Esszimmertisch

Wir brauchen einen neuen Esszimmer Tisch. In den letzten Monaten haben wir uns die Köpfe zermartert, wie er denn eigentlich aussehen soll. Was soll ich sagen? Wir wissen es – immer noch – nicht genau.

Die Eckdaten:

– Ahorn

– an den beiden Kopfenden verlängerbar

– Caro wünscht sich „Metall“ im Sichtbereich

Sollte nicht so schwer sein. Sollte man meinen. Nun gut. Das wird sich im Laufe des Projektes dann noch entwickeln. Man darf gespannt sein. Wir sind es.

1. Holzeinkauf & Besäumen

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 2. Aushobeln – maschinell

Heute hatte ich gut Zeit und konnte mich der Mammut Aufgabe stellen: Das Holz für die Tischplatte samt zwei Verlängerungen und die sieben Gratleisten war zu hobeln. Mein Ziel war es, so ca. bei 5 cm zu landen. Eine echte Plagerei mit vier Säcken Hobelspänen von der Absaugung…

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3. Fügen, Verleimen Hobeln – per Hand

Die letzten Tage waren sehr arbeitsreich. In erster Linie sehr körperlich anstrengend. Die 2,3 m lagen und rd. 5 cm dicken Ahorn Bohlen waren zu fügen und zu Verleimen. Anschliessend mussten die Brettflächen zu einer schönen, geraden und glatten Ebene gehobelt werden. Das ging dann nur noch per Hand.

Zitat Lina: „Papa, Du hast ja wieder so Fahrrad Hände“.

Für die Nichteingeweihten. Das sind Hände, auf denen die Schweißperlen stehen.

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4. Tischplatte abplatten + Gratleisten

In den letzten Tage habe ich  begonnen,

– die Kanten der Tischplatte abzuplatten. Im ersten Schritt habe ich das Gröbste gesägt. Hierfür musste ich mir eine recht massive Vorrichtung bauen, damit ich das überhaupt sägen kann.

– die Gratnuten in die Tischplatte gefräst und

– habe die Gratleisten gefräst – hier musste ich mir eine sehr spezielle Lösung einfallen lassen.

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5. Tischplatte – Abplattungen hobeln (1. Teil)

In den letzten Tagen habe ich mit dem Hobeln der Abplattungen begonnen. Das ist ziemlich anstrengend; ich bin noch nicht fertig geworden.

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6. Tischplatte – Abplattungen hobeln (2. Teil)

Heute geht es weiter mit den Abplattungen. Ich habe ein paar Stunden Zeit, da sollte ich das auch schaffen. Es sind noch beide Tischplatten Hälften zu hobeln.

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7. Gratleisten – Klemmleisten herstellen

Ich hatte einen Vormittag Zeit und konnte mich den Leisten widmen, mit Hilfe derer ich die künftigen Gratleisten in die Gratnut klemmen möchte. An sich kein großes Ding sollte man meinen – ich war aber trotzdem mehrere Stunden beschäftigt.

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8. Gratleisten – Montage

Heute ist „der Tag“ – meine Gratleisten Spezial, spezial Konstruktion wird montiert. Spannend ist, ob sie – tatsächlich – halten, nicht wackeln und auch wirklich ohne Luft passen.

Davor muss ich noch die Tischplattenhälften zusammen leimen. Das ging leider nicht in meiner Kellerwerkstatt – die Tischplatte hätte ich nicht mehr in einem Stück die Treppe hoch bekommen.

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9. Gratleisten – Verputzen

In den letzten Tagen konnte ich mir immer mal wieder ein halbes Stündchen für den Bau des Tisches Zeit nehmen. Die Gratleisten müssen noch schön gemacht werden. Das war dann doch mehr Arbeit, als ich ursprünglich „geplant“ hatte. Es gab ein Problem mit dem Hobeln der Tischplatte, das ich noch lösen musste.

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10. Zarge – 1. Teil“

Ich habe wieder ein paar Stunden Zeit – da werde ich mich den Zargen widmen. Mit Hilfe der Zarge wird der Tisch am Wackeln gehindert. Das hat also durchaus auf die künftige Verwendung Einfluss. Ich möchte die Zargen daher eher „massiv“ machen.

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11. Zarge – 2. Teil

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12. Halteklötzchen

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13. Auszugmechanismus

Es geht weiter mit dem Auszugmechanismus – was hat der mich Nerven gekostet! Mein Ziel war es, eine Möglichkeit zu finden, dass da nichts wackelt oder gar nachgibt. Es sind alles recht lange Hebel, so dass das recht stabil sein muss. Eine reine Führung aus Holz ging leider nicht, dafür fehlt mir der Platz, um eine entsprechend massive Führung einbauen zu können. Es musste etwas anderes her.

