Griffe

Ich habe mir von Gerd schon seit längerem zwei Bausätze für Rückensägen gekauft. Eine Zinkensäge und eine Schultersäge. Das schlechte Gewissen, die Sägen immer noch nicht gebaut zu haben hat nun gewonnen – und ich habe angefangen. Zusammen mit Niklas war das ein recht entspannter Nachmittag in der Werkstatt 🙂

Diese beiden Bausätze habe ich von Gerd Fritsche gekauft. Bei den Sägeblättern sind die Sägezähne bereits per Laser in der gewünschten Einteilung ausgeschnitten. Und weil ich beim letzten mal Sägenbauen doch recht arge Probleme hatte, die Schraubenlöcher in die Sägeblätter zu bohren, hat mir Gerd netterweise auch diese Löcher schon angebracht.

Es kann losgehen.

Sehr untypisch, wollte ich dieses mal mit dem Schränken der Sägeblätter anfangen. Damit einfach strukturierte Menschen wie ich nicht durcheinander kommen, habe ich mir jeden zweiten Zahn mit einem roten Marker markiert.

… das war leider mal wieder eines von diesen „ich brauche doch eine neue Brille“ Erlebnissen…

Gerd hat mir geraten, „möglichst wenig“ zu schränken. Das habe ich versucht. Ob’s „wenig genug“ war, werde ich am Ende sehen…

Der Amboss in der Schränkzange ist übrigens auch von Gerd. Der originale war – gelinde gesagt – Mist (weil zu weich).

Irgendwann war ich dann so weit und hatte beide Blätter geschränkt. Das Schärfen mache ich dann ganz zum Schluss.

Diese beiden Griffe hatte mir Gerd bei meinem letzten Besuch noch mit gegeben. Eine erste Anprobe hat ergeben, dass sie mir zu klein sind.

Ich habe dann sogar extra anderes geeignetes Holz besorgt und wollte mir daraus schon passendere Griffe machen.

Als ich dann aber meine erste selbst gebaute Rückensäge (natürlich auch von Gerd) geholt habe und die neuen Griffe mit dem alten verglichen habe, kam raus, dass da „nicht viel“ fehlt.

Das werde ich jetzt mal so versuchen. Das spart mir doch sehr viel Arbeit und ich kann mir sicher sein, dass alles passt.

Ich hole meine besten Raspeln raus  und los geht’s!

Man (ich) sitzt da doch ganz schön bis alles so abgerundet, geformt und passend gemacht ist.

Niklas stattet mir einen Besuch ab – „was sind denn das für Dinger?“

Die erste Griffprobe sieht schon mal ganz gut aus.

Heute will der junge Mann wieder an die Drechselbank – und schwups ist er schon am werkeln der Lauser.

Irgendwann war ich dann durch mit den Raspeln.

Nun kommt das Schleifpapier dran. Ich gehe bis Korn 400.

„Papa, da sind noch so komische viereckige Dinger unten dran, kann ich die einfach absägen“?

Klar.

Aha – ein Trinkbecher ist’s geworden.

Der Griff für die Schultersäge ist schon mal fertig.

„Diese Ecken sollen aber noch ab“. Mit einem Messer geht’s auch ohne Drechselbank.

Also in ein paar Jahren  kriegt er „dafür“ bestimmt ein heiden Geld, wenn er es als Kunst verkauft 🙂

Nun noch mal die gleiche Prozedur mit dem Griff für die Zinkensäge.

Nach ein paar Stunden Raspeln & Schleifen war ich dann mit beiden Griffen durch.

Man könnte – wenn man will – da jetzt noch mehr Zeit und Arbeit investieren. Mir reicht das Level jetzt aber. Die Sägen sollen „schön“ werden, das ja. Am Ende sind’s aber doch nur Sägen und an einen Leonardo werde ich sowieso nie rankommen. Dann braucht’s auch keine riesen Kult um einen Sägengriff.

So. Jetzt ist erst einmal Feierabend.

Es geht weiter mit „Sägerücken

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Mein Weg als Hobbyschreiner

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