6. Korpus zusammensetzen

Der Korpus ist noch nicht fertig. Die Zwischenwand und der kleine Zwischenboden sind noch anzupassen. Das ist einigermassen kompliziert. Als Verbindung kommt dieses Mal eine Nut zur Anwendung. Es sind in zwei Ebenen Nuten anzubringen, die ich so noch nicht messen kann, da der Korpus noch nicht final zusammen ist. Schleicht sich da eine Ungenauigkeit ein, ist hinterher alles schief.

Da sollte ich mir mal was einfallen lassen:

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Es geht los mit der Zwischenwand (senkrecht). Den Verlauf zeichne ich mit meinem langen Zimmermannswinkel an; Boden & Deckel lege ich nebeneinander.

Meine einfach strukturierte Logik sagt mir, dass etwas, das gerade ist dann später auch senkrecht zueinander ist, wenn die Winkel exakt 90 Grad haben und die Teile so angelegt werden, wie sie dann später auch einmal zueinander stehen werden.

Also. Die Bretter sind im rechten Winkel (sagt zumindest mein Winkel) und das Referenzmaß (= Zinkengrund) ist auch gerade und aneinander ausgerichtet.

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Damit das nach dem Gefummel nicht gleich wieder verrutscht, sichere ich alles mit Paketband.

Nicht schön, aber praktisch.

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Die Nut Tiefe wird an der Tischfräse eingestellt.

Ja, das möchte ich jetzt mal an der Tischfräse ausprobieren. Der Nutfräser hat nicht diese „Soll Bruchstelle“, wie sie die Zinkenfräser gerne mal haben (… und mich dann ärgern und abbrechen…).

Ich käme mir ja ziemlich bescheuert vor. Da steht eine super tolle Tischfräse bei mir in der Werkstatt – und ich nutze das Teil nicht.

Pah!

Also. Das wird jetzt probiert. Basta – hat er gesagt 🙂

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Damit nichts verrutscht, hole ich den Niederhalter raus und an der anderen Ecke nutze ich noch den Anschlagreiter vom Queranschlag. Ach ja. Es schadet auch nicht, wenn man noch ein zweites mal prüft, ob die Nut auch in die richtige Seite gefräst wird – es soll ja Leute geben, die hätten das – fast – falsch gemacht.

Bei mir hat es aber – wie sollte es auch anders sein… – wunderbar geklappt. Scheint also – tatsächlich – am Fräser und seiner Soll Bruchstelle zu liegen.

Ein Schelm, wer dem Hersteller der Zinkenfräser da böses in die Schuhe schieben möchte….

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Ganz kleine Anpassungen an der Nut übernimmt der kleine Lie Nielsen Nr. 98. Ein absoluter Spezialhobel – aber sein Geld wert.

Das gleiche „Spielchen“ habe ich dann noch einmal bei den beiden Nuten für den Boden (waagerecht / links) gemacht. Auch dort hat alles gut geklappt.

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Nun kann es dann also auch schon an’s Verleimen gehen. Es gibt ja Leute, die kommen da in Stress und bekommen Wallungen. Ich nicht. Ich bin da die Ruhe in Person und absolut Tiefen entspannt… 🙂

Damit das aber auch so bleibt, lege ich mir die Sachen alle schon genau so hin, wie sie dann verleimt werden sollen. Nicht, das doch noch Hektik aufkommt. Mit den „dicken Blauen“ kann ich die Verbindung dann richtig schön zuziehen. Die haben Kraft ohne Ende und verziehen sich keinen Millimeter. Toll.

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Die Zwischenwand ist schon drin, nun fehlt nur noch der Boden. Den Leim trage ich mit einem kleinen Pinsel auf.

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Nachdem nun alles zusammen ist, nehme ich die Zwingen wieder ab. Das hat sich alles ein wenig verzogen und das Schränkchen war nicht mehr im Winkel. Bevor ich jetzt ewig rumprobiere, wo, welche Zwinge in welche Richtung (….) geändert werden muss, mache ich kurzen Prozess:

Die Verbindungen sind nun alle zu  – die Zwingen kommen ab. Das hält auch.

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Hm. So ganz 100 % dicht sind die Verbindungen bei den Schwalbenschwänzen leider – trotz Leigh Schablone – nicht.

Also kommt „Tom’s Geheim- & Wunderwaffe“ zum Einsatz (nicht weitersagen!).

Weißleim wird mit Sägemehl vermengt.

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Das Zeug schmiere ich dann in die kleinen Lücken. Heute probiere ich das erste mal so ein high tech Teil aus Silikon aus (das ist mir auf einem Christkindl Markt zugelaufen). Vielleicht erspare ich mir dann dieses durchaus lästige Auswaschen der Pinsel.

Bis jetzt funktioniert das ganz gut. Der Leim läßt sich gut abwaschen und das Ding ist flexibel genug um auch mal in eine Ecke zu gehen, aber fest genug, damit ausreichend Druck aufgebaut werden kann. Das warte ich jetzt mal ab.

So ganz zufrieden bin ich aber trotzdem nicht. So eine „Genauigkeit“ sollte ich doch auch mit handgefertigten Zinken hinbekommen? Dem Thema werde ich mich noch näher widmen.

Es geht weiter mit „7. Herstellen und Einpassen der Tür

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