8. Halterungen für die Hobel

Nun geht es daran, die Halterungen für die Hobel herzustellen. Das wird sehr viel Feintuning, gepaart mit viel Handarbeit. Ziel ist es, dass

– keine Schrauben zu sehen sind,

– die Hobel leicht zu entnehmen und zurückzustellen sind und

– dennoch nicht einfach „mal eben“ rausfallen können.

Gar nicht so einfach. Aber seht selbst, wie meine Lösung aussieht:

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Die letzten Reste vom Nussbaumholz, die ich noch habe. Das muss reichen!

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So sollen die Hobel dann künftig hin (dachte ich da zumindest noch…).

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Die Halterungen oben am Hobel (= vorne) brauchen einen Falz. Den übertrage ich vom Hobel auf das Holz.

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„Was ist das da Papa?“

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Ausgehend von dem eben angezeichneten Maß kann ich nun die Fräshöhe einstellen.

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Das eigentliche Fräsen ist dann mit einem Durchgang sehr schnell erledigt.

Mein selbst gebastelter „Schiebestock“ wird mir immer sympathischer. Das Ding kostet nichts, hilft aber, die Hände immer schön weit weg vom Werkzeug zu haben. Auch nicht schlecht, sollte – doch einmal – etwas nicht so laufen, wie man sich das so vorgestellt hat.

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Das Profil für die Halteleisten oben / vorne. Simpel, aber effektiv – so was mag ich ja 🙂

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Noch bevor ich die Leisten nun an die Breite der Hobel anpasse und abschneide, verputze ich die Leiste noch (Lie Nielsen Nr. 62). Am Stück geht das leichter und effektiver als dann später an den vielen kurzen & kleinen Teilen.

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Nach dem die Stückchen abgelängt wurden, stelle ich mit der Stoßlade und dem Bestoßhobel (Lie Nielsen Nr. 51) noch an beiden Seiten winklige Kanten her.

Wenn schon, denn schon 🙂

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Die Kanten breche ich wieder mit dem „Kleinen“ (Lie Nielsen Nr. 102).

Das Ding mag ich gerne und nutze ihn sehr häufig – sogar häufiger, als den Einhand Hobel. Wohl auch, weil er aus Bronze ist und ich ihn nach Gebrauch nicht immer noch einölen muss.

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Bei einigen Hobeln (z. B. Lie Nielsen Nr. 62) ist oben noch eine Aussparung anzubringen. Sonst passt das Vorderstück nicht in den Falz.

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Das Maß übertrage ich von einem in der Werkstatt „rumliegenden“ Filzgleiter. Das muß ja nicht zu 100 % genau sein – es muss nur passen.

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Das säge ich dann mit meiner Festo Stichsäge (Trio 400) aus.

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Also ich kann diese negativen Bemerkungen im Internet über diese Stichsäge nicht bestätigen. Bei mir sind die Schnitte mit ihr winklig. Das mag allerdings auch daran liegen, dass – für mich – eine Stichsäge beileibe kein Präzisionswerkzeug ist.

Mit einer Stichsäge nehme ich – grob – das Holz weg, das weg soll. Die Passung arbeite ich erst im Folgeschritt aus.

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Für mich reicht dieses – erste – Ergebnis mit einer Stichsäge aus. Darauf kann ich nun aufbauen.

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Die Feinarbeit mache ich dann mit einer feinen Feile und dem Stemmeisen. Fertig.

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Damit der Hobel später besser in seine Passung rutscht, habe ich mit dem Falzhobel noch eine Schräge abgehobelt.

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Es sind doch einige Teile zu fertigen. Da bin ich ganz dankbar, dass ich mich auch mal setzen kann.

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Es kommt doch einiges an Werkzeug zum Einsatz – hätte ich gar nicht gedacht.

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So. Nun haben die Hobel ihre oberen Passungen.

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Das gleiche Spielchen für den unteren Part. Das war zum Teil ein wenig aufwendiger, weil die Griffe manchmal nach hinten vorstehen. Aber mit seinen Aufgaben wächst man ja 🙂

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Als dann alle Halterungen fertig waren, mußte ich mir Gedanken machen, wie ich nun die Maße so übertrage, dass ich die Schrauben von hinten anbringen kann.

Ich habe mich dann dazu entschlossen, die Positionen der einzelnen Halterungen anzuzeichnen, dann von vorne die Löcher für die Schrauben durchzubohren und dann erst im letzten Schritt von hinten die Halterungen anzuschrauben.

Das war mit irgendwie sympathischer, als die Positionen erst umständlichst auszurechnen, zu übertragen – und am Ende doch nicht mit der Schraube zu treffen…. 🙂

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Von dem angezeichneten Umriss ausgehend kann nach hinten durchgebohrt werden.

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Nun können von hinten die Schrauben für die Halterungen angebracht werden.

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Die Halterungen sind montiert.

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Auf diesen Moment habe ich mich schon gefreut. Der Schrank wird das erste mal richtig gefüllt.

So gefällt mir das sehr gut.

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4 Kommentare zu “8. Halterungen für die Hobel”

  1. Hallo Thomas,

    eine schöne Wand, mit viel Platz für Ergänzungen. Der hell dunkel Kontrast sieht toll aus und passt sehr gut zum Hobel. Viel Spass mit der Ausstattung und immer schnellen Zugriff,

    herzlichen Gruß

    Uwe

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  2. Hallo Thomas,

    mal wieder (!) ein sehr schöner Beitrag. Ich habe eine kleine Schulhobelbank in der ich in der Lade meine Hobel aufbewahre. Eine solche Hobelwand ist eine sehr feine, da auch dekorative Sache – frei nach dem Motto „Das Auge isst mit“.

    Schönen Gruß aus dem Allgäu.

    Martin :o)

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