Schreibtischstuhl für Niklas – Teil 2

Heute hatte ich Nachmittags Zeit und konnte mit dem Stuhl für Niklas weitermachen. Er ist sogar fertig geworden.

Hier die Bilder von Heute:

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Der Kreuztisch von der Stemm Maschine hatte leider eine Macke – schon länger. Der Tisch hat sich immer ein wenig bewegt – ein sauberes Arbeiten war so nicht im Ansatz möglich.

Während der Woche habe ich mich ihm mal angenommen. Im Grunde hat sich nur eine Schraube gelockert. Deshalb hat eine Sicherung nicht mehr gehalten. Wie so oft. Wenn man weiß, woran es liegt „ist es gar nicht schwer“ – war ja nur eine Schraube.

Bis ich aber rausgekriegt habe, dass es „nur eine Schraube“ ist, hat es schon ein wenig gedauert. Nun gut. Ich habe es selbst hinbekommen und mich – mal wieder – über eine einfach gehaltene Maschine ohne Elektronik gefreut. Da wäre ich nämlich aufgeschmissen gewesen. Bei mechanischen Dingen kann ich mir meist noch selbst helfen.

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Erster Test mit der „neuen“ Maschinen – Einstellung.

Paßt.

 

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Nun kann es dann also los gehen. Am Anfang immer erst die äußersten Ränder – dann hat der Meissel mehr Führung und verschiebt sich nicht so stark.

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So kommt es nun nach der Reparatur „aus der Maschine“. Besser  würde – ich – es mit einem Stechbeitel nicht hinbekommen – und würde bestimmt noch rd. 20 min. „rummachen“. Mit der Stemm Maschine dauert so was keine Minute.

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Test, ob sich die beiden Federn im Bein treffen.

Klappt wunderbar. Alles dicht, sie treffen sich nicht. So soll es sein.

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Niklas will – natürlich – an seinem Stuhl auch was machen.

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Puhh – Papa, das geht aber schwer. Kannst Du mir bitte helfen?

Klar.

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Nun gut. Irgendetwas mußte ja schief gehen. Sonst fehlt ja schon fast was. Die untere Mittelstrebe ist zu kurz. An sich hatte ich sie „extra länger“ gelassen. Da muß ich mich „ein wenig“ vermessen haben – es ist deutlich zu kurz….

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Also. Flux ein neues Teil gemacht. Unnötig, aber auch kein Riesendrama.

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Vor dem Verleimen alles einmal „trocken“ zusammen stecken; beim Verleimen gibt’s so deutlich weniger Stress, wenn dann (doch) mal was nicht passt (siehe oben…).

Nun paßt aber alles.

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Also kann es nun mit dem Verputzen losgehen. Hier breche ich mit dem kleinen Lie Nielsen Nr. 102 die Kanten. Vorne an der Sitzfläche hobele ich noch eine Rundung an – das sitzt sich angenehmer, als eine Kante.

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Der Nr. 102 ist immer noch herrlich scharf – im Kopfholz schafft er noch einen durchgehenden Span. Sehr schön.

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Wichtig ist, die Kanten an den Stuhlfüßen sauber zu brechen. Sonst gibt es hinterher Ausbrüche.

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Das schöne bei dem Lie Nielsen Flachwinkel Schlichthobel Nr. 164 ist, dass man – und das ist ungewöhnlich für ein einen „Bebel up“ Hobel – auch während des Hobelns die Zustellung verändern kann (im Bild gut zu sehen, wie der Finger an der Einstellschraube die Feineinstellung erledigt).

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Er bring herrlich durchsichtige, durchgehende Späne. Die Oberfläche wird wunderbar glatt und eben. So mag ich das Hobeln.

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Kein Riesending – „witzig“ sieht es aber trotzdem aus 🙂

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Bei der ganzen Verputzerei muß ich aber immer ein festes System beibehalten – sonst kommt da Unordnung rein und das ist der Anfang von Fehlern.

Christoph hat mir wieder eine Technik in den Vordergrund gerückt, die ich schon lange nicht mehr angewandt habe, hier aber sehr gut gebrauchen kann.

Meine „Schreinerdreiecke“ waren auf der Fläche angebracht. Beim Verputzen sind sie dann – natürlich – weg. Das gleiche auf der Feder und man weiß wieder, welches Teil wohin kommt. Dort stört es keinen.

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Ab in die Verleimecke.

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Es hat sich bewährt, nur Leim nur in die Zapfenlöcher zu geben. Das gibt hinterher nicht so eine Sauerei und man hat weniger Arbeit mit evtl. ausgetretenem Leim, der erst wieder mühsam entfernt werden muß.

Den Pinsel kann man danach leicht wieder unter Wasser sauber machen.

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Da müssen eine ganze Menge Zwingen dran. Glaubt man gar nicht – so ein kleiner Stuhl und so viele Zwingen…

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In der Zwischenzeit kann ich noch schnell die Nutklötzchen machen, mit denen die Sitzfläche an der Stuhlzarge gehalten wird. Mit ihrer Hilfe kann die Sitzfläche arbeiten, wird aber trotzdem gehalten. Einfach ein paar Schrauben direkt rein – und die Sitzfläche reisst ganz sicher, da das Arbeiten des Holzes verhindert würde.

Das schneide ich mir aus einem Abfallstückchen. Wichtig ist, dass man hier ein wenig den Faserverlauf im Auge behält – sonst bricht ausgerecht die Feder weg – und die Sitzfläche hält wieder nicht.

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Den Falz habe ich auf der Tischkreissäge am ganzen Holzstück ausgesägt und dann die kurzen Einzelteile abgetrennt.

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Nun noch ein Loch vorgebohrt und eine Senkung für die Schraubenköpfe angebracht. Bei einem 3 mm Bohrer mache ich das lieber mit der Tischbohrmaschine. Diese dünnen Bohrer brechen mit als Grobmotoriker sonst immer ab…

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So, da kommen sie nun hin, die Nutzklötzchen.

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An sich wäre der Stuhl jetzt fertig.

Mir gefallen aber die großen Überstände oben noch nicht an der Lehne.

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So gefällt es mir besser. Die Proportionen passen eher.

Fertig.

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