5. Seitenplanken – Teil 1

Nun wird es spannend. Als nächstes ist die Montage der ersten Seitenplanken an der Reihe. Paßt alles so, dass die drei Teile ineinander passen?

Einen Großteil der Arbeit konnte ich noch am Sonntag erledigen. Einen Teil nun heute Abend.

Hier die Bilder 🙂

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Die Stütze im Mittelteil muß noch ausgesägt werden – sonst hat man gar keinen Platz und die anderen beiden Teile vom Kanu passen nicht rein.

Als Vorlage nehme ich ein Schott – dann habe ich auch gleich die künftige Form des Rumpfes. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 🙂

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Hm. Bei der Gelegenheit fällt mir aber auf, dass der Typ hinter dem Bleistift beim Markieren nicht ganz genau gearbeitet hat (links unten ist die Form im Vergleich zu rechts nicht symmetrisch).

Keine Ahnung, ob das wirklich hinterher beim Fahrverhalten vom Kanu von mir als Laie bemerkbar ist. Jetzt habe ich es aber gemerkt, dann kann ich den Fehler auch beheben.

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Den Ausschnitt mache ich mit der Stichsäge.

Ich säge lieber von unten. Auf diese Art & Weise habe ich freie Sicht auf den Strich, weil die Sägespäne gleich nach unten fallen.

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Das wäre schon mal erledigt.

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Nach dem ich die Kanten noch ein wenig gebrochen habe; erste Anprobe – passt.

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Nun ging es daran, die erste Platte für die Seitenplanken „klein“ zu bekommen. Den ersten Teil habe ich wieder mit der Handkreissäge in der Garage gemacht. 3 m * 75 cm kriege ich mit hängen & würgen in den Keller.

Hoffentlich hat meine bessere Hälfte die neue Macke in der Decke im Flur noch nicht entdeckt…

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Bei diesen Abmessungen kommt meine Werkstatt einfach an ihre Grenzen – länger geht einfach nicht mehr.

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Die Seitenplanken auf einheitliche Breite zu schneiden geht dann aber wunderbar am Parallelanschlag.

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So – die Teile sind soweit schon mal fertig vorbereitet.

Es kann losgehen.

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Da könnte man 5 Hände gebrauchen.

Ich habe mir extra rostfreie Edelstahlschrauben im Internet besorgt. Irgendwie sind die Dinger aber – doch – nicht so das Wahre. Sie lassen sich leider nicht richtig versenken. Bei dem dünnen Sperrholzplatten ist es auch nicht so ganz ohne, die Schraube mittig zu platzieren.

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Selbst die Felder muß ran und „halten“ 🙂

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Daran werde ich mich schon mal gewöhnen dürfen.

Die Seitenplanken sind aneinander anzupassen. Das mache ich wieder mit dem „Kleinen“ (Lie Nielsen Nr. 102).

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So weit, so gut. Das Mittelteil ist schon mal fertig.

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Niklas hilft mir nun beim Zusammenbau. Leim auftragen und dann die Schrauben eindrehen und gleichzeitig auch noch alles gerade – das überfordert eine Person einfach (zumindest mich).

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Die Spione in der Werkstatt haben – auch diesen Moment… – dokumentiert.

Häh? Da stimmt doch irgendwas nicht? Das KANN NICHT SEIN!

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Das erste Teil paßt schon mal in den Mittelteil. Schön.

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Zum Geier nochmal! Das dritte Teil aber nicht.

Der „Witz“ ist dahin. Na toll.

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Die drei Teile – zusammengebaut, aber nicht passend.

Frei nach dem Motto: Operation geglückt – Patient tot.

Ich mach jetzt erst mal Feierabend und hol mir einen guten Whiskey.

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Manchmal muß man einfach mal drüber schlafen.

Beim Zusammenbau habe ich die Schotten verwechselt und an die falschen Teile gebaut.

Richtig ist, dass an das kurze Stück das schmale Schott und an das lange Stück das breite Schott kommt.

Ich hatte das genau anders rum gemacht. Das hat offenbar meine Vorstellungskraft überstiegen.

Weil ich gerade dabei war, alles wieder auseinander zu bauen, habe ich mich auch noch dazu entschlossen, im Mittelteil die beiden Seitenplanken durchgehend zu machen. Im „ersten Versuch“ hatte ich das aus jeweils zwei Planken pro Seite gemacht – das hat eine Fuge gegeben, die es nicht gibt, wenn es eine durchgehende Planke ist.

Da waren mir – mal wieder – die Bilder von Hans Boner sehr hilfreich (herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle).

Nach dem ich „gerade dabei“ war, habe ich auch gleich noch die Winkel an der Mittelstütze besser an den künftigen Radius der Planken angepasst – dann habe ich auch mehr Leimfläche und das alles hält hinterher besser.

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Als Leim nehme ich schlichten Weißleim. Der hält bombenfest.

Mittlerweile habe ich mich auch dazu durchgerungen, das Boot auch noch mit Glasfasermatten und Epoxydharz zu verstärken. Das wird also ohnehin wasserdicht – da ist der Leim drunter gerade mal egal.

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Nach dem das mit den Schrauben nur suboptimal geklappt hat, mache ich das jetzt mit kleinen Nägeln. Wobei die im Grunde aber eigentlich nur dazu da sind, die Planken an Ort & Stelle zu halten, damit der Leim abbinden kann.

Nach dem Trocknen werde ich sie wieder rausziehen – daher habe ich sie auch nicht ganz eingetrieben; dann lassen sie sich leichter entfernen.

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Die allerschlimmsten Leimaustritte nehme ich gleich mit meiner „Leim – Ziehklinge“ ab. Das spart hinterher Schleifarbeit. Das mag keiner so richtig gerne – ich auch nicht.

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Noch ein Learning aus dem „ersten Versuch“. Die Schotten müssen gerade sein. Klar – sonst kriege ich das Kanu hinterher nie einigermaßen dicht.

Jetzt passt es aber.

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Die Zwinge ist eher „für das gute Gewissen“. Wer leimt, zwingt auch – oder? 🙂

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Hier noch mal die „schiefen“ Schotten, damit die Seitenplanken mehr Leimfläche haben (wenn es gerade wäre, würde nur 1 Kante aufliegen).

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Kaum macht man es zum zweiten mal – schon passt es.

Da freu ich mich jetzt aber. Das lag mir ziemlich im Magen, da der Plan mein räumliches Vorstellungsvermögen schlicht überfordert hat und zu viele Maße mit einander kombiniert werden mussten.

Der Abend ist gerettet und ich freue mich auf einen Whiskey 🙂

Es geht weiter mit „6. Seitenplanken – Teil 2

Zurück zur Projektübersicht vom Kanu Bau.

2 Kommentare zu “5. Seitenplanken – Teil 1”

  1. Hallo Tom,
    das mit dem Whiskey verstehe ich gut, bei so einem Projekt. Aber wenn es in die „Hose geht“ hast du für die kommenden Jahre genügend Schubladenböden.

    Staubige Grüße
    Volker

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    1. Hallo Volker,
      so viele Schubladen kann ja kein Mensch bauen – obwohl. Wenn ich mal wieder meine Schwalbenschwanz / Säge Technik verbessern möchte, könnte das schon hilfreich sein. 🙂

      Ich hoffe aber doch stark, dass das Ganze nicht in die Hose geht – wäre doch gelacht!

      Staubige Grüße

      Tom

      Gefällt mir

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