3. Schottwände

Heute ging es an die Schottwände – also diese Abtrennungen zwischen den einzelnen Segmenten (ich hoffe, die heißen so 🙂 ). Bevor ich damit loslegen konnte, waren allerdings noch die Schnitte man den Bodenbrettern zu erledigen.

Das war alles gar nicht so ohne; kein einziger „gerader“ Schnitt und alles Winkel, die nicht so ohne weiteres an der Säge zu führen sind.

Hier nun die Bilder, wie ich es gelöst habe – High Tech à la Tom 🙂

 

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Solche Winkel ordentlich an der Säge zu führen – keine Ahnung, wie ein Profi das macht. Ich habe mir ziemlich den Kopf zermartert.

1. Variante: Winkelhilfe / Schmiege für die Kreissäge

ich habe mir gestern noch eine Zuführhilfe gebaut, mit Hilfe derer am Parallelanschlag ein Holz entlang geführt wird, und ein Winkel einstellbar ist. Als ich das Ding fertig hatte, habe ich festgestellt, dass das so auch nicht geht – die Bretter sind zu lang.

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2. Variante: Mit dem Queranschlag

Ging auch nicht, da ich nicht nah genug ans Sägeblatt rangekommen bin.

Dann aber:

3. Variante: Per Hand einstellen und mit dem Niederhalter fixieren

Die Einstellerei ist recht fummelig und es dauert recht lange. Aber. Es geht sehr gut. Moderne Menschen haben für so was wahrscheinlich ein super präzisen & hellen Laser. Bei mir tut’s ein langer Meterstab.

Weil ich ein Feigling bin, mache ich aber immer den Hauptschalter an der Maschine aus, wenn ich mit den Händen am Sägeblatt rumfummele. So das aller letzte Quäntchen Vertrauen fehlt mir dann doch immer noch in die Technik. Nicht auszumahlen, was das für eine Sauerei in der Werkstatt geben würde, wenn das Ding plötzlich angeht und meine Hand am Sägeblatt ist. Braucht ken Mensch.

Wie handhabt Ihr das, wenn an der Maschine Einstellungen vorzunehmen sind; wird dann auch der Hauptschalter / der Stecker gezogen?

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Geht doch 🙂

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Durch mein „extra eingeschnittenes“ Sichtfenster kann ich den Schnitt sehen. Ganz exakt neben dem Strich. So soll es sein.

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Paßt alles?

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Der fertig zugeschnittene Boden vom Kanu.

Ich kann noch gar nicht glauben, dass wir – da – zu dritt reinpassen sollen. Gut, nach oben hin wird das Kanu deutlich breiter.

Eigentlich wollte ich die Schottwände bis ganz oben durchgehen lassen. Dann ist das mit evtl. Wassereintritt nicht so problematisch, da in keinem Fall Wasser in das Kanu selbst kommt. Ich fürchte aber, ich werde – doch – in der Mitte von den Schottwänden was wegnehmen müssen; sonst wird es schlicht zu eng.

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Noch schnell mit dem Lie Nielsen Nr. 102 die Kanten gebrochen. Ich merke schon, wie mir die Arbeit mit „echtem“ (Massiv) Holz fehlt.

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Gut, dass ich noch mal kontrolliert habe. Beim Check, ob die einzelnen Teile tatsächlich ineinander passen, habe ich festgestellt, dass rd. 1,5 cm fehlen. Das wäre ärgerlich.

Also, noch an 2 Seiten jeweils ein wenig was weggeschnitten; und gut ist.

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Jetzt sollte es gehen. Knapp, aber passend.

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Jetzt geht die Rechnerei los, wie die Schottwände zu schneiden sind. Dem Plan kann ich zwar die Maße entnehmen.

Aber wo treffen sich die Linien denn nun eigentlich?

Einen so großen Zirkel habe ich nicht. Nach langem Probieren kriegt man aber den Dreh raus und die Linien treffen sich an den richtigen Punkten.

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Jeweils die Mitte markiert und dann die unten äußeren Maße abgenommen. Ist mir lieber so, als ein Maß mit dem Maßstab zu nehmen. Da schleichen sich gerne Fehler ein.

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So müssen die Schnitte dann gemacht werden.

Wieder alles „schiefe“ Schnitte. Es scheint, als ob mir das Thema bei dem Projekt erhalten bleiben wird.

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Jeweils zwei Schottwände sind identisch groß. Dann kann ich sie auch gleichzeitig schneiden; das spart mir einen Arbeitsschritt und ist genauer.

Mit doppelseitigen Klebeband ließen sie sich nicht richtig fixieren.

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Dann halt nicht. Nehme ich Schrauben. Ein Fuchs, wer beim Schrauben gleich den späteren Schnittverlauf berücksichtigt – so eine Schraube im Sägeblatt macht keinen Spaß.

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Die ersten beiden Schottwände sind schon mal fertig.

 

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Ja, so sieht’s aus, wenn man einen Denkfehler macht und die Linien am falschen Punkt treffen läßt (die rechte Linie).

Aber: Fehler erkannt – Fehler gebannt 🙂

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Das zweite Paar Schottwände ist dann auch gleich gemacht.

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Der Mittelteil vom Kanu mit den äußeren Schottwänden. Man sieht, es wird doch ein wenig mehr Platz sein, als der schmale Boden vermuten läßt.

Gut zu wissen, dass „so ein Kanu“ schon gebaut worden ist, schwimmt und auch Menschen reinpassen 🙂

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Mein heutiges Tagwerk.

Es geht weiter mit „4. Bug- & Heckleisten + Mittelstütze

Zurück zur Kanu – Projektübersicht.

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2 Kommentare zu “3. Schottwände”

  1. Hallo Tom,

    ein tolles Vorhaben, was du dir da ausgesucht hast. Bei den vielen Projekten, die ich bisher hier auf deiner Seite bewundernd verfolgt habe, frage ich mich manchmal, ob du eigentlich auch noch Zeit für etwas anderes hast? Nicht ganz ernst gemeint, erwarte auch keine Antwort, da es mich nichts angeht.

    Zwei Anmerkungen gestatte mir: Es heißt ganz einfach „Schott“, denn im Schiffbau ist ein Schott eine Trennwand zwischen zwei Sektionen. Und zweitens, warum schneidest du nicht mit deiner HKS an dem Anschlaglineal entlang. Würde das nicht schneller und ausreichend exakt gehen im Vergleich zu der Fummelei mit deiner Formatkreissäge?

    Weiterhin viel Freude an unserem gemeinsamen Hobby und viele Grüße

    Christof

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    1. Schönen guten Abend Christof,
      mit der Zeit ist so eine Sache. Da hast Du schon Recht. Im Büro ist es – nach 4 Monaten „drunter & drüber“ – endlich mal wieder ruhiger und ich kann den echten Luxus genießen, mir die zuvor investierte Zeit nun zumindest zum Teil wieder zurück zu bekommen. Der Vorteil vom Angestellten Dasein 🙂

      Mit der Handkreissäge wäre auch eine Option gewesen. Hast Du Recht. Ich mag die nur nicht so sonderlich. Die Absaugung ist an der TKS besser und fummelig ist es mit der Schiene auch. Im Ergebnis nimmt sich das denke ich nicht sehr viel.

      Herzliche Grüße

      Tom

      PS: Danke für die Erklärung zum „Schott“ 🙂

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