14. Kiel – Scheuerleisten + Verstärkung der Schotten

Es geht weiter mit den Schutzleisten für den Kiel. Das Kanu wird von eher „grobschlächtigen“ Freitzkapitänen gesteuert werden, die nicht übermäßig auf das Kanu aufpassen werden.

Da sehe ich lieber an „allen Ecken und Enden“ Maßnahmen vor, die das Kanu weitestgehend schützen – und, sollte doch mal was schief gegangen sein, schnell & einfach wieder repariert werden kann.

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Zunächst muß noch an Bug & Heck unten ein „Rammschutz“. Von den Bohlen vom kanadischen Ahorn hatte ich noch ein paar Reststücke vom Formatieren – daher auch die etwas „komische“ Form. Hier ist die aber genau richtig. Lohnt sich also doch, das gute Holz aufzuheben; man kann es immer wieder mal gebrauchen.

Das Ganze war nur ein wenig gerade zu hobeln. Fertig.

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Schon kann es unten angeleimt werden – mit sattem Übermaß. Die Feinarbeit kommt, sobald der Leim abgebunden hat.

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Mit der Stichsäge wird die grobe Form schon einmal ausgesägt, dann muß ich nicht soviel mit dem Hobel nacharbeiten.

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Auch hier kommt wieder der Dick Schweifhobel zum Einsatz – der hat sich schon bewährt; wenn nur diese braune Farbe  nicht wäre…

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Alles in allem, eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit (die Schweißperlen auf der Hand sind ein wenig schlecht zu sehen).

Nun ja – ein wenig ehrliche Arbeit hat noch niemandem geschadet.

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„Papa, da mußt Du aber schon noch was schöner machen!“

Ich mach ja schon …

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So, die grobe Form ist schon mal fertig.

Nun geht’s an die Scheuerleisten am Kiel.

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Auch hier habe ich mich für den harten kanadischen Ahorn entschieden, den ich noch vom Formatieren der Ahorn Bohlen von der Hobelbank hatte.

Da freue ich mich immer, wenn ich Reste verwerten kann. Wenn das dann auch noch passend ist, wird die Freude gleich noch größer 🙂

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Eine Seite war „hinreichend“ eben – die andere mache ich mit der Dickte parallel zur ersten. Immer mindestens zwei Leisten gleichzeitig, damit die Lager von der Hobelwelle nicht zu sehr einseitig belastet werden.

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So – eine einheitliche Dicke hätten die Leisten schon mal.

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Einheitlich breit ist aber was anderes.

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Also, das Grobe an der Säge weggemacht.

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Und den letzten Rest mit dem Hobel (Lie Nielsen Nr. 62).

Die Anschlagleiste an meiner neuen Hobelbank ist mal wieder klasse  – die hat sich sehr bewährt.

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Sobald das fertig ist, kann es auch schon an’s Fräsen gehen.

Für die Scheuerleiste habe ich mich wieder für ein 1/4 Rund Profil an beiden Kanten entschieden. Davon erhoffe ich mir, dass ich das Laminat besser legen kann, wenn ich es nicht in eine 90 Grad Ecke zwingen muß.

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Die Schotten möchte ich – doch noch – ein wenig verstärken (an der Seite zu den Seitenplanken). Davon verspreche ich mir mehr Stabilität durch eine vergrößerte Leimfläche.

Bei diesen Leisten mache ich aber nur an einer Seite das Rundprofil dran – sonst geht der Abschluss nicht mehr so gut (dazu unten).

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So sind die Profile aber schon mal ganz gut geworden.

Es kann losgehen.

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Nachdem die Scheuerleisten auf Länge gebracht worden sind, habe ich die Ecken noch mit dem Einhandhobel gebrochen – nicht, dass da im Eifer des Gefechtes noch was ausbricht.

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Und hier die bereits montierten Scheuerleisten am Kanu. Wichtig ist hier, dass das Ganze „einigermaßen“ gerade ist. Wenn das nicht hinhaut, läuft das Kanu hinterher nicht so richtig gerade. Auch blöd.

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Nun geht es an das Gefummel mit den Verstärkungsleisten für die Schotten los.

Mann! Da bin ich mir vorgekommen, als ob ich Fußbodenleisten verlegen würde…

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Meine Sägelade in ihrem Element. Ein tolles Teil 🙂

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Eine Seite ist immer auch noch mal abzuschrägen. Das geht am besten mit dem Einhandhobel.

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Die Gehrungen haben es durchaus in sich.

Ich sag mal so. Ich habe recht bald beschlossen, dass es nicht wichtig ist, ob die Gehrung ordentlich zu ist und ob ein Schlitz bleibt. Zwischenzeitlich war ich fast soweit, nur kleine Klötzchen einzuleimen.

Ich habe mich dann doch dazu entschlossen, „grobe“ Gehrungen zu machen und evtl. vorhandene Lücken hinterher mit Epoxy zu füllen.

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Wirklich messen kann man die Gehrungen nicht. Ich konnte sie nur „erahnen“, dann immer wieder Maß nehmen, nacharbeiten – und wieder Maß nehmen…

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In der Zwischenzeit macht sich Niklas nützlich und entfernt schon mal einiges vom sehr satt aufgetragenen Leim.

Hier rächt sich, dass ich meine Ziehklinge, mit der ich sonst immer den ausgetretenen Leim entferne seit 2 Wochen nicht mehr finde. Das ist richtig Arbeit.

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Nach gefühlten 3 Tagen Arbeit sind an allen 4 Schotten die Leistchen dran.

Ich will jetzt aber nicht weiter drüber reden 🙂

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Die Schotten sind oben noch recht instabil. Ich habe mich daher entschlossen, dort auch noch Leisten anzubringen. Da noch Leisten übrig waren, hat sich das ganz gut ergeben.

Den Leim habe ich bei diesem Projekt sehr häufig mit einem Abfallhölzchen aufgetragen. Dann entfällt das lästige saubermachen von dem Pinsel – und geht genauso gut.

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Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Zwingen man beim Leimen immer wieder braucht.

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Niklas  – in voller Schutzmontur – beim Arbeiten. Er will an unserem Boot unbedingt auch mitarbeiten.

Darf er ja – und den Papa freut’s 🙂

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Der Papa kommt leider um das Schleifen nicht drum rum.

Sämtlicher ausgetretener Leim mußte weg. Innen & Aussen….

Das Ganze hat – trotz des sehr guten Rotex 150 von Festo – dennoch rund 3 Stunden gedauert. Das ist definitiv nicht meine Lieblingsarbeit.

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Zwischenzeitlich habe ich mal dran gezweifelt.

Trotz der Balkweger passen die drei Teile noch ineinander 🙂

Es geht weiter mit“15. Hohlkehlen„.

Zurück zur Projektübersicht Kanu.

 

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