2. Boden

Es geht los mit dem Boden vom Kanu. Ich habe mich für 9 mm Multiplex Platten entschieden; die Seiten werden aus 6 mm MPX gemacht. Das Holz ist mit wasserfesten Leim verarbeitet. Das allein recht – natürlich – noch nicht für ein Boot. Ob ich dann am Ende nur Bootslack oder doch Glasfasermatten nehme, muß ich noch entscheiden. Mal sehen. Es geht beides – und hat beides seine Vor- und Nachteile. Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen auf diesem Gebiet?

Es geht los – ich bin richtig gespannt auf das, was da nun in den kommenden Wochen auf mich zukommen wird 🙂

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Ich kann es noch gar nicht richtig glauben: Ich habe einen – richtigen – Plan!

Dank an Hans (www.http://bonerboote.ch) habe ich den echten Luxus eines  Planes mit Maßen. Da muß ich mich richtig umstellen. Bisher habe ich immer nur einen – sehr – groben „Plan“ gehabt und das, was dann am Ende „rausgekommen“ ist, war – in etwa – so, wie es auf meiner Skizze war.

Hier geht es jetzt aber recht knapp zu. Es wird eine ziemliche Herausforderung, die Teile so zu fertigen, dass sie hinterher auch tatsächlich ineinander passen. Sonst ist der Witz weg.

Ich nehme noch Wetten an, ob’s am Ende tatsächlich klappen wird 🙂

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Da ist er der Salat. Es war schon ein echter Akt, die Platten zu mir nach Hause zu bekommen. Das ging auch nur, weil mir ein Freund netterweise seinen Anhänger geliehen hat; und ein weiterer einen Adapter für den Anhänger. Ich glaube, das muß so sein. Der Anhänger, das Kabel und das Auto – das sind Dinge, die passen NIE zusammen und der Adapter versteckt sich immer in einer Ecke, in der man gerade nicht gesucht hat. Man muß immer erst suchen, improvisieren und auch (ein ganz klein wenig …) Fluchen – dann geht’s. Nun gut, ich hab’s ja hinbekommen. Zwischenzeitlich wollte ich schon ohne Elektrik am Anhänger fahren. Da ist dann der Jurist in mir durchgekommen. Ein schneller Blick ins Netz nach den seit 01.05.14 geltenden – neuen – Regeln hat mich dann aber schnell eines besseren belehrt. 1 Punkt für „so was“ wollte ich dann doch nicht riskieren…

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Auch einen Schnittplan von der Platte habe ich mir gemacht. Von der starken Platte habe ich nur eine – da muß alles passen.

High Tech à la Tom 🙂

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Nach dem ich diese 3 m * 1,5 langen Platten nicht in den Keller bekomme (und auch allein nur schwer heben kann / will) mache ich den Zuschnitt in der Garage – es regnet oder besser, es schüttet…

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Irgendwann hatte die Platte dann verloren und war in der Werkstatt. Es kann – endlich – losgehen.

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Hm. Doch nicht.

Mit 3 m ist die Werkstatt immer noch zu klein. Ich kriege nur 2,5 m auf die Maschine. Mann!

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Also.

Wieder die Schnitte angezeichnet und

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mit der Handkreissäge geschnitten. Da kommt man sich recht blöde vor – so neben der Formatkreissäge mit einer Handkreissäge zu werkeln…

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Auf Endmaß habe ich die Platten dann aber mit der „richtigen“ Säge geschnitten.

Mit der Handkreissäge geht das – natürlich – auch; alles. Komfortabler ist es aber auf der TKS. Schon allein wegen der besseren Staubabsaugung.

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Den Spaß konnte ich mir nicht verkneifen.

Passe ich da denn überhaupt rein?

Es wird schon eng. Aber wenn ich nicht noch großartig Gewicht zulegen sollte (…) geht’s.

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Die Platten für die „Schottwände“ (oder wie auch immer die Dinger richtig heißen, die die einzelnen Segmente abschliessen sollen) sind schon mal grob zugesägt – die Platte hat sogar gereicht; der Schnittplan hat sich bewährt 🙂

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Die drei Bodenteile, Rohschnitt.

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Nun geht es an das Maß nehmen. Gar nicht so leicht, eine so lange freie Strecke zu finden.

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Damit die Platten beim Anzeichnen nicht verrutschen, fixiere ich sie mit Klebeband am Boden.

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Das große Messen beginnt.

Hat mich das genervt! Das, was jetzt folgt, hat mich denke ich 2,5 Stunden gekostet.

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Mein Fehler. In alter Manier habe ich in gewohnter Weise Maß genommen und überlegt, wie groß ich die Teile machen darf, kann oder muß, damit sie in einander passen.

Bis mir wieder eingefallen ist: Tom, du hast einen Plan!

Ab da ging’s. Wie’s manchmal so geht, wenn man etwas schon gewohnt ist und sonst immer ohne richtigen Plan arbeitet.

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Der Plan war, die Umrisse des Bodens mit Hilfe einer Schnur anzuzeichnen.

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Hat eigentlich ganz gut geklappt.

Gepasst hat es halt nicht….

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Also. Nächster Versuch.

Diesmal mit einer Tapete, die ich fixiert habe und darauf die Umrisse anzeichnen wollte.

Ich mach es kurz. Hat auch nicht funktioniert. Mir war das zu ungenau. Das Papier war zwar mit Nägeln fixiert, so richtig konnte ich aber die Übergänge der einzelnen Platten nicht erkennen und ein klein wenig verrutscht das Papier dann doch. Auf über 4 m wirkt sich das dann doch ziemlich aus.

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Nun aber in Echt.

Niklas, Lina und Papa müssen probieren, ob sie in das künftige Boot passen. Ich habe mittlerweile kapituliert und die richtigen Maße vom Plan übertragen. Dabei gehe ich davon aus, dass das dann auch tatsächlich hinhaut 🙂

Alle passen rein. Schon mal gut.

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Geschafft. Die Umrisse vom Boden sind angezeichnet.

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Jetzt müssen die Platten erst mal auf den Zuschnitt warten.

Es geht weiter mit „3. Schottwände

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