10. Frontbrett – Zuschnitt

Heute kann ich wieder ein wenig was am Schubkästen Regal machen. Leider war ich nicht 100 % bei der Sache und mit dem Kopf noch im Büro.

Ein leider blöder Fehler ist mir leider passiert. Ich habe dann erst mal aufgehört. Das ist offenbar einer der Tage, wo man besser nichts macht…. Ich ärgere mich schon selbst über mich.

Hier die Bilder von heute.

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Da soll das Frontbrett hin. Ziel ist es, ein durchgehendes Maserbild zu erreichen.

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Das Maß wird wieder „am lebenden Objekt genommen. Ist gar nicht so einfach. Die Zinkung wollte ich nicht vollständig zusammenstecken. Nicht, dass beim wieder auseinander nehmen, etwas kaputt geht oder – noch schlimmer – gar nicht mehr auseinander geht. Also habe ich zunächst Maß genommen, wo die Seitenwand künftig „enden“ wird (rechter Strich). Von da ab dann noch eine Zugabe – so tief soll die künftige Nut werden, die dann das Frontbrett hält (linker Strich).

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Damit’s genau wird.

Nach dem ersten Schnitt am Brett wird – nochmal – angelegt & markiert. Ich messe nur sehr ungern mit einem Metermaß oder dergleichen. Da schleichen sich sehr gerne Messfehler ein.

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Um den Korpus nicht nocheinmal zusammen stecken zu müssen (und dabei die Zinken „ausgeleiert“ werden) markiere ich auch gleich noch die künftige Nut für das Frontbrett und weil ich auch gerade dabei bin, die für die Rückwand.

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Eine gerade Bezugskante ist Grundvoraussetzung für die weiteren Messarbeiten.

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Den „Trick“ habe ich auf einer CD von David Charlesworth, die mir Bernhard zur Verfügung gestellt hat (DANKE noch mal Bernhard!). Damit kein Winkelfehler in die Kante kommt, lege ich die vordere Hand nicht auf den Handknopf sondern führe den Hobel vorne unten mit dem Finger und lege den Daumen auf den Boden vom Hobel – so kippt der Hobel nicht so leicht.

Das funktioniert – tatsächlich – super. Ich habe überhaupt kein Verlangen nach einem Fügeanschlag (à la Veritas, der dann nur wieder neue Winkelfehler produziert, wenn er nicht penibelst eingestellt ist).

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Passt.

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Auch die übrigen Schnitte & Kanten passen. Die Tischkreissäge ist gut eingestellt. Es kann losgehen. Die Markierung für den künftigen Falz ist schon angebracht.

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Wieder Maß nehmen am lebenden Objekt. Die Seitenwand gibt die künftige Höhe des Frontbrettes vor + das Übermaß für die Nut.

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Zuschnitt am Parallelanschlag. Funktioniert super.

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Wieder. Auch die andere Bezugskante wird sauber gehobelt.

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Die Maße werden mit dem Streichmaß übertragen.

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Die Schubkästen müssen ausgerechnet werden. Hilfreich ist für Leute wie mich, die „im Rechnen nicht so stark sind“ ein Maßstab, der die „0“ in der Mitte hat. Dann ist die einzige Herausforderung, ausgehend von der Mittellinie einen gleichen Abstand zu erreichen.

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Das Teil mag ich auch sehr gerne. Es hilft, Fehler beim „Umschlagen“ zu vermeiden. Einmal angelegt, kann mit einem Strich auch an der Kante die gleiche Markierung angetragen werden.

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Die Aufteilung der Schubläden in Längsrichtung.

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Um Maßfehler zu reduzieren, habe ich mir eine kleine Schablone aus Resten gemacht – so hat man immer sicher genau das gleiche Maß. Hier wird das Maß der künftigen „Zwischenabstände“ angezeichnet.

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Die gleiche Schablone, nur diesmal längs. Das wird die Breite der Schubkästen. Sollte etwas nicht passen (weil sich der Typ vor dem Taschenrechner mal wieder verrechnet hat), merkt man es jetzt noch und könnte noch was ändern…

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Mit dem Winkel werden die Maße übertragen.

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Der kleine Kombiwinkel hilft beim Übertragen.

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Genaues Anzeichnen der künftigen – vielen – Einzelteile.

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Ganz genau „peilen“ an der Säge.

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Da hätte ich mal – mehr – nachdenken sollen.

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Jetzt isses passiert.

Ich habe die Schnitte falsch gemacht. Leider habe ich – gar – kein Holz mehr. Mit dem Fehler werde ich jetzt leben müssen.

Ich hätte nicht quer zur Maserung schneiden dürfen sondern hätte längs aufteilen und dann die Schubkästen Fronten ausscheiden sollen. So muß ich jetzt Kurzholz aneinander leimen (quer zur Maserung); das wird man – immer – sehen. Anders rum hätte ich längs zur Faser leimen können. Das wäre wahrscheinlich überhaupt nicht aufgefallen.

Ich ärgere mich…

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So sieht’s dann aus. Nur nichts durcheinander bringen.

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Die Lösung, die mir – bis jetzt – eingefallen ist.

Ich werde Lamellos einbauen, um die Verbindung zu unterstützen. Hier wäre mir jetzt eine Domino recht hilfreich. Die habe ich aber nicht.

Hab ich’s schon mal erwähnt? Ich ärgere mich!

Alternativ könnte ich noch mit der Stemm Maschine fremde Federn einarbeiten oder mit der Säge / Fräse einen Schlitz einfräsen. Da schlafe ich jetzt erst mal eine Nacht drüber.

 

Weiter mit „11. Frontbrett Reparatur

 

Hier geht’s zur Übersicht vom Schubkästen Regal

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2 Kommentare zu “10. Frontbrett – Zuschnitt”

  1. Hallo Tom,
    Das kenn ich, ist ärgerlich, aber daraus lernt man.

    Ich habe mal gesehen, dass man die Stellen, die man ohnehin sieht, betonen soll. Vielleicht eine Fase dran hobeln am Übergang.

    Ansonsten kann ich meine Domino bei Bedarf mal ausleihen.

    Viele Grüße

    Andreas

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    1. Hallo Andreas,

      herzlichen Dank für das nette Angebot mit der Domino!

      Ich habe mich jetzt nach ein paar Stunden in herrlicher Sonne auch wieder beruhigt. Wahrscheinlich ist’s auch gar nicht so schlimm, wie ich im ersten Schreck gedacht habe.

      Ich versuche morgen mal was und würde mich dann evtl. Melden.

      Herzliche Grüße

      Tom

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