4. Aushobeln – per Hand – 1. Teil

Ein Brett fehlt noch beim Hobeln. Das wird das Deckbrett mit der Waldkante. Das pass leider nicht in die Hobelmaschine. Also:

Alles mit der Hand hobeln.

Da wartet – richtig – viel Arbeit auf mich 🙂

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Mit Hilfe der „Winding Sticks“ – ich kenne den deutschen Namen leider nicht, läß sich recht schnell & einfach erkennen, wo was weg muss. Einen von beiden habe ich an einer Kante andersfarbig gekennzeichnet. Dann erkennt man die Kante besser.

Hilfreich ist, wenn die Sticks selbst auch gerade sind… 🙂

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Man peilt über den vorderen Stick hin zum hinteren. So kann man erkennen, ob das Brett verzogen / verdreht ist.

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Die Bereiche, auf denen am meisten weg muß, werden gekennzeichnet.

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Wieder. Schmutz & Staub ist Gift für das Werkzeug. Eine Drahtbürste wirkt da wahre Wunder.

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Es geht los. Mein Lie Nielsen Nr. 7 1/2 (Flachwinkler) ist mal wieder mein liebster Freund. Ich lasse gleich das Eisen mit 50 Grad drin. Die wird’s mit Sicherheit brauchen. Hartes & verwachsenes Holz.

Ich beginne mit den ersten Hobelzügen – schräg zur Faser einmal über das ganze Brett. Im Hintergrund sind noch 2 Leisten zu sehen. Die sollen verhindern, dass ich im Eifer des Gefechts nicht mit dem Hobel in der Wand lande.

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Die ersten paar Durchgänge sind fertig. Man erkennt, was da noch an Arbeit auf mich wartet.

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Da hab ich gleich mal das Hemd ausgezogen. Ich komme – ganz schön – ins Schwitzen.

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Wieder ein paar Durchgänge später.

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Ich will auch mal Papa!

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Mit dem kleinen Brett und dem Juuma Einhand Flachwinkel Hobel geht’s aber besser.

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Wird das denn überhaupt gerade? Mal schauen.

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Man erkennt die Hobelspäne, die quer zur Faser entstehen. Sie sind „gröber“ als diejenigen, längs der Faser.

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Immer wieder. Sauber machen.

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Check, ob auch in der Längsachse alles gerade wird.

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Puh – schon so viel gearbeitet und noch nicht fertig. Das wird noch dauern…

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Das erste mal Schärfen ist angesagt.

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Und sofort geht’s leichter und die Späne werden länger.

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Stand nach ca. 1,5 Stunden hobeln.

Kleines Zwischenfazit zu meiner neuen Hobelbank:

Die ist einfach super. Es wackelt nichts, ich habe genug Platz und die Platte ist eine echte Referenzfläche. Ich bin sehr zufrieden.

Jetzt will meine Familie auch noch was von mir haben.

Es geht weiter mit „5. Aushobeln – per Hand – 2. Teil

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4 Kommentare zu “4. Aushobeln – per Hand – 1. Teil”

  1. Hallo Tom,

    ich find es gut, dass du soviel von Hand machst! Bei mir kommt zum ersten Einebnen ein No 5 zum Einsatz. Der ist nicht so schwer und der Schnittwinkel ist nicht so steil, mir fällt das Arbeiten damit etwas leichter und quer zur Faser gibt es auch kaum Ausrisse.

    Grüße
    Christoph

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    1. Hallo Christoph,

      ich habe keinen No. 5. „Nur“ den langen Flachwinkel Schlichthobel Nr. 62 – der kommt einer Nr. 5 denke ich recht nahe.

      Mit den 50 Grad komme ich so eigentlich ganz gut zurecht. Zumindest, was die Ausrisse angeht. So, sind sie praktisch nicht vorhanden. Es wird nur sehr schwer, den Hobel durch’s Holz zu schieben. Beim Hobeln mit der Nr. 7 1/2 vermisse ich eher zusätzliches Gewicht, das den Hobel durch das Holz treibt.

      Mir liegt ja schon lange eine Nr. 8 im Magen 🙂

      Herzliche Grüße

      Tom

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      1. Hallo Tom,

        ich habe eine alte, gebrauchte No 8 mit einem neuen Eisen von Gerd Fritsche, die geht gut. Ansonsten fällt mir nur noch LN als Hersteller ein. Einige Shops in UK verkaufen die LN #8 in Deutschland war die nicht zu bekommen.

        Mein No 5 ist von Clifton, der ist richtig schwer und gut um dicke Späne abzunehmen. Nur der geteilte Spanbrecher gefällt mir nicht.

        Viele Grüße
        Christoph

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