Hochbeet

Caro wünscht sich schon länger (… ziemlich lang…) ein Hochbeet. Nun hatte ich – endlich – mal wieder ein wenig Zeit und konnte sogar für uns mal ein wenig rumwurtscheln.

Ein Hochbeet aus heimischer Lärche entsteht.

Wir haben lange diskutiert. Der Platz für das Hochbeet wurde rüber, runter, rauf, rechts, links quer, krum …. verschoben. Irgendwann habe ich gedacht, gab es keinen Ort mehr im Garten, wo das Hochbeet im Geiste nicht schon gestanden ist – ok, in die Werkstatt wurde nicht diskutiert 🙂

Eine alte Tischdecke hat uns als grobes Maß gedient. Dort sollte es nun also hin. Neben dem eigentlichen Beet (lasse ich jetzt unkommentiert) und auch kürzer. Ein Aspekt für die Verkürzung gab den Ausschlag: „Da sieht man sonst die Blumen im Beet dahinter vom Esstisch aus nicht mehr“.

Da hat sie recht. Dann wird’s auch so gemacht. Jawohl!

Da war doch noch was…

Das Hochbeet – direkt auf die Terrasse gestellt – wäre ein Garant dafür, dass die Terrasse in kürzester Zeit kaputt wäre. Also werde ich ein „Loch“ für das Hochbeet in die Terrasse schneiden müssen. Die lange Messlatte ist für so etwas genau richtig.

Nur nicht vermessen!

Meine Tauchsäge soll’s richten.

Das tut weh! Erst vor „ein paar Jahren“ selbst gebaut (Terrasse) und schon wird sie wieder zerschnitten.

Die zwei Schnitte waren dann aber schnell gemacht.

Ok. Es hat die letzten Wochen wirklich viel & stark geregnet. So ganz ideal ist die Konstruktion aber nicht.

Es gibt Staunässe. Das Holz sieht aber nach 6 Jahren (?) noch recht gut aus. Mal sehen, wie lange es noch hält.

Es ist HEISS!

Und damit mir nicht zu warm wird, muss ich sogar einen Hut aufsetzen. Und zwar nur deswegen – an dem immer größer werdenden „Fleck“ auf meinem Kopf (gemeine Zeitgenossen wie meine Saubande zu Hause nennen es auch: „Platte“) liegt es natürlich nicht, dass ich einen Hut trage….

War klar. Mitten durch das Hochbeet würde eine Latte von der Terrassen Unterkonstruktion gehen. So kann ich das natürlich nicht lassen.

Also wird sie kurzerhand mit der Handsäge gekürzt.

… und unter den noch verbliebenen Rest links versetzt. Die Richtlatte hilft mir, eine gerade Linie für die Schrauben zu finden. Mich stört so etwas sonst ungemein….

Vorbohren und dann Schrauben. Mit meinem kabelgebundenem Schrauber geht das super. Wirklich Jammer schade, dass der nicht mehr gebaut wird. Den halte ich sehr in Ehren…

Und dann kann’s schon an’s Verschrauben gehen.

Kaum machst‘ ein paar Stunden rum, schon bist Du fertig mit dem kaputt machen.

Dann kam der Part, der am leichtesten war – Holzeinkauf. Mein Lieblings Holzhändler hast schönes Lärchenholz.

Es kann losgehen.

Und weil der Transport durch unser Treppenhaus immer recht unangenehm ist (die Wände schauen aus….), probiere ich heute mal eine ganz neue Variante aus – durch das Kellerfenster.

Geht ganz hervorragend. Hätte ich mal früher machen sollen.

Ein Teil des Holzes. Die langen Teile habe ich gleich oben gelassen. Die kurzen Teile waren einen Tick zu lang.

Das Kantholz soll in die Ecken. Das war sägerauh.

Ab auf die Hobelmaschine.

Und durch die Dickte. Fertig sind schöne Kanthölzer.

Ein wenig Hirnschmalz ist gefragt. Bevor ich jetzt wieder ewig messe & rechne (und im Zweifel irgendwo einen Fehler reinbekomme…), nehme ich lieber das Maß am lebenden Objekt ab.

Die Schrauben dürfen nicht ganz durchs Holz durch. Dann kann ich den Falz so tief machen.

So soll’s mal aussehen.

…. ja, ich weiß. Meine Sägeblätter sehen aus wie S…. . Ich arbeite meist mit Ahorn, und da sieht ein Sägeblatt nach ca. 10 m Schnitt so aus. Und ich hab – ehrlich gesagt – keine Lust, die Dinger ständig sauber zu machen. Schneiden ausreichend gut (zumindest für mich…).

Also, zum eigentlich Thema:

Die Schnitthöhe kann ich nun direkt vom Objekt abnehmen.

Und schon kann der erste Schnitt gemacht werden.

Wichtig war mir, dass ich mit dem kurzen Parallelanschlag arbeite, der vor das Sägeblatt zurückgezogen ist.

So kann sich das Stück beim zweiten Schnitt nicht verklemmen. Das verhindert, das eines von den beiden Teilen durch die Werkstatt segelt und mir im Zweifel vor den Kopf. Braucht kein Mensch.

Endlich kann ich die kurze Seiten auf das Endmaß kürzen.

Caro hat mir eine Höhe vom Hochbeet vorgegeben. Die Bretter haben eine bestimmte Breite. Nun probiere ich rum, ob / wie sich das ausgeht. Im blödesten aller Fälle hätte ich Bretter der Länge nach auftrennen müssen.

So ging’s halbwegs genau – bis auf 3 cm. Die endgültige Höhe liegt dann bei 80 cm.

Jetzt isses doch passiert. Es gibt keine Bilder vom eigentlichen Aufbau.

Nun gut. So die hohe Schreinerkunst ist das nun auch wieder nicht.

  • die Schrauben sollen auf einer Linie liegen,
  • die Abstände zwischen den Brettern gleich sein (ich habe mir vorne und hinten ein Hölzchen untergelegt, das ich auf das gewünschte Spaltmass (4 mm) runtergehobelt habe)
  • die Spalten zwischen den Brettern sollen ringsum auf einer Höhe liegen
  • auch zum Boden (Terrasse) soll ein kleiner Spalt sein (damit das Wasser schneller weg ist) und
  • alles halbwegs im Winkel.

Bei rd. 30 Grad im Schatten durchaus eine schweißtreibende Angelegenheit (ich war ja in der Sonne – hab ich das schon mal erwähnt?).

In der Mitte der langen Seiten habe ich noch einen zusätzlichen Pfosten gesetzt. Es kommt doch recht viel Material da rein und ich möchte gerne verhindern, dass das Hochbeet einen „Bauch“ bekommt.

Um das Kopfholz von den Eckpfosten zu schützen, habe ich noch Eckstückchen angebracht.

An sich wollten wir über die ganze Länge noch einen umlaufenden „Rahmen“ machen. Das hätte aber sehr viel Platz im Hochbeet gekostet (die Eckpfosten sind 7 * 7 cm groß). Das wollten wir nicht.

Ein wenig Platz zum hinstellen von „irgendwas“ wollten wir aber trotzdem haben und so sind es dann eben diese „Eckdinger“ geworden.

Fertig.

Das Hochbeet hat ist 2 m lang, 90 cm breit und 80 cm hoch. Die Bretter haben eine Stärke von 33 mm, die Eckpfosten sind 7*7 cm stark.

 

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Mein Weg als Hobbyschreiner

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