11. Balkweger – Aushobeln der Leisten

Nun ist der Balkweger an der Reihe. Das ist die Verstärkung oben an der obersten Seitenplanke.

Heute konnte ich noch die Leisten aushobeln. Wichtig war mir, dass es Massivholz ist (den Teil des Bootes hat man ständig in der Hand, da soll es was „gescheites“ sein) und wenig / keine Äste haben. In Frage wäre z. B. Fichte / Tanne gekommen. Da hatte ich aber nichts mehr. Dafür aber noch Reste vom Hobelbank Bau vom kanadischem Ahorn. Dieses Holz hat noch den Vorteil, dass es sehr hart ist. Das nehme ich.

Wie das Ganze zu machen ist – da habe ich mir ziemlich den Kopf zerbrochen. An Bug & Heck sind durchaus komplexe Verbindungen zu berücksichtigen und ich muß berücksichtigen, dass die Leisten noch zu biegen sein müssen. Alles nicht so einfach .. 🙂

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Aus diesen „Resten“ soll der Balkweger entstehen. Heute mache ich das aber mit der Maschine. Per Hand dauert mir das jetzt zu lange… 🙂

Los geht’s!

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Die erste Referenzfläche wird abgehobelt. Wichtig ist, den Druck nur auf dem hinteren Tisch auszuüben – sonst wird’s schief.

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Im Anschluss kann dann am Anschlag der erste Bezugswinkel abgehobelt werden.

Hier paßt alles – sagt der Winkel 🙂

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Ich habe mir angewöhnt, immer alle nicht gehobelten Seiten zu markieren. Wenn sie dann schon gehobelt sind, ist die Markierung weg und ich weiß, wo ich noch mal ran muß. Der positive Nebeneffekt ist, dass ich auch weiß, in welche Richtung die Fasern laufen.

Man muss die Markierungen nur immer einheitlich machen. Sonst wird man kirre.

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So. Die Reste Leisten haben natürlich alle unterschiedliche Stärken. Um das nicht alles weg hobeln zu müssen, schneide ist das Meiste weg.

Die schmalste Leiste gibt das Maß vor.

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Und ab über die Säge. Mit meinen selbst gebauten Zuführhilfen fühle ich mich deutlich wohler, wenn ich die Hände weiter vom Sägeblatt haben kann.

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Nachdem das geschehen ist, habe ich meine beiden Flächen, die zueinander im Winkel stehen.

Nun kann alles durch die Dickte auf einheitliche & winkelgetreue Maße. Immer zwei Leisten gleichzeitig, damit die Lagerwellen vom Hobel nicht zu stark einseitig belastet werden.

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Kaum ist rd. 1 Stunde Arbeit vorbei – schon hat man „Leisten“.

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Die sind aber noch zu dick. Die lassen sich zu wenig biegen. Also noch mal umdisponiert.

Ich werde Aussen und Innen jeweils eine Leiste anleimen. Die aber dünner, so dass ich sie noch biegen kann. Eine durchgehende Leiste wäre mir zwar lieber gewesen. Da hätte ich aber – sehr viele – Schifterschnitte machen müssen. Das war mir jetzt zu viel Arbeit.

Also. Die Leisten werden noch mal in der Hälfte aufgetrennt. Hier stelle ich den Parallelanschlag am ermittelten Maß ein – das ist genauer, als über die Skala an der Maschine.

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Das war flux erledigt.

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So. Dieser Haufen muß jetzt noch mal durch die Dickte. Die gesägte Fläche ist nicht so eben, wie eine gehobelte. Dann hält der Leim nicht so gut.

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Das war aber schnell erledigt. Die Hauptarbeit macht ja die Maschine.

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Fertig.

Ich habe mir angewöhnt, das Holz immer so zu lagern, dass von allen Seiten gleichmäßig Luft dran kommt. Ist das nicht gewährleistet, verzieht sich das gerne sehr schnell. Das ist ärgerlich. Nicht nur, weil man dann mit dem Hobeln noch mal von vorne anfangen kann. Sondern auch, weil dann – noch mal – Holz verloren geht.

Es geht weiter mit „12 – Balkweger – Montage

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