13. Bug + Heck Schutzleisten

Ich freue mich richtig darauf, mal wieder mit Massivholz arbeiten zu können und mit den Hobeln zu arbeiten.

Die  Schutzleisten für Bug / Heck werden angepasst – das war gar nicht so ohne; es treffen sich an dieser Stelle sehr viele Teile.

Hier die Bilder:

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Ich habe mich dazu entschlossen, an den Seiten jeweils eine Leiste anzubringen und dann von vorne (an der Stelle, wo man später anstösst) noch eine Leiste mit Langholz anzubringen. Die Leimfläche wird dadurch vergrößert; das sollte dann halten.

Hier wird der Winkel abgenommen, den der Schnitt an der Leiste haben soll.

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Noch mal Maß nehmen.

Ein wenig schlecht zu erkennen. Aber oben liegt eine Leiste, um zu sehen, bis wohin später die Leiste geht. So angehalten, sollte es dann auch passen.

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Nun kann die Aussparung für die Leiste in den Balkweger gesägt werden.

Ich bin mir ein klein wenig vorgekommen, als wenn ich Schwalbenschwänze schneiden würde. Die Arbeitsschritte sind die gleichen.

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Was machst Du da Papa?

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„Ich baue einen „Mond“. Der soll aber keine Rinde dran haben, die schnitze ich noch ab. Is ok Papa?“

Das kann er langsam richtig gut. Er hat ein gutes Gefühl für das Werkzeug und kann auch erkennen, wenn was gefährlich werden könnte. Eigene Lösungsvorschläge macht er auch schon.

Das freut mich richtig. 🙂

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Hier kann er sich mal beim Kanu nützlich machen. Beim Verleimen fehlt immer (mindestens) eine Hand. Da die Leisten „schief“ sind, kann ich da keine Zwingen ansetzen.

Eine Lösung muß her – Niklas soll ja nachher ins Bett…

Es kommt Fußball!

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Die Lösung.

Ich fixiere das Ganze mit Holzdübeln. Nicht ideal, reicht aber.

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Nachdem der Leim einigermaßen abgebunden hat, kann ich die Leisten hobeln. Die noch anzubringende „Stoßleiste“ soll eine möglichst große und durchgehende Leimfläche bekommen. Hier kommt der kleine Lie Nielsen Nr. 60 1/2 zum Einsatz.

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Am Schluss noch ein paar Hobelzüge mit dem Lie Nielsen Nr. 62 – der hat ein breiteres Eisen, so dass das ganze Holz mit einem Zug bearbeitet werden kann. Das ergibt eine bessere Passung.

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Bei mir hat es sich bewährt, immer mit – sattem – Übermaß zu arbeiten. Oben soll noch so ein „Dreieck“ rein. Zum einen, um das Kopfholz zu verdecken und zum anderen, um in den Eckbereich noch zusätzliche Stabilität zu bekommen.

Wenn das dann alles dran ist, brauche ich nur noch den Überstand abzusägen – und alles passt sicher zusammen. Alles andere geht – bei mir – sehr gerne schief… 🙂

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Auch hier bei der Stoßleiste konnte ich keine Zwingen ansetzen. Also kommen auch hier Holzdübel rein. Schrauben wollte ich hier nicht.

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So – die Stoßleiste ist dran. Die finale Form hobele ich dann aus, wenn der Leim getrocknet ist.

Pause – bis der Leim getrocknet ist.

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Der Leim ist trocken – die Überstände nehme ich mit der kleinen Gestellsäge ab. Bei der Stichsäge ist das Blatt zu kurz und auf der Tischkreissäge war mir das zu viel Fummelei, dass es auch tatsächlich gerade wird.

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Noch ein wenig Nacharbeit mit der Raspel, damit es schon mal „grob“ gerade wird.

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Die grobe Form der Schutzleiste wird angezeichnet – die Seitenlangen sollen „weiterlaufen“.

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Bei dieser Arbeit ist der kleine Lie Nielsen Nr. 60 1/2 eine sehr gute Hilfe. Er ist sehr handlich und als Flachwinkler hobelt er den durchaus anspruchsvoll zu hobelnden kanadischen Ahorn sehr gut. Mit einem „normalen“ Hobel (Fase unten, 30 Grad Fase) gibt’s Ausrisse.

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Die allerletzten Feinheiten nehme ich dann noch kurz mit der Ziehklinge ab.

Das ergibt eine wunderschön ebene & glatte Oberfläche.

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Gefällt mir gut 🙂

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Mal wieder „richtig“ mit Holz arbeiten. 🙂

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So hilfreich die abgerundeten Ecken sind – bei der Verbindung oben sind sie eher hinderlich. Aber so geht’s auch ganz gut.

Mir gefällt’s.

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Niklas macht sich nützlich und fängt schon mal mit dem Entfernen vom Leim an den Balkwegern an.

Mit einer feinen Feile kann er nicht allzu viel anrichten…

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Nun ist dieses Dreieck oben an der Reihe. Um das ganze einigermaßen gerade hinzubekommen, markiere ich mir vorne einen Punkt und übertrage ein (frei gewähltes) Maß an beide Seiten.

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Die Aussparung für das Brett säge ich wieder mit der Gestellsäge. Das hat den Vorteil, dass beide Seiten gleichzeitig gesägt werden können (im Gegensatz zur Stichsäge) und dann hinterher nicht so viel Nacharbeit notwendig ist.

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Check – sind die beiden Seiten schon zueinander gerade?

Fast.

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Jetzt geht’s.

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Nun noch einiges an Leim aufgetragen und eine Zwinge angesetzt.

In der Zwischenzeit kann ich schon mal die nächste Seite machen.

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Niklas schleift an den Seitenteilen die Leimreste weg – Vollmontur…

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Die Balkweger sind noch ein wenig nachzuarbeiten. Der lange Lie Nielsen Nr. 62 hilft, eine gerade Kante zu bekommen.

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Mit dem Dick Schweifhobel mache ich dann die Rundungen. Der nimmt sehr schön Material ab. Ein guter Kauf.

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Der Leim ist nun trocken. Die endgültige Form kann ich nun mit der Stichsäge aussägen.

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Die letzten Feinarbeiten können nun am Brettchen mit dem Einhandhobel gemacht werden.

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Schön geworden – so gefällt es mir. Das sollte selbst bei unseren Racken halten.

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Nun ja – so sieht’s halt aus, wenn gearbeitet worden ist…

 

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2 Kommentare zu “13. Bug + Heck Schutzleisten”

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