2. Sitzbank – Aushobeln, Verleimen & Zarge

Das Holz für die Sitzbank konnte sich nun knapp zwei Wochen an das Klima im Haus gewöhnen. Es kann losgehen

  • Zuschnitt
  • Aushobeln
  • Herstellen von Leimholz (inkl. Fügen)
  • Zarge

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Aus diesen vier Brettern möchte die die Bank bauen. Mal sehen, was man daraus Schönes machen kann.

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Der Plan – ausführliche Variante 🙂

Die Länge orientiert sich am Tisch. An jeder Seite ein klein wenig kürzer. Wir hatten noch überlegt, sie so kurz zu machen, dass man sie unter den Tisch schieben kann – und uns dann doch dagegen entschieden. Das machen wir dann doch nicht, hätten aber zwei mögliche Sitzplätze verloren.

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Die 3 m langen Bretter kann ich nicht mehr in voller Länge in der Werkstatt bearbeiten. Also muss ich sie schon jetzt kürzen.

„An sich“, sagt man ja, dass das so lange als möglich, so lang als nötig bleiben soll.

Diesen alten Spruch kann ich in meiner Werkstatt leider aus Platzgründen nicht richtig umsetzen. Also kürze ich die Bretter – allerdings noch mit einem satten Übermaß von 8 cm.

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Länger geht einfach nicht mehr.

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Was man nicht alles macht…

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Der grobe Zuschnitt ist schon mal erledigt.

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Auch hier: es fehlen einfach ein paar cm. So geht’s – ist aber natürlich nicht wirklich optimal. Na ja, ich muss das Brett ja nur am Anfang anheben, nach den ersten 15 cm kann ich dann den Schiebetisch nutzen.

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Diesmal möchte ich nicht einen – bei mir – beliebten Fehler machen. Irgend ein Teil vergessen und dann geht alles noch einmal von vorne los (Sägen, Hobeln….

Also. Die Gratleisten schneide ich mir auch gleich zurecht.

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Der grobe Zuschnitt ist erledigt und liegt für den nächsten Bearbeitungsschritt bereit.

Doch einiges an Holz, was da wieder reingeht.

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Es geht los mit dem Aushobeln. Die erste Fläche wird hergestellt und die Bezugskante angehobelt.

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Dann kann die erste Parallelfläche in der Dickte hergestellt werden.

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Mist!

Beim Rumbugsieren von den unhandlichen Brettern bin ich mit einer Ecke an die Decke gestoßen und habe eine Kante kaputt gemacht.

Glück im Unglück – es reicht auf den cm genau. Jetzt darf aber nichts mehr passieren…

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Auch die zweite Fläche kann parallel gehobelt werden. Damit ist das Aushobeln dann abgeschlossen.

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Die Sitzfläche möchte ich aus zwei Brettern herstellen. Die Kante muss sauber gefügt werden. Das mache ich lieber mit dem Handhobel. Das wird genauer.

Damit es auch wirklich genau wird, schärfe ich das Eisen noch.

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Meine selbst gebaute Scharfhilfe hat sich sehr bewährt.

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Diesmal muss ich mit dem Lie Nielsen Nr. 62 (Bevel Up – Hobel) Fügen. An sich nicht optimal, da ein wenig zu kurz. Mein LN 7 1/2 war aber nicht wirklich einsatzbereit – und ich hatte jetzt einfach keine Lust, ewig lang eine neue Fase anzuschleifen.

Der Nr. 62 leistet gute Arbeit und belohnt mich mit schönen Spänen. Immer ein gutes Zeichen.

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Zwischendrin immer wieder Kontrolle, ob die Kante „dicht“ ist.

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Irgendwann wird der Span dann über die ganze Länge durchgehend und einheitlich.

Fertig.

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Noch ein Check, ob auch alles über die Länge gerade ist.

Passt.

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Damit beim Verleimen kein allzu großer Versatz entsteht, setze ich noch ein paar Lamellos. Die helfen, das unvermeidliche Verrutschen der Bretter zu minimieren.

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Bevor es losgeht, lege ich mir aber noch alles griffbereit zurecht und bereite alles vor.

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Die „dicken Blauen“ sind einfach eine Wucht. Mit denen habe ich gar nicht das Bedürfnis nach einer „richtigen“ Verleimwand, so viel Kraft bringen die Dinger auf.

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Den Leim nehme ich dann recht bald ab. Das spart recht viel Arbeit hinterher.

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So gefällt mir das – alles schön dicht 🙂

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Nun kann ich auch schon die Zarge anpassen.

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Doch zuerst müssen die Zargenteile noch verputzt werden. Das geht an meinem Anschlagbrett an der Hobelbank und meinem Lie Nielsen Nr. 164 sehr gut.

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… klar. Maß wird am lebenden Objekt genommen.

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Zum Kanten brechen nehme ich meinen „immer dabei“ Hobel – den Lie Nielsen Nr. 102.

Jeweils ein Finger unter dem Hobel (… natürlich hinter dem Eisen…) hilft, den Winkel über die Länge einheitlich zu halten.

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Diese Späne mag ich ja ….

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Vorgebohrt wird an der Tischbohrmaschine.

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Die Zargen sind fertig.

Es geht weiter mit „3. Sitzbank – konische Gratleisten, Halteklötzchen & Finale

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