So musste ich mir etwas einfallen lassen, das hat dann nicht auf Anhieb funktioniert, der Plan war wieder umzustellen und dann ist alles doch recht aufwändig (und leider auch teurer) geworden.

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14. Montage – 1. Teil

Heute konnte ich – endlich – den Tisch das erste mal richtig zusammenbauen. Passt & funktioniert alles? Dann gab es ein Problem mit den Tischfüßen, das unbedingt noch zu lösen war.

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15. Auszugmechanismus – Teil 2

Der Auszugmechanismus ist noch nicht ganz fertig – es fehlt nur noch eine „Kleinigkeit“.

Es war wie immer: das sind die schlimmsten Dinge…

Das hat sich jetzt über fast 4 Wochen gezogen; alles recht mühsam. Ich habe dann mehrere Versionen ausprobiert und wieder verworfen.

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16. Ansteckplatten Erhöhung

Die nächste Herausforderung ist, eine Lösung zu finden, dass die Ansteckplatten im montierten Zustand am ausgezogenen Tisch am richtigen Ort & Stelle sind. Dazu müssen ein paar Zentimeter Höhenunterschied ausgeglichen werden.

Ziel ist es, eine möglichst „simple“ Lösung zu finden, die stabil und schnell & einfach zu montieren ist. Guter Rat ist teuer. Ich habe „so was“ noch nicht gesehen.

Es sind folgende Themen zu lösen, um den Regierungsauftrag zu erfüllen:

– Höhenunterschied ausgleichen (Oberkante Tischplatte / Auszugschienen)

– Fixierung der Platten an den Auszugschienen in allen Ebenen

– Aufbewahrung vom Auszugsmechanismus komplett unter dem Tisch

– möglichst keine Schrauben

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17. Schlussarbeiten

Heute wird der Tisch nach fast einem halben Jahr Bauzeit fertig 🙂

Es waren noch folgende Arbeiten zu erledigen:

  • Tischplatte schleifen
  • Kanten brechen
  • Oberflächenbehandlung

Alles Arbeiten, die nicht unbedingt zu meinen Lieblingsarbeiten zählen, aber ein Projekt durchaus noch zu Fall bringen können, wenn etwas dabei schief geht.

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5 Kommentare zu “Esszimmertisch”

  1. Sehr spannendes Projekt. Ich plane ebenfalls einen Esstisch mit Holzplatte von 5cm Dicke. Meine Idee ist, T-Profile umgekehrt (also so I ) in die Tischplatte von unten zu verschrauben (Holzschrauben) oder zu verkleben. Dadurch sollte ich die nötige Stetigkeit erreichen und gleichzeitig die Beine anschrauben können. Die T-Profile sind in der Seitenansicht nicht sichtbar und der Aufwand hält sich in Grenzen. Sehe ich das richtig, oder ist da ein Denkfehler?

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    1. Hallo Daniel,
      die gezeigte Konstruktion funktioniert bei unserem Tisch nun schon mehr als ein Jahr sehr gut. Deine Idee, das zu verkleben hat den Nachteil, dass (Massiv) Holz am Arbeiten gehindert wird. Daher würde ich eher schrauben (Langlöcher mit Unterlegscheiben). Beine würde ich dann aber nicht mehr an die Profile schrauben. Dadurch wird doch immer Last/Bewegung in das Ganze getragen. Die horizontalen Kräfte werden entweder über eine Zargenkonstruktion aufgefangen oder z. B. durch eine fest mit der Tischplatte verbundene Metallplatte, in die dann die Beine geschraubt werden können. Das ist allerdings ziemlicher Aufwand.
      Herzliche Grüße

      Tom

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      1. Hallo Tom,
        Danke für deine Tipps.

        Ich würde anstatt gratleisten stahl-L-Profile mit Lamglöchern in der Tischplatte verschrauben. Dann sieht man die nicht von der Seite.

        Und die Tischbeine sind aus Beton, mit einer positionierten, einbetonierten gewindestange. Für die Monatge der Tischbeine würde ich kleine Alu-Klötze mit Innengewinde in Aussparungen der Tischplatte kleben. Dann kann ich die Beine anschrauben, sodass Flächenkontakt zwischen Alu-Insert und Betonfuss herrscht.

        Leider kann man hier kein Foto/Skizze anhängen.
        Danke dennoch für weitere Tipps!

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