Blumen Hocker

Meine Schwiegermutter hat mich gebeten, für eine Freundin einen „Blumenhocker“ zu bauen. Es braucht nichts Großes zu sein, soll nur halten.

Ein nettes kleines „Reste Projekt“.

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Die Vorgaben von der Auftraggeberin (das unwichtige Gekritzel ist von mir).

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An Resten kommen die letzten Bretter vom Zirbenholz zur Anwendung.

Nun gut. Damit hätte ich ohnehin nichts mehr „richtiges“ bauen können und so kommt es wenigstens noch zur Geltung.

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Die erste Seite wird gehobelt.

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Und die Referenzkante angehobelt.

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Durch die Dickte.

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Fertig sind zwei Bretter, mit denen ich anfangen kann, zu arbeiten.

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Ablängen.

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Erstes, grobes Maßnehmen.

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Ich wollte die Teile nicht nur verleimen. Das geht im Aussenbereich im Zweifel auf. Trotzdem muss ich aber das Deckbrett am Schüsseln hindern.

Ich habe mich dann für Nutzklötzchen entschieden. Die werden von der Stange geschnitten (auf die Faserrichtung achten, sonst bricht es).

 

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Das maß für den Falz ist angezeichnet. Damit kann ich die Säge einstellen.

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Weil ich nur 10 Finger habe, schneide ich so kleine Teile lieber mit „Fritz & Franz„. Der Parallelanschlag ist vor das Sägeblatt zurückgezogen, damit da nichts verklemmen kann.

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Damit mir auch nichts um die Ohren fliegen kann, habe ich die kleinen Teile auch noch von Oben fixiert.

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Und „schon“ ist der erste Schnitt angebracht.

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Der zweite Schnitt ging dann auf die gleiche Art &  Weise, nur in Schnell.

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Ein paar Nutzklötzchen.

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Da sollen sie dann mal hin.

Es wird Maß genommen am lebenden Objekt.

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Die „Schlitze“ mache ich dann mit der Stemmmaschine. Wie durch einen Zufall passen die Nutklötzchen genau da rein.

Sachen gibt’s….

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Geht doch.

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Die Strebe in der Mitte, die das Ganze am Kippeln hindert bringe ich dann – doch – mit Lamellos an. Dort „unten drunter“ sollte es hinreichend trocken sein und auch halten.

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Vor dem Zusammenbau wird noch einmal alles geschliffen.

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Die Kanten werden mit den kleinen Lie Nielsen Nr. 102 gebrochen.

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Zusammenbau.

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Fertig.

 

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11 Kommentare zu „Blumen Hocker“

  1. Hallo Tom,

    diese Argument lasse ich gelten. Bei einer Platte auf einem Korpus ist das mit den Nutklötzen wegen der unterschiedlichen Schwundrichtungen durchaus angebracht.
    Du bist übrigens sehr komfortabel ausgestattet.
    Ich selber habe mal vor dreißig Jahren Schreiner gelernt und übe es noch als Hobby aus.#

    Gruß Clemens

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  2. Hallo,

    was ist der Grund, dass du die Platte mit Nutklötzchen auf den Füßen befestigst hast?
    Einfach auf jeder Seite zwei Lamellos rein und fertig.

    Gruß Clemens

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    1. Hallo