12. Schubkästen sind fertig

Die Schubkästen möchte ich fertig machen. Heute steht das Verputzen an. Für die Griffe muß ich mich auch noch etwas einfallen lassen.

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Ist ja – doch – ganz gut geworden; meine Zinkerei per Hand. Darauf kann ich aufsetzen.

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Nun geht’s an das Feintuning. Die Schubkästen müssen an ihr zukünftiges zu Hause angepasst werden.

Maß nehmen – „wo hakt’s denn jetzt eigentlich noch?“

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Das Feinarbeit erledige ich wieder mit dem Lie Nielsen Nr. 164. In der Hinterzange geht das sehr gut. Das hat auch noch den Vorteil, dass das Holz sehr gut unterstützt wird und nicht so leicht ausbricht.

Gehobelt wird aber NUR von Aussen nach Innen.

Wer’s anders macht, wird schon sehen, was er davon hat…

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Auch die oberen Kanten wollen noch nivelliert werden. Beim „um den Schubkasten rumziehen“ – hobeln entstehen dann wieder diese „lustigen“ Hobelspan – Schrauben.

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So – die ist „drin“. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

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Und zwar gleich so gut, dass ich sie gleich nicht mehr raus bekomme.

… Bieeeeeeeep …

Mit dem dünnen Schraubendreher geht’s auch nicht. Den Ärger lasse ich jetzt einfach mal liegen und mache mit was anderem weiter. Vielleicht geht die Schublade nachher ja auf?

🙂

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Das Einpassen geht leichter, wenn die Kanten, vorher ein wenig gebrochen werden. Dann bricht das Holz nicht so leicht aus. Das mache ich mit meinem „immer dabei Hobel“ – dem Lie Nielsen Nr. 102.

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Die zwei anderen Schubkästen sind nun auch drin. Das war nicht so ein Theater – und man lernt ja dazu.

Die habe ich nicht vollständig nach hinten geschoben 🙂

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Ich habe keine Lust, den ganzen Schrank wieder auszuräumen, um von hinten ein Loch in die Rückwand zu bohren, durch die ich die Schublade dann raus schieben kann. Eine andere Lösung muss her. Die Zeit hat tatsächlich geholfen, um auf andere Gedanken zu kommen. So komme ich oft auf ganz brauchbare Ideen, die mir vorher nicht in den Sinn gekommen wären.

Ein wenig Abstand hilft meist.

Mit einem „Dietrich – ähnlichem – Teil“ könnte es doch vielleicht gehen. Also habe ich mir einen dünnen Nagel zurecht gebogen.

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Mit vereinten Kräften und ein wenig gut Zureden von zwei Seiten ging das – Bieeeeeep – Teil wieder raus.

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So sieht’s jetzt aus.

Noch mal erliege ich aber nicht der Versuchung und will ausprobieren, wie die Schubkästen im fertigen Zustand & eingebaut aussehen – ich nicht (mehr).

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Die Kanten sind noch zu brechen. Innen geht das am besten mit einem scharfen Stemmeisen. Flächig aufgelegt und nicht allzu viel Abtrag ergibt die besten Ergebnisse.

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Griffe brauchen die Schubkästen aber natürlich auch noch. Das Teil aus der Restekiste muß nun dafür her halten.

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Vom Farbton passt es ganz gut.

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Und wie sollen die Griffe eigentlich aussehen?

Keine Ahnung.

Ich habe noch einen Halbkreisfräser – der ist genau dafür da, um Griffmulden zu fräsen. Dann soll er das mal tun.

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Eingestellt wird gleich direkt am Werkstück.

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Damit mir nichts um die Ohren fliegt, montiere ich lieber die Schutzeinrichtungen.

Sicher ist sicher.

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Der Rohbau steht schon mal.

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Das aller Gröbste kann nun am Anschlagbrett und dem Lie Nielsen Einhand Simshobel Nr. 60 1/2 weg genommen werden.

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Nun brauche ich aber noch eine einigermaßen sinnvolle Form. Die Ziehklinge muß als Vorlage herhalten.

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Wenn die Ziehklinge schon da ist – kann ich mit ihr auch gleich noch die Hohlkehle ein wenig verputzen.

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Mann darf es sich auch leichter machen.

Das Holz, was nun weg soll, nehme ich mit der Säge weg. Dann ist das nicht gar so viel zum hobeln.

Man sollte – tunlichst – darauf achten, dass das Sägeblatt nicht in den Parallelanschlag schneidet. Hier ging sich’s ganz gut aus, aber nur, weil ich ihn flach hingelegt habe.

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Wird doch langsam. Nun kann es mit dem Feintuning weiter gehen.

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Um das Teil nicht ständig halten zu müssen, habe ich mir meine langen Bankhaken rausgeholt und die Griffe dazwischen eingespannt.

Das geht besser, als ich erwartet hätte.

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Mit dem Lie Nielsen Einhand Hobel Nr. 60 1/2 kann nun die endgültige Form der Griffe ausgearbeitet werden.

Zunächst recht grobe Späne, dann immer feiner werdend. So wird das Ganze dann sehr schön rund und eben.

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So lasse ich das jetzt.

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Wenn ich schon so eine lange Griffstange habe, kann ich sie auch nutzen.

Also. Die Griffe werden über die ganze Schubladenbreite gehen – so soll es sein.

Damit es hinterher aber auch gerade ist, wird das alles aber lieber noch einmal mit der Wasserwaage geprüft.

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Der Zuschnitt erfolgt dann auch meiner Sägelade. Das Unterleghölzchen (an der linken Seite) hilft hier, dass der Schnitt gerade wird.

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An der Stoßlade mache ich dann noch den letzten Feinschliff – zusammen mit dem Lie Nielsen Nr. 51.

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Das Ganze ist einigermaßen blöde zu leimen.

Ich habe mich dazu entschieden, den „fix & fest“ Leim zu verwenden. Der hält auch ohne Zwingen. Das hilft mir, die Griffe aneinander auszurichten und ich muß nicht mit Zwingen hantieren, die im geschlossenen Zustand der Schubkästen ohnehin nicht anzubringen wären.

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Ein langes Lineal hilft, die Griffe auszurichten.

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Ja – so gefällt mir das.

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Schön geworden.

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So langsam wird das Hobelregal.

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3 Kommentare zu „12. Schubkästen sind fertig“

  1. Hallo Tom,

    Wahnsinn. Hey diesen Schrank würde ich mir ins Wohnzimmer stellen oder Diamanten drin aufbewahren. Gott sei Dank kann ich so etwas nicht. Meine Frau hätte die tollsten Ideen und ich könnte meinen Job aufgeben, weil ich nur noch Möbel für „Sie“ bauen müsste…………

    Tolle Arbeit und ich war wie immer gerne hier,

    Gruß Andi

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