Nussknacker – ein Weihnachtsgeschenk – Teil 2

Es geht weiter mit dem Nussknacker. Heute wird er fertig. Es steht noch das Verputzen an und die gesamte Hebelmechanik muss noch entworfen werden. Hoffentlich fällt mir da noch was praktisches ein.

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Viel ist es ja gar nicht. Ich habe mich hier für den Lie Nielsen Nr. 62 (Flachwinkel) entschieden; der läßt sich mit seiner langen Auflagefläche vor dem Hobelmaul an den Kanten sehr gut ansetzen. Nichts ist blöder, als wenn – jetzt noch – die Kanten beim Verputzen abgerundet werden würden.

Aus Erfahrung wird man klug (zumindest stückchenweise…): Ich hobele immer von Aussen nach Innen. Alles andere führt unweigerlich zu Ausbrüchen.

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Die kurze Seite mache ich in der Hinterzange. Das funktioniert wunderbar. Die ist bombenfest – toll.

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Wird ja langsam 🙂

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Der Hobel ist ganz fein eingestellt, das Hobelmaul sehr eng. Das Ergebnis sind ganz feine Späne.

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Die Kanten breche ich mit dem kleinen Lie Nielsen Nr. 102 – meine Allzweckwaffe.

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In das künftige Fach, wo die frischen Nüsse reinkommen, ist der Boden schon eingebracht.

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Der Boden für das Fach mit dem „Abfall“ ist beweglich ausgeführt und erhält an den Seiten einen Falz.

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Um die Lücke zwischen Boden und der Unterkante zu verkleinern, leime ich noch ein passendes Restholz an.

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Irgend so ein Heinz hat geschlafen und hat die Kanten schon gebrochen. Jetzt ist an der Übergangsstelle eine Fuge zu sehen…

Was sag ich: das soll so sein. Ich find’s schön, weil Kunst

🙂

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So. Nun kommt die Zeit der Leiste, die ich ganz am Anfang im ersten Teil von der Ausgangsbohle abgeschnitten habe.

Es wird Maß für die Hebelmechanik genommen.

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Der grobe Zuschnitt ist gemacht; so soll das Ganze dann mal aussehen.

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Damit sich der Hebelarm auch bewegen lässt, erhält er eine halbkreisförmige Rundung.

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Das soll der Block werden, auf dem dann später die Nüsse zum knacken liegen.

Maß nehmen.

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Schon kann es an’s Verleimen gehen.

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Manchmal zahlt es sich doch aus, ein paar Dinge aufzuheben. Diese Achse (oder wie auch immer so ein Teil heißen mag) habe ich noch in meinem Fundus gehabt. Sie macht einen recht soliden Eindruck auf mich.

Das ist gebongt.

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Das Loch für die Lagerstange mache ich lieber auf der Tischbohrmaschine; dann wird es auch gerade. Einen halben Millimeter größer – dann dreht sich das alles ein wenig besser. Die Unterlage sorgt dafür, dass auf der Unterseite, wo der Bohrer austritt, keine Ausbrüche entstehen (Druck auf das Holz ausüben, sonst werden die Holzfasern nicht genug unterstützt).

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Ein „Drahtstift“ (also ich kenne die Dinger ja noch als „Nagel“…) hilft mir beim Anzeichnen für das korrespondierende Loch für das Lager.

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Noch kurz die Bohrtiefe eingestellt und schon fertig.

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In der Zwischenzeit ist der Leim getrocknet und der Auflageblock für die Nüsse kann schon verputzt werden.

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Damit die Nüsse nicht kneifen und beim Knacken davon springen, bringe ich mit einem kleinen Schnitzmesser noch eine kleine Vertiefung an.

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Nun muß ich mir noch etwas einfallen lassen, wie das Ganze miteinander verbunden werden soll.

Leimen möchte ich nicht. Wenn doch mal was z. B. mit der Achse sein sollte, kriege ich das Ding nicht mehr auseinander. Also werde ich das alles mit einer Schlossschraube zusammen halten.

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Das Loch dafür bohre ich wieder an der Standbohrmaschine.

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Die Hebelmechanik ist damit – fast – fertig.

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Noch mit zwei Schrauben an den Kasten fixiert.

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Fertig.

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… nur noch eine Kleinigkeit.

Ich möchte die von mir hergestellten Dinge künftig kennzeichnen. Das mache ich mit Schlagstempeln. Mal sehen, ob sich das bewährt.

Fertig.

 

 

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3 Kommentare zu „Nussknacker – ein Weihnachtsgeschenk – Teil 2“

  1. Hallo Tom, ich lese regelmäßig deine Berichte; gefallen mir ausgesprochen gut!!!
    Ich kennzeichne meine Arbeiten mit einem Namensschlagstempel und mit Jahreszahlen. Weiterhin nutze ich diese, um Markierungen für Reihenfolge und Position von Einzelteilen bei Montage von demontierbaren Teilen anzubringen.
    Viele noch adventliche Grüße mit weihnachtlichem Ausblick aus Mainz
    Bernhard

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  2. Hallo.

    Glückwunsch zu dem schönen Stück..ist sicher ungemein praktisch mit dem Schiebeboden.
    Mir stellt sich jetzt noch die Frage, wie gut er funktioniert. Geht es nur mit Wallnüssen, oder auch Hasel oder Pekanüsse ?

    Gruss

    Uwe W

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    1. Schönen guten Abend Uwe,
      hm. Kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen – und noch nicht einmal ausprobieren. Er ist schon eingepackt. Ich gehe aber mal davon aus, dass er auch „die harte Nuss“ knacken können wird.Der Hebel ist ja sehr lang. Bei der Walnuss hat er nur sehr milde gelächelt.

      Herzliche Grüße

      Tom

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