7. Seitenplanken – Teil 3

Zum Vatertag hat mir Caro ein paar Stunden in der Werkstatt geschenkt. 🙂

Es geht weiter mit den Seitenplanken von Bug & Heck. Das wird recht kniffelig – die Planken sind in sich verdreht und auch noch „kurvig“. Hoffentlich geht das mal gut.

Hier die Bilder von Heute:

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Niklas wollte mich unbedingt in der Werkstatt besuchen und ein wenig zuschauen.

Mir ist das durchaus recht.

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Nachdem der kleine Racker „Hummeln im Hintern“ hat und immer irgend etwas tun muß, konnte er sich auch nützlich machen.

Er macht das „Leimbrett“ sauber. Da freut er sich, weil er mit Hammer & Meissel arbeiten darf und Papa freut sich über ein sauberes Brett.

Eine win / win Situation.

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Jetzt wird’s kompliziert.

Die Bretter sind – in sich – verdreht und durch die sehr starke Biegung ergibt sich auch keine „gerade“ Kante.  Bei genauem Hinsehen sieht man, dass die Schnittkante einer Kurve folgt. Nachdem das alles ja eine Herausforderung sein soll, ist das – natürlich – keine konstante Kurve. Nein, sie wechselt auch noch. Und das mir, der ich’s nicht so mit Kurven hab (zumindest nicht mit solchen…) 🙂

Um mir das Leben ein klein wenig leichter zu machen, habe ich mich dazu entschieden, eine Schablone zu fertigen. Dazu nehme ich die Tapete, die ich noch vom Anfang des Projektes habe, und übertrage die Form .

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Damit da nichts verrutscht, habe ich die Tapete mit kleinen Nägeln fixiert (Klebeband hat nicht richtig gehalten).

Am besten ging es, wenn man gar nicht großartig versucht hat, eine „gerade“ Linie zu ziehen. Das wird sowieso nichts. Funktioniert hat es aber, wenn man mit der langen Seite der Bleistiftmine (= Seite) an der Kante der Seitenplanke vorbeigefahren ist. Die Kante drückt dann durch und zeichnet sich durch einen „schwärzeren Bereich“ gut ab.

Im Ergebnis hat man dann eine hinreichend genaue Linie. Bei der letzten Planke habe ich das auch noch mit einem Wachsstift probiert. Das ging sogar fast noch besser.

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Dann war die Schablone auszuschneiden.

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Noch eine Probe, ob es tatsächlich passt.

Nichts ist ärgerlicher, als 30 min. an einem Brett rumzuschneiden, um dann festzustellen, dass es „zu kurz“ ist.

Nicht, das das bei mir jemals schon passiert wäre. Ich möchte nur verhindern, dass es passiert; weil ich gehört habe, dass es schon mal „jemanden“ passiert ist ….

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Wenn dann alles paßt, kann die Form von der Schablone auf das Holz übertragen werden.

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Damit die Kurven gleichmäßig werden, habe ich mir ein Präzisionskurvenlineal gebaut.

Ein Abfallholz wird kurzerhand genommen und an die zu schneidende Kurve angepasst. Mit dem dünnen Multiplex geht das sehr gut.

Das Ergebnis ist eine schön gleichmäßige, durchgängige Kurve.

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Das Ganze schneide ich dann mit der Stichsäge aus.

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Um mir hinterher beim Anpassen der Kanten ein wenig Arbeit zu sparen, nehme ich den Winkeltisch von der Stichsäge. Ein praktisches Teil.

Damit kann ich den Schnitt schon – in etwa -in dem Winkel machen, mit dem die Seitenplanken dann später aufeinander treffen werden.

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In der großen Vorderzange kann ich das lange Brett sehr bequem einspannen. Vorteil ist gleich noch, dass mir die Sägespäne die Sicht nicht verdecken.

 

 

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Nun geht es an das Kantenglätten. Hier mit dem kleinen Lie Nielsen Nr. 60 1/2.

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Der Schweifhobel ist hier bei den kurvigen Kanten aber fast besser geeignet.

Er zieht schöne, durchgehende Späne.

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Hier ist die Kurve mal gut zu sehen – der „Bazi“.

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Beim Leimen nehme ich wieder ein Abfall Holz. Das geht wunderbar und ich spare mir das Saubermachen vom Pinsel.

„Das hier“ ist ohnehin keine Präzisionsarbeit.

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So sieht die Planke nach dem Verleimen dann erst einmal aus. Das Ganze muß natürlich noch geschliffen werden.

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Heute habe ich 4 Seitenplanken nach dem oben beschriebenen Herstellungsprozess geschafft. Eine recht fummelige Arbeit.

Jetzt fehlen noch die Seitenplanken vom Mittelteil; die kommen das nächste mal dran.

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… so sieht „mein Lieblings T-Shirt“ aus, nachdem es einen kleinen Abstecher durch die Absaugung genommen hat.

Spaß beiseite. Beim Saubermachen ist mein „Dreck -Lumpen“ in die Nähe vom Absaugschlauch geraten. Dann gab es nur noch ein kurzes, aber deutliches „schlffffft“ – und schon war das Ding im Spänesack. Ach ja. Den Spänesack macht man besser nicht auf, so lange das Lüftungsrad noch nachläuft. „Könnte“ eine ziemliche Sauerei geben…..

 

 

Hier geht’s zurück zur Projektübersicht vom Kanubau.

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