1. Holzeinkauf + Besäumen

Ich habe kein Holz mehr – großes Drama! Der Holzbezug in München ist leider – immer noch – ein echtes Thema. An Private wie mich verkauft hier einfach niemand Schreinerware. Die mir bekannten Holzhändler habe ich in der Linksammlung / Holzhändler zusammengetragen.

In einem Internetforum  hat mir dann sogar ein Schreiner aus Norddeutschland angeboten, beim Holzeinkauf bei einem Holzhänder in München behilflich zu sein. Leider ist das dann doch nichts geworden (nach 4 Tagen Bürokratie in Reinstform ist dann noch rausgekommen, dass sie extrem teuer waren). Nun gut. So bin ich also zu Holz Reiterer gefahren, bei denen ich schon das Birnbaum Brett gekauft habe.

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Sie haben dort sehr viel einheimisches Holz. Heute steht Ahorn, Eiche und Esche auf dem Einkaufszettel.

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Das Holz war schon bereitgestellt. Wir hatten die Tage vorher telefoniert und alles besprochen. Ich mußte mir noch einen größeren Anhänger mieten (unser kleiner wäre bei dem Gewicht in die Knie gegangen).

Die Bohlen waren zwischen 4 und 5 Meter lang. Ein Mitarbeiter hat mir dann noch geholfen, die Bretter auf rd. 2,5 m zu kürzen. Dann passen sie sowohl in den Anhänger als auch in meine Werkstatt. Für das anstehende Projekt ist diese Länge genau richtig.

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Zwischen dem Holzhändler und diesem Bild liegen rd. 4 Stunden. Knapp 2 Stunden gehen für die Autofahrt drauf. Der Rest ist pure Schinderei. Das sau schwere Zeug (bitte um Entschuldigung….)  in den Keller zu wuchten ist nicht ohne. Alles in allem waren das rd. 1,3 Kubikmeter Holz.

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Am nächsten Morgen ging dann die eigentliche Arbeit erst richtig los. Ich mußte die Absaugung und die Bohrmaschine anders hinstellen. Das hört sich gar nicht so schlimm aus. Das kann aber nur sagen, wer nicht weiß, was sich über die Monate so hinter einer Absaugung „verstecken“ kann… 🙂

So vorbereitet, kann ich den Schiebetisch wieder mit seinen ganzen 2,5 m nutzen.

Das Besäumen kann losgehen!

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Die Ahorn Bohlen sind 60 mm stark. Die Felder hatte damit – überhaupt – keine Probleme; und das, obwohl es das nun auch schon 3 Jahre alte Sägeblatt ist, mit dem ich bisher sämtliche Längsschnitte und die bisherigen Besäumarbeiten erledigt habe.

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Leider staubt das trotz der Absaugung immer noch gewaltig. Ich bin da recht anfällig,  gehe lieber auf Nummer sicher und arbeite mit meiner Staubmaske. Schaden kann’s zumindest nicht. Diesem Thema werde ich mich demnächst dann mal näher widmen – eine Idee dazu habe ich schon 🙂

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Hm – da war ich nicht so sonderlich begeistert. In den Eschen Bohlen waren ungebetene Gäste. Ich weiß schon, warum ich die Bohlen sofort Besäume.

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Mit einem Zugemessen habe ich dann die letzten verbliebenen Reste vom Splint entfernt. Die Tierchen waren  glücklicherweise nur dort.

Das war nicht schön. Es hat aber wieder mal gezeigt, dass es gut ist, Bretter gleich zu besäumen. Nicht nur, dass man weniger Lagerplatz braucht (bei uns durchaus ein Thema). Man sieht auch gleich, ob man sich ungebetene Gäste ins Haus holt und kann noch rechtzeitig reagieren.

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Nach 3,5 Stunden harter Arbeit sah die Werkstatt dann „so“ aus. Noch mehr und ich hätte langsam nicht mehr gewußt, wo hin mit den vielen Waldkanten… 🙂

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Und weil ich schon so lange kein schweres Holz mehr gewuchtet hatte, wurde das so vorbereitete Holz sauber unter unserer Kellertreppe aufgebaut. Wichtig war mir, dass zwischen jedem Brett einheitlich starke Hölzchen untergelegt sind und diese jeweils in der Flucht sind. So kann die Last einheitlich übertragen werden und das Holz gleichmäßig nachtrocknen.

So kann sich das Holz nun an uns und sein künftiges zu Hause gewöhnen und weiter akklimatisieren. Das wird aber noch eine Weile dauern.

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Einfach wegschmeissen wollte ich die unzähligen Waldkanten aber auch nicht. Also mußte die Felder mal eine Arbeit erledigen, für die sie an sich gar nicht gemacht ist.

Brennholz sägen.

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Eine weitere Stunde später sah die Werkstatt dann so aus – noch schlimmer geht’s kaum noch…

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Und noch mal 1,5 Stunden später, 6 riesen großen Kisten voller Brennholz nach oben geschleppt und alles wieder leidlich sauber gemacht, war ich dann – endlich – fertig.

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So. Nun spüre ich Knochen, von denen ich schon längst vergessen habe, dass ich sie habe. Und ich denke mir, es wäre doch ganz gut, endlich mal wieder mehr Sport zu treiben.

Also die habe ich mir jetzt aber verdient 🙂

Es geht weiter mit „2. Aushobeln – maschinell

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2 Kommentare zu “1. Holzeinkauf + Besäumen”

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