer geht das nicht mehr auseinander.

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