10. Zarge – 1. Teil

Ich habe wieder ein paar Stunden Zeit – da werde ich mich den Zargen widmen. Mit Hilfe der Zarge wird der Tisch am Wackeln gehindert. Das hat also durchaus auf die künftige Verwendung Einfluss. Ich möchte die Zargen daher eher „massiv“ machen.

Leider ist die Schiene für den Auszugsmechanismus noch nicht geliefert worden (der Post Streik lässt grüßen…).

Bis die endlich da sind, kann ich aber schon einiges vorbereiten, so dass ich die Teile dann nur noch auf Endmaß bringen muss.

Es geht los:

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Vom Zuschnitt der Tischplatte habe ich mir noch einige Reststückchen aufgehoben.

Das mag ich ja, wenn man das schöne Holz noch für was Sinnvolles verwenden kann und nicht z. B. nur in den Ofen steckt. Für mich auch kleiner Beitrag zum Umweltschutz – und meine Möglichkeit, mit den begrenzten Rohstoffen verantwortungsvoll umzugehen.

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Die erste Fläche wird gehobelt. Druck nur auf dem hinteren Tisch ausüben – sonst wird’s schief. Die Hände sind hinter der Hobelwelle auch mehr in Sicherheit.

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Die ersten Seiten sind gehobelt.

Wenn ich schon mal alles umgebaut habe, kann ich gleich das Holz für die Zarge und das für den Auszugsmechanismus aushobeln.

Das Ganze soll ja auch effizient ablaufen….

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Bevor ich aber die erste Seite zur eben gehobelten Seite im rechten Winkel hobele, prüfe ich lieber noch meinen Anschlag.

Der ist zwar „nicht schlecht“, man muss ihn aber schon im Auge behalten. Stabilere Ausführung wäre mir ja lieber.

Aber; alles geht eben nicht.

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Bei diesem Arbeitsschritt muss gleichmäßiger Druck nach unten und auf den Anschlag ausgeübt werden.

Hier entscheidet sich die Winkligkeit vom künftigen Werkstück. Also: Konzentration!

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Hat geklappt 🙂

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Das ist nun nur noch Fleißarbeit.

Die zwei noch verbliebenen Flächen werden zu den beiden anderen parallel gehobelt; der Dickte sei Dank!

Um die Lager der Hobelwelle zu schonen, lasse ich gleich alle drei Teile gleichzeitig durch. Schneller geht’s auch noch. Auch gut.

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Damit ich nicht durcheinander komme („welche Seite hatte ich gerade?“), markiere ich mir die Hölzer.

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Fertig ausgehobelt.

Nun kann es losgehen.

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Das Maß für die (lange) Zarge nehme ich direkt vom künftigen Tischbein ab.

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Das passt ganz gut („Sachen gibt’s ja…. „). Die Bohle kann ich teilen und aus dem dann dünneren Stück die Zargenteile von den kurzen Seiten machen.

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Das Auftrennen habe ich lieber mit der Maschine gemacht. Ich habe mal (kurz) überlegt, dass mit meiner Rahmensäge zu machen. Das war mir dann aber bei rd. 5 m Bohle zu mühsam….

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So hat das aber gut geklappt.

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Da ich vorhin schon alle vier Seiten parallel gehobelt hatte, brauche ich die Bretter nun nur noch einmal durch die Dickte lassen.

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Die kurzen Zargen dürfen nicht so hoch werden – der Auszugmechanismus muss noch darunter durch passen. Das alles damit Zusammenhängende kommt dann in einem der nächsten  Beiträge. Mal wieder spezial, spezial & „Zauberei“ … 🙂

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Ist das eigentlich schon Kinderarbeit, wenn Niklas den Dickten Tisch hochkurbeln darf?

🙂

Ihn freut’s zumindest – mich auch.

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„Ich will bitte was bauen, Papa“.

Holzreste haben wir mittlerweile wieder genug. Aus denen schneide ich ihm ein paar Stückchen.

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Mit denen kann er dann machen was er will. Ich bin mal gespannt, was der Racker sich einfallen lässt.

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In der Zwischenzeit kann ich schon mal die Nuten in den Zargen für die Halteklötzchen fräsen.

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Das ging recht schnell. Gut geworden.

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„Das wird ein Haus Papa. Aber jetzt muss der Leim erst einmal trocknen“.

… und weg war der Lauser…

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Auch die langen Teile von den Zargen bekommen eine Nut, in der dann später die Halteklötzchen Halt finden.

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Gut geworden.

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Die kurzen Teile habe ich schon mal grob abgelängt. Nun kann ich das genaue Maß direkt am Objekt abnehmen.

Das war auch ganz gut – beide Tischbeine unterscheiden sich dann doch um ein paar Millimeter. Hätte ich jetzt nur stur nach Plan zugeschnitten, müsste ich wieder von vorne anfangen.

Also: Messen am Objekt hat sich bewährt – und wird beibehalten.

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So passt die Leiste gut rein.

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Damit beim Anschrauben nichts schief geht, bohre ich an der Tischbohrmaschine noch vor. War ja klar, dass ich mit den Schrauben direkt in die Nut komme.

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Und schon kann die (kurze) Zargenleiste montiert werden.

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So sieht’s dann aus.

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Für heute ist Schluss; Caro will Grillen.

„Warum hat mir eigentlich keiner gesagt, dass da Draussen so schönes Wetter ist?“

🙂

Es geht weiter mit „11. Zarge – 2. Teil

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Ein Kommentar zu “10. Zarge – 1. Teil”

  1. Da stellt sich die Frage, wem der DHL-Streik wirklich schadet. Dem Unternehmen? Ich warte auch auf wichtige Teile und komme nicht weiter.
    Bei Deinen Maschinen werde ich immer wieder neidisch. Die Möglichkeiten damit sind schon enorm. Mal davon abgesehen, dass mir auch die Fähigkeiten fehlen. 🙂

    Gruß Ricc

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