6. Seitenplanken – Teil 2

Zwischen dem ganzen Wochenendprogramm mit Kinderfete und anderen „wichtigen Dingen“ habe ich  heute 2,5 Stunden für die Werkstatt gefunden.

Es ging weiter mit den Seitenplanken. Das wird sicherlich nicht meine Lieblingsarbeit werden. Da ist nichts gerade, die Verbindungen können nicht wie im Möbelbau gemacht werden und ich bin noch am probieren, wie es nun am besten geht.

Hier nun die Bilder von Heute:

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Ok – der Rohbau paßt schon mal für uns. Caro kann sogar auch noch mit – wenn sie will. Platzmäßig sollte das also gehen.

„Aber Papa – da unten kommt doch noch lauter Wasser rein“.

Na gut. Dann machen wir das eben jetzt zu. 🙂

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Die Kanten bearbeite ich mit dem Lie Nielsen Einhand Flachwinkel Hobel Nr. 60 1/2. Ziel ist es, die Passflächen möglichst genau aneinander anzupassen, damit die Leimfläche vergrößert wird.

Ein ehrbares Ziel…

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Niklas passt auf, dass der Papa alles richtig macht.

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Nicht wie im Möbelbau mit Massivholz; ein paar Hobelspäne fallen aber trotzdem an.

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Und immer wieder zwischendrin:

Anprobe, ob’s nun passt.

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Irgendwann passt es dann tatsächlich. Dann geht es daran, auch die zweite Kante der Planke so zu zuschneiden, dass der Anschluss für die nächste Planke passt.

Weil es sonst zu einfach wäre, ist natürlich auch das (wen wundert’s) „schief“.

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Das mache ich wieder auf meiner Tischkreissäge mit dem Schiebschlitten. Mein System ist mittlerweile verfeinert. Die „Einstellung“ geht nun recht flott von der Hand.

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Die Finger sind ein sehr guter Indikator, ob das Brett verrutscht. Durch das kleine „Guckloch“ am Sägeblattschutz kann ich sehen, ob ich an der Linie schneide. Eine Hand vorne und hinten reicht, um zu merken, wenn man tatsächlich verrutscht, da der Hebel recht groß ist und so auch ganz kleine Bewegungen „erfühlt“ werden können.

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Mit dem Schweifhobel komme ich besser an die Kante der bereits fest gemachten Planke ran.

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Man erkennt gut die „bauchige“ Form der nun angepassten Planke.

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Um mir das ständige saubermachen vom Pinsel zu sparen, bin ich dazu übergegangen, ein Abfallholz  zum Leimauftrag zu nehmen.

Geht genauso gut.

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Die Planken haben eine „Durchbiegung“. Da sie sehr dünn sind, kann ich keine „richtige“ Verbindung anbringen, weil schlicht die Masse dafür fehlt.

Die Variante mit den Nägeln hat  gut funktioniert.

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Nun noch den Kopf abgezwickt.

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Dann kann die Planke mit ein paar „sanften“ Hammerschlägen an den Kanten schon mal fixiert werden. So ist die sanfte Biegung schon mal „fest“.

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Im Anschluss können dann an beiden Enden Nägel / Schrauben zum groben Fixieren eingetrieben werden, bis der Leim abgebunden hat. Danach mache ich sie wieder raus.

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Der Leim wird wieder mit meiner alten „Leim – Ziehklinge“ weg gemacht, sobald er eine kaugummiartige Konsistenz hat.

Das spart viel Schleiferei hinterher. Da bin ich auch nicht böse.

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Vor der Variante mit den Nägeln habe ich das mit Klebeband versucht.

Ich sag’s mal so: Da war noch Raum nach oben. Das Zeug hält leider nicht so (viel), wie man bei den Radien eigentlich bräuchte.

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Wenn der Leim dann abgebunden hat und die Nägel / Schrauben wieder draussen sind, kappe ich den Überstand.

Diese Variante (mit dem Schneiden erst nach dem Verleimen) hat den Riesenvorteil, dass ich mir keinen Kopf darüber machen brauche, ob die Planke beim Verleimen ein klein wenig verrutscht ist – das Verleimen ist schon stressig genug.

So passt es dann perfekt.

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Niklas war mir beim Verleimen eine große Hilfe – er hat mit die Planken gehalten.

Und er freut sich, dass er am Boot mit bauen darf.

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„Papa – der Kinderhobel ist total (!) verrostet. Das muss ich jetzt auf der Stelle reparieren!“

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Die Nägel, mit denen ich die Kanten fixiert hatte, kommen nach dem Abbinden vom Leim auch wieder raus.

Ich könnte jetzt sagen, dass es Absicht war, dass sie „unten“ wieder rausgekommen sind – so kann man sie nämlich ganz einfach mit einer Kombizange wieder raus ziehen.

Aber das war eher Zufall – & „Unvermögen“ einen Nagel in 6 mm dickes Sperrholz der ganzen Länge nach einzutreiben. 🙂

Hilft mir aber in diesem Zusammenhang. Mal wieder ein gutes Beispiel, wie ein „Fehler“ dazu beitragen kann, eine gute Lösung zu finden (siehe auch „Fehlerkultur„).

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So. Bug & Heck haben jetzt jeweils 2 Planken mehr.

Jetzt geht’s ab zur Schwägerin & ziemlich leckeren Kuchen, den Caro mit Rhabarber aus dem Garten gezaubert hat 🙂

Weiter geht es mit „7. Seitenplanken – Teil 3

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