1. Teil – Formatieren + Aushobeln

Meine Schwiegermutter war so angetan von dem Zirbenholzbett, das ich mit Sergio gebaut habe, dass sie mich gebeten hat, ihr auch so eines zu bauen.

Klar – machen wir 🙂

Dieses mal wird es jedoch ein Einzelbett. Das Design ist ähnlich, aber nicht gleich. Von der Herstellung möchte ich dieses mal ein paar andere Sachen ausprobieren. Dieses mal darf die Domino Fräse 500 mitspielen. Der Weg vom „Brett“ zum „Bett“ geht los:

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„Papa – das riecht ja toll!“

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Der Plan mit den groben Maßen ist recht überschaubar. Ein kleines Regalbrett soll nach Möglichkeit auch noch mit gebaut werden.

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Das Ausgangsmaterial.

Ich bin – immer wieder – erstaunt, was man mit ein wenig Arbeit aus so einem groben Material alles machen kann. Aber auch, wie viel Holz man doch braucht, um „ein paar Bretter“ herzustellen.

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Die erste Walkante wird abgeschnitten (der Besäumschuh am Ende des Schiebetisch’s ist schlecht zu erkennen; aber wichtig, damit einem das Brett nicht um die Ohren fliegt!).

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Den zweiten Schnitt mache ich dann am Parallelanschlag. Das hilft später. Zuerst beim Hobeln und dann beim Zuschnitt, wenn man nicht bei jedem Brett schauen muss, ob’s nun passt – oder eben nicht.

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Ein Brett.

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Und einige Waldkanten. An sich ja gar nicht viel Holz und dennoch schon so viel „Abfall“.

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Aber nicht alles kommt auf den Stapel. Ein paar dickere Leisten hebe ich mir noch auf – fast schon „Resteverwertung“.

Aber dazu später mehr.

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Wirklich Abfall ist das – natürlich – nicht. Aus dem Holz mache ich noch Brennholz. Dann haben wir auch nochmal was davon. Das Holz kommt gleich in die Brennholzkiste.

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Die erste Seite der Bretter wird gehobelt.

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Die erste Kante im 90 Grad Winkel wird am Anschlag hergestellt.

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Und schließlich in der Dickte jeweils parallele Flächen hergestellt.

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„Schon“ hab ich ein paar Bretter.

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Und zwei Sack tolle Zirbenholz Späne. Die hat sich Lina gleich unter den Nagel gerissen. Geschäftstüchtig ist sie ja. Das muss man ihr schon lassen.

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Nun geht der grobe Zuschnitt los.

Das Kopfteil möchte ich dieses mal (im Gegensatz zum Bett von Sergio) mit Domino’s verbinden. Das Maß für die Streben wird direkt abgenommen / festgelegt.

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Doch bevor ich mit dem eigentlichen Bett loslege, kommen die vorhin zugeschnittenen Leisten zum Einsatz.

Ok, ich geb’s zu. Das ist eher eine „ich mache aus der Not eine Tugend“ – Idee. Ich habe es schlicht unterschätzt, wie viele Dominos in so ein Bett kommen. Selbst die große Kiste mit Dominos, die ich damals gekauft habe, hätte nicht (mehr) genug beinhaltet. Auf die Schnelle kriege ich jetzt auch keine mehr ran. Eine andere Lösung muss her.

Also stelle ich mir die Domino Dübel selbst her. Der Nachteil gegenüber den gekauften ist, dass es immenser Aufwand wäre, die Leimrillen anzubringen. Die sind tatsächlich sehr hilfreich, da der Leim sonst schnell mal ganz weggeschoben wird. Ich löse das „Problem“, indem ich die Dübel – einen Hauch – dünner mache. Die Rundungen spare ich mir auch und mache sie einen Tick breiter; gerade so, dass die Dübel „streng“ reingehen und sich die Ecken der selbst gemachten Dübel in der Rundung der Domino Bohrung „einfressen“ kann.

Bei einer Verbindung, auf der im Grunde keine echte Last liegt, reicht die so erzeugte Stabilität – locker – aus. Bei einer klassisch hergestellten Schlitz-/Zapfen Verbindung tut es das ja auch; und dort denkt auch kein Mensch im Traum dran, an den Zapfen Leimrillen anzubringen. Das Positive an der ganzen Aktion ist, dass ich auch noch Geld spare. Auch ein (gutes) Argument.

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Die Leisten werden auf eine einheitliche Breite gesägt.

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Das Original sagt, „passt“.

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Dann können die vielen Dübel auch gleich am zurück gezogenen (kurzen) Parallelanschlag abgelänkt werden.

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Es kommt schnell einiges an Dübeln zusammen.

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Und weil ich sowieso gerade dabei war, habe ich gleich zwei Größen gemacht.

Ich denke, diese Lösung gefällt mir sehr gut. Der Aufwand ist sehr überschaubar und damit kann ich die „laufenden Kosten“ der Domino DF 500 deutlich reduzieren. In einer Plastiktüte aufbewahrt, sollten sie sich auch nicht so stark verziehen und auch später noch gut passen. So was gefällt mir ja immer 🙂

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Und doch noch ein paar letzte Hobelarbeiten an den Brettern – und noch einmal rd. 1/2 Sack Späne.

Caro hatte auch Lust, etwas „zu werkeln“ und hat Resteverwertung auf die etwas andere Art & Weise betrieben:

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Caro näht gerne und so war es naheliegend, den gerade vorherrschenden Trend rund um das Zirbenholz aufzunehmen. So sind ein paar liebe Menschen zu einem wie ich finde schönen Zirbenholzkissen gekommen 🙂

Es geht weiter mit „2. Teil – Kopfteil

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2 Kommentare zu “1. Teil – Formatieren + Aushobeln”

  1. Hallo Tom,
    bin gespannt wie das Bett dann fertig aussieht!
    Verrätst Du mir wo Du die Zirbenbretter beziehst?
    Ich finde keine Quelle (in Niederbayern), die halbwegs günstig ist.
    Möchte gern mal einen Brottopf aus Zirbe drechseln.
    VG
    Markus

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    1. Hallo Markus,
      das mit dem Zirbenholz ist derzeit wirklich ein bisschen ein Theater. Das Holz für das Doppelbett habe ich bei Andi Grame gekauft. Das Holz für dieses Bett bei dem Händler bei mir um die Ecke (= Holz Gar). Das war ca. 6 Monate später und hat schon ein wenig mehr gekostet. Wie es ganz aktuell aussieht, kann ich gar nicht sagen – dieses Projekt ist schon ein paar Monate her…

      Wegen der Holzhändler habe ich mal angefangen, eine eigene Linkliste anzulegen. Vielleicht ist da ja was für Dich dabei: https://holzwerkstattblog.com/nutzliche-links/holzhandler/

      Herzliche Grüße

      Tom

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