2. Aushobeln

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen. Das Holz ist herzurichten. Mir steht leider nur 1 Bohle amerikanischer Nussbaum zur Verfügung – das muss reichen. Mal sehen, was sich daraus machen lässt.

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Aus dieser Bohle soll der Schrank entstehen.

Ich hatte sie damals beim Kauf bereits in der Mitte trennen müssen, da ich sie sonst nicht hätte transportieren können.

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Eine fiese Sache.

Da sollte man höllisch aufpassen. So ein Metall Teil im Hobel oder der Säge und ein recht erkläglicher Schaden ist sicher.

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Im ersten Schritt werden die Bretter gesäumt. Das geht mit dem langen Schiebetisch & Besäumschuh sehr gut und rasch von der Hand.

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Das vorhandene Holz ist leider sehr knapp. Also muss ich die Bretter in der Mitte teilen.

Da hilft mir wieder der „Maßstab für Dummies“ mit der „0“ in der Mitte sehr gut weiter – das geht fix 🙂

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Und schon ist das Brett halbiert – geführt am Parallelanschlag.

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Nun ist mal wieder Prozesslogik gefragt.

Ich werde die Bretter später noch einmal auftrennen müssen. Zum einen wären sie sonst mit rd. 30 mm zu dick & wuchtig (… ich hab’s ja durchaus eingesehen Bernhard… 🙂 ); zum anderen reicht das Holz sonst nicht.

Der nicht so gute Weg:

Eine Seite hobeln und dann an dieser glatten Kante dann am Parallelanschlag die Bretter hochkant auftrennen. Das hat nur zwei Nachteile. Zum einen sind die dann entstandenen dünnen Bretter nicht mehr so gut hochkant in der Dickte zu führen – sie kippen gerne zur Seite. Zum anderen muss ich dann – wieder – eine Seite des Brettes am Hobel herrichten.

Der Weg für die Faulen – meiner:

Ich richte das noch „dicke“ Brett an allen vier Seiten vollständig ab. Danach trenne ich es auf, um dann nach nur einem Durchgang durch die Dickte fertige Bretter zu haben. Das geht schneller, ist nicht so anstrengend und ergibt wahrscheinlich auch ein besseres Hobelbild.

Also. Los geht’s mit dem Weg für die Faulen und dem hobeln der ersten Seite.

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Dann kann die erste Bezugskante hergestellt werden. Vorher prüfe ich aber noch einmal, ob der Anschlag auch tatsächlich im 90 Grad Winkel steht – tut er.

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Nun kann die  erste Bezugskante hergestellt werden.

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Gut geworden.

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So vorbereitet, können die anderen (gegenüberliegenden) Kanten in der Dickte hergestellt werden. Immer zwei Bretter gleichzeitig, um die Lager der Hobelwelle zu schonen.

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Dann können die breiten Seiten in der Dickte bearbeitet werden.

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Nun sind alle Seiten glatt und zueinander parallel.

Da war ich mal wieder sehr für meine Felder dankbar – per Hand wäre das eine Arbeit von – mindestens – einem Tag gewesen (zumindest bei mir; es mag Leute geben, die das schneller hinbekommen).

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Nun können die fertig abgerichteten Bretter hochkant aufgetrennt werden.

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Da die Bretter breiter sind, als mein Sägeblatt groß (d.h. 104 mm) muss ich zwei Schnitte machen. Entscheidend ist hier, dass man die gleiche Bezugskante erwischt (der Fehler schleicht sich sehr leicht ein…)

Hier treffen sich die beiden Schnitte sehr schön…. – klar, wie sollte es auch anders sein. Fehler machen ja immer nur die anderen 🙂

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Das Ganze ist nur leider eine ziemliche Drecksarbeit – es staubt fürchterlich. Auf seine Hände sollte man tunlichst aufpassen; daher kommt mein selbst gebauter Schiebeklotz zum Einsatz.

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So. Das wäre schon mal geschafft.

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Nun zahlt sich der oben beschriebene Weg aus. Die Bretter müssen nur noch einmal durch die Dickte.

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(Fast) fertig.

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Nachdem die grobe Vorarbeit erledigt ist und ich das Längsschnitt Sägeblatt vorerst nicht mehr brauche, gönne ich mir heute das neue Universalsägeblatt. Ja, Ihr habt völlig Recht gehabt. Die alten Blätter waren unsagbar verdreckt und auch stumpf. Für dieses Multiplex – Zeug hat’s aber alle mal noch gereicht.

Hier will ich jetzt aber wieder „gescheit“ sägen können.

By the way:

=> wo gebt Ihr Euere Sägeblätter zum schärfen hin und was fallen dafür an Kosten an?

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Nun waren alle Bretter nur noch auf eine einheitliche Breite zu bringen.

Fertig ist das Aushobeln. So sind aus nur zwei sehr dicken Brettern flux 8 geworden. Das sollte reichen.

 

 

Zurück zur Projektübersicht „Werkzeugschrank“.

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4 Kommentare zu “2. Aushobeln”

    1. Hallo Martin,

      Das ist noch ein Restbestand vom Grombach (gibts nicht mehr). Holzkauf in München ist ein leidiges Thema. Deshalb habe ich auch eine eigene Seite dafür eingerichtet (Tips / Holzhändler).

      Herzliche Grüße

      Tom

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  1. Hallo Tom,
    alle Fachhändler die die größeren Sägen verkaufen, bieten auch einen Schärfservice für Sägeblätter an (das machen sie nichts selbst, sondern geben die Sägeblätter zu einem Spezialisten). Meist bieten auch die Stihl-Servicehändler diesen Schärfservice an – bei mir im Nachbarort ist das auf jeden Fall so. Für das Schärfen musst du ab ca. 15€ aufwärts rechnen – ein Blatt mit viel Zähnen kostet natürlich mehr als ein Blatt mit weniger Zähnen. Für mein Universalblatt von Felder hab ich letztens glaub ich € 18,– bezahlt. Auf jeden Fall wesentlich günstiger als ein Neues.
    Staubige Werkstattgrüße
    Volker

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