Sägerücken

Für Heute stehen die Sägerücken auf dem Programm. Wieder viel Arbeit mit Metall – und schon geht’s los:

Das Ausgangsmaterial. „So“ möchte ich es natürlich nicht lassen.

Gerd hat mir schon passende Schlitze für die Sägeblätter angebracht. Das spart sehr viel Arbeit – und passt 🙂

Die Rücken möchte ich „oben“ abrunden. Das letzte mal habe ich das alles per Hand gefeilt. Dieses mal möchte ich es mir leichter machen und auf die Drechselbank zurückgreifen.

An sich geht das sogar halbwegs gut mit diesem Setting.

Aber ein Thema, das ich in den Hintergrund gedrängt hatte ist, dass die Schleifgeschwindigkeit aussen am Schleifteller eine andere (= höhere) ist, als im Zentrum.

… hätte ich auch mit ein wenig Nachdenken selber drauf kommen können.

Der Effekt ist, dass es nicht gleichmäßig wird und „Stufen“ eingeschliffen werden.

Also wechsle ich – doch – zum Finalisieren in die Metallecke und feile die Rücken rund. Um das empfindliche Material nicht zu beschädigen, habe ich noch je kleine Holzreste dazwischen geklemmt.

Den Kopf der Sägerücken möchte ich abrunden.

Noch nicht ganz fertig – wird aber langsam.

Nun geht die Feinarbeit los – der Schleifmarathon beginnt.

… immer noch nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung…

Ich schleife bis Korn 400, Schleifflies und 0000 Stahlwolle.

Irgendwann wird’s dann langsam.

Dieses mal ist mir die Drechselbank mit ihrer Schwabbelscheibe aber eine echte Unterstützung.

… Anfangs habe ich mich Tage danach gewundert, woher diese vielen, kleinen Fussel in der Werkstatt kommen – jetzt ist mir klar, woher 🙂

So gefällt’s mir.

Man kann – immer – natürlich noch weiter gehen und da noch mehr Arbeit reinstecken. Ich habe für mich beschlossen, dass nach rd. 2 Stunden genug ist.

Eine Säge bleibt eine Säge – und ist zum Arbeiten da.

Nun müssen die Sägerücken an die Griffe angepasst werden.

Das genaue Maß nehme ich am lebenden Objekt ab und reisse das mit einer Metall – Spitze an.

Wozu meine Sägelade nicht alles gut ist 🙂

 

Nun geht es daran, den Sägerücken mit dem Sägeblatt zu verkleben. Damit die gerade erst mühsam herausgeputzten Sägerücken bei dem nun anstehenden Gebatzel mit dem Kleber nicht wieder total verdreckt werden, klebe ich sie mit Packetklebeband ab.

… hm, da gibt’s bestimmt eine bessere Qualität….

Für diesen Metall Kleber habe ich mich entschieden.

Hm. Ich hätte mal auch die Sägeblätter abkleben sollen. Sieht ziemlich heftig aus.

Das Gros nehme ich gleich ganz vorsichtig in den Ecken mit meiner Leim-Ziehklinge ab.

Dann hat sich herausgestellt, dass „gut gemeint“ leider genau das Gegenteil von „gut gemacht“ ist. Das Packetklebeband löst sich nicht.

… da war Geduld gefragt…

Niklas will helfen und beteiligt sich – ganz vorsichtig – am Saubermachen.

Die letzten Reste habe ich dann mit der Stahlwolle entfernt.

Alles ist wieder gut.

… das kann man aber auch einfacher haben…

 

Da liegen sie, die drei von der Werkstatt.

Nun muss der Griff mit dem Rest verbunden werden.

Messen ist angesagt.

Eine Herausforderung ist es, die Säge „gerade“ zu bekommen. Hierzu habe ich mir den Griff in der Hinterzange eingespannt, meinen besten Winkel daneben gelegt – und die Maße übertragen.

Dieses mal säge ich die Flanken für die Aussparung von den Sägerücken. Davon verspreche ich mir „schärfere“ Kanten.

Vorsichtig fange ich an, das Holz weg zu stemmen.

Niklas hat entschlossen, wieder etwas an der Drechselbank machen zu wollen.

Das „Loch“ wird mit einem großen Forstnerbohrer ausgebohrt.

Fertig ist der Trinkbecher.

Lina möchte für ihre Chill Ecke noch Teelichthalter. Die sollen aus Ästen gemacht werden.

Der Zuschnitt wird an der Kreissäge erledigt.

Die Löcher für die Teelichter werden an der Tischbohrmaschine gebohrt.

Das mache lieber ich.

Das war mir für die Kinder zu gefährlich, so nah am Bohrer mit der Hand.

Schön geworden.

Ich habe Lina aber noch sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die Teelichter nicht bis zum Ende runter brennen dürfen. Das wird sonst zu heiß und es kann zu Brennen anfangen.

Stemmen in der Hinterzange ist „nicht gut“ – sie leidet da sehr und geht über kurz oder lang kaputt. Ich möchte das daher auf das Allernötigste beschränken und versuche, die Last vom Stemmen nicht in die Hinterzange sondern in die Hobelbank zu  bringen. #

So geht’s.

Andersrum geht’s auch.

So gefällt’s mir.

Die kleinen Vertiefungen/Einlassungen für die Schraubenköpfe mache ich an der Tischbohrmaschine.

Dafür, dass es doch recht improvisiert war, geht’s sogar.

Mit gutem Zureden, einigem an Drücken und Geduld, habe ich dann alles zusammen und ineinander gebracht.

Für die Muttern braucht man wieder so einen spezial, spezial Schraubendreher. Den hatte ich aber noch und so war’s nicht ganz so schlimm.

Die Schrauben waren ein Stückchen zu lang. Alles wieder auseinander bauen wollte ich nicht und so habe ich die Schrauben kurzer Hand „so“ gekürzt.

Geht doch.

Niklas wollte „den komischen Schraubendreher“ auch mal ausprobieren.

Na also. Geht doch.

Nun auch noch die zweite Säge.

Stemmen.

Fertig.

…. ok, ganz so schnell ging’s dann doch nicht. Aber natürlich gleiches Vorgehen, wie schon beim ersten Griff.

Alles ist zusammen und passt.

… da bin ich echt froh.

Noch mal Schleifen. Die Schrauben und die ein oder andere Ungenauigkeit (ts, ts. ts….) wollen „schön“ gemacht werden.

Da sind sie, die beiden aus der Werkstatt.

Die Griffe behandle ich wieder mit dem Drechsleröl. Das hat mir eigentlich gut gefallen und es hat sich bewährt (und ich brauche nicht extra etwas Neues zu kaufen).

Da sind sie nun – die drei von der Werkstatt.

Ich freue mich, dass ich „meine“ Sägen so weit gebracht habe. Nun steht „nur noch“ das Schärfen auf der Agenda…

Es geht weiter mit „Sägen schärfen

 

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Mein Weg als Hobbyschreiner

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