13. Auszugmechanismus – Teil 1

Es geht weiter mit dem Auszugmechanismus – was hat der mich Nerven gekostet! Mein Ziel war es, eine Möglichkeit zu finden, dass da nichts wackelt oder gar nachgibt. Es sind alles recht lange Hebel, so dass das recht stabil sein muss. Eine reine Führung aus Holz ging leider nicht, dafür fehlt mir der Platz, um eine entsprechend massive Führung einbauen zu können. Es musste etwas anderes her.

So musste ich mir etwas einfallen lassen, das hat dann nicht auf Anhieb funktioniert, der Plan war wieder umzustellen und dann ist alles doch recht aufwändig (und leider auch teurer) geworden.

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Ich habe mich bei den Führungsschienen für das System von Igus entschieden.  Die Dinger halten sehr viel aus und haben mit den Gleitlagern kein Spiel.

Der erste Teil vom Streich wäre also schon mal erledigt.  DSC_9467

Führungsschienen und Gleitlager sind sehr massiv, sauber verarbeitet, haben kein Spiel und lassen sich auch unter Last leicht bewegen.

Das ist es!

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So sollen sie dann später unter den Tisch angebracht werden.

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Und hier noch für den ein oder anderen die genauen Bestelldaten. DSC_9518

Hm – wie mache ich das jetzt am besten?

Da musste ich tatsächlich erst einmal 2 Nächte drüber schlafen. Es geht recht eng. Sowohl in der Breitenachse vom Tisch als auch in der Tiefe. Ich darf nicht unter der Zarge „rauskommen“. Das würde man sonst sehen und die Füße unter dem Tisch berühren die Auszugplatten.

Das möchte ich gerne vermeiden.

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Die Schienen befestige ich an einer Leiste in der Längsachse vom Tisch. Die muss nur recht massiv sein, sonst halten die Schienen nicht das, was sie versprechen.

Damit ich sie längs unter dem Tisch anbringen kann, muss ich erst noch Aussparungen machen, in die dann die Gratfedern passen.

Dieses Maß habe ich mir von der Tischplatte mit dem kleinen Kombinationswinkel abgenommen – und kann es hier 1 : 1 übertragen. Ein Messfehler ist so ausgeschlossen.

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Die Flanken schneide ich dann an der Tischkreissäge passend ein.

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Das ist schnell erledigt.

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Die benötigte Tiefe wird dann mit dem Streichmaß angerissen.

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Das Groß vom Material habe ich mit 2 Schnitten mit der Stichsäge rausgenommen.

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Auch hier ist die Fixierung auf der Hobelbank gut möglich

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Für die letzten „Feinarbeiten“ nehme ich mein breitestes Stemmeisen.

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Niklas besucht mich – und sucht sich eine Arbeit und findet einen Abschnitt vom Zuschnitt aus der Abfallkiste.

Heute wird es ein „Dingens“.

Aha.

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„Papa, das muss natürlich schön glatt werden. Ich will ja keine Spreissel in der Hand haben.“

Weichei 🙂

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„Fertig“

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„Papa, ich will aber noch was bauen.“

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„Das kann ich dann den Hunden auf der Hundewiese werfen – dann haben die was zum spielen.“

An sich ja eine schöne Idee. Das Thema „Haustiere“ wanzt sich so langsam recht zielstrebig an….

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Ok – seinem Papa hilft er dann auch noch. Wenn das „lebende Objekt“ nicht reingeht, muss doch einmal das Maßband rausgeholt werden. Ist ja nicht grundsätzlich verboten.

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Nachdem die Befestigungsleisten abgelängt sind können die Schienen befestigt werden.

Damit alles gerade wird (sonst kommt da ein Winkel rein und mit leichtem Lauf ist es gewesen), lege ich zwei gleich große Klötzchen aus der Abfallkiste unter. Und fluxs ist es gerade.

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So vorbereitet, lassen sich die Löcher leicht anzeichnen. Hier brauchts dann auch kein Maßband mehr.

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Heute ist Niklas gut drauf – und sucht sich seine Arbeit. 🙂

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Ok – dann darf er heute auch selbst die Löcher für die Befestigungsleisten vorbohren. Da freut er sich.

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So vorbereitet, können die Schienen befestigt werden.

Der Schrauber hat so viel Kraft, dass es am besten ging, wenn ich ihn an der Hüfte angelegt habe und so die aufkommende Kraft mit dem ganzen Körpergewicht halten konnte. Das war mir irgendwie sympathischer, als die Punktlasten mit der Hand zu halten. Würde mich nicht wundern, wenn sich da schon mal jemand bei so einer Arbeit das Handgelenk verletzt hätte.

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Gut. Das wäre also schon mal geschafft.

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Letzte Anprobe – die Befestigungsleisten passen rein.

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Nun brauche ich aber noch etwas, auf das ich die Ansteckplatte legen kann, um sie dann rauszuziehen.

Eine Art „Auszugswagen“ muss her.

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Ich habe mir hierfür bei meinem Alu Händler diese vier recht massiven Alu Profile besorgt. An sich wollte ich welche, die nicht massiv sind (also z. B. ein Rechteck Profil (innen hohl)). Das gab es aber nicht.

Dann sind es also die geworden. Leider ist das Alu in dieser massiven Ausführung durchaus teuer. Nun gut. Ist jetzt auch schon egal trifft es nicht ganz, aber ich hatte jetzt keine Lust mehr, noch länger zu suchen.

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So sollen die Profile dann auf die Gleitlager. Daran kann ich dann ein Holz befestigen, auf dem dann die Ansteckplatten liegen. Davon verspreche ich mir, dass das helle Holz vom Alu nicht so verschmutzt wird.

Man wird sehen, ob diese Rechnung dann auch tatsächlich aufgehen wird.

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Das soll alles möglichst gerade werden, also kommt auch mein guter Winkel zum Einsatz. Klar.

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Bevor ich jetzt bei dem Teil anfange, zu messen und mich am Ende doch wieder nur vermesse, stecke ich einen Bohrer in das Loch, stelle mit einem Stück Holz sicher, dass alles bündig ist und schon weiß ich, wo die Löcher hin müssen.

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So vorbereitet, können dann die Löcher mit dem Körner dann „angekörnt“ werden.

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Und so sieht es dann aus.

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Wenn man das kann (ich kann’s nicht…) wäre das keine große Aktion.  Trotz neuem Metallbohrer, sehr niedrigen Drehzahlen und ständigen sauber machen des Bohrers habe ich zwei Bohrer dabei stumpf gemacht. Selbst am Nachschärfen habe ich mich versucht.

Nun gut. Nach rd. 1 Stunde waren dann die 16 Löcher drin….

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„Was sind denn das für komische Späne Papa?“

Es geht weiter mit „14. Montage – 1. Teil

Zurück zur Projektübersicht “Esszimmertisch“.

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2 Kommentare zu „13. Auszugmechanismus – Teil 1“

  1. Hi,

    es gibt spezielle Alubohrer. Seit ich meine Alu-CNC-Fräse gebaut habe, bin ich da auch eines Besseren belehrt worden. Und Schneidöl zum Schmieren ist auch gut…
    Dein Tisch wird toll!

    LG Pierre

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