20. Laufleisten – Teil 2

Caro ist heute Vormittag mit den Kindern ein paar Stunden weg gefahren – ich konnte in die Werkstatt.

Die Laufleisten für die Schubkästen sind nun fertig.

Hier die Bilder von Heute:

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Die gestern verleimten Laufleisten – Rahmen sind nun trocken und sind zu verputzen. Zuerst habe ich’s mit dem Lie Nielsen Nr. 62 versucht. Das ging, ich mußte aber recht starken Druck ausüben. Dann mit der Lie Nielsen Flachwinkel Raubank 7 1/2 gings wunderbar. Das hat auch gleich den Vorteil, dass – bedingt durch die größere Länge – alles gleichmäßiger wird.

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Man muß  schon „hinlangen“ – sonst geht’s nicht 🙂

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Zum Schluß kommt meine „Geheimwaffe“ – der Lie Nielsen Nr. 4 (Bronze). Der ist ausreichend schwer und läuft hervorragend. Herrlich feine, durchsichtige Späne.

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Damit die Laufleisten später beim Verleimen nicht auf den „Ständern“ verrutschen, habe ich mich dazu entschlossen, noch eine fremde Feder einzuleiten.

Aber zunächst einmal ist wieder „Prozess Logik“ gefragt. Im ersten Schritt also die Nut in den Laufleisten. Davon ausgehend kann dann das Maß auf die Ständer übertragen werden. Andersrum bzw. alles nur gerechnet, würde ganz schnell – nicht – passen.

Also. 1. Schritt. Hier wird die passende Nut in der Laufleiste gefräst.

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Dieses Maß habe ich dann auf den Korpus übertragen (sieht man leider recht schlecht, da im Schatten liegend). Davon ausgehend wird dann die Nut auf den Ständer übertragen (die beiden Striche rechts im Bild).

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Mit Hilfe dieses Maßes ist es dann ein leichtes, die Fräse einzustellen – ganz ohne Rechnerei. Kommt mir sehr entgegen 🙂

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So langsam gehen mir selbst die Reste aus…

Hier noch ein Stückchen. Aus dem sollen die fremden Federn gemacht werden.

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Zunächst durch die Dickte auf eine einheitliche Stärke (das Maß gibt die Nut vor). Dann auf der Säge geteilt.

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Und abgelängt. Fertig ist die fremde Feder.

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Ein lästiges Thema.

Leim vom großen Gebinde in den „alle Tage Topf“ umfüllen. Das ist meist eine rechte Sauerei. Heute habe ich’s mal mit einem Holz aus der Abfallkiste versucht. So, wie man sonst den Honig aus dem Glas holt. Das ging recht gut. Keine Sauerei.

=> wie macht Ihr das?  Habt Ihr da einen Trick?

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Jetzt kann’s an es an das Verleimen gehen. Der kleine Pinsel ist sehr hilfreich für die dünne Nut.

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Mit der Zierlinge auch gleich noch die Überreste weggemacht. Das spart hinterher Arbeit.

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Der Verleimaufbau. Die MPX Platte ist für sowas sehr gut geeignet. Der Leim hält auf ihr nicht. Die Hobelbank wird nicht so eingesaut.

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Jetzt geht es an das Einpassen der fertig verleimten Laufleisten. Hier ist noch ein ganz kleiner Überstand, der noch weg muß. Sonst läuft die Schublade hinter her nicht sauber.

Wichtig war mir bei den Laufleisten, dass eine durchgehende Leiste von vorne bis hinten ist. Die Verbindungen zwischen den beiden Laufleisten also nicht queren. Ginge zwar auch, aber es wären sonst immer 2 Fugen in der Lauffläche, die im Zweifel mit der Zeit „holprig“ werden. Muß ja nicht sein.

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An der Anschlagleiste noch ein paar Hobelzüge.

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Und schon paßt alles so, wie es soll.

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Nun können die Laufleisten eingeleimt werden. Zum Schrauben hatte ich keinen Platz mehr. Andere Konstruktionen wären zwar auch denkbar gewesen. Das war mir aber jetzt alles zu aufwändig.

Einzig zu beachten war hier, dass nur das „Längsholz“ geleimt wird; d.h. an den Stellen, wo „Kurzholz“ an der Vorderseite war, habe ich keinen Leim aufgetragen. Defacto ist jetzt zwar nur in der Mitte (das vordere Querstückchen) geleimt. Da da aber keine echte Last drauf ist und der Leim ohnehin bombenfest hält, mache ich mir da keine riesen Sorgen.

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Damit sich vorne ein durchgehend, einheitliches Bild ergibt, müssen die Schubkästen an einer definierten Stelle stoppen.

Das habe ich mit Stoppklötzen gelöst, die ich angeleimt habe. Das war eine kleine Fummelei. Die Schubladenfront muß vorne genau bündig sein. Da ich aber ein „gefühlvoller“ Mann bin, geht’s – natürlich 🙂

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So sieht’s jetzt aus. Die Fronten müssen allerdings noch ein klein wenig verputzt werden.

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3 Kommentare zu „20. Laufleisten – Teil 2“

  1. Hallo Tom,

    zu der Leimfrage. Ich benutzte Leim nur aus kleineren Spritzflaschen, da entfällt das lästige umfüllen, und das Auftragen geht auch recht schnell.
    Ein oder zweimal im Jahr gibt es bei Lidl z.B. UHU D3 Leim, die 500ml für 2,99 €, da kaufe ich dann einen kleinen Vorrat. Die Großgebinde sind da nicht viel günstiger und die Haltbarkeit von Leim ist ja auch begrenzt.

    Grüße
    Christoph

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    1. Schönen guten Abend Christoph,
      ich denke, ich werde das dann künftig auch so machen. Der große Eimer ist noch vom Bau der Hobelbank übrig – so viel habe ich dann doch nicht gebraucht. Aber diese Umfüllerei ist recht lästig. Und Du hat schon Recht. Den riesen Preisvorteil gibt’s auch nicht.
      Herzliche Grüße
      Tom

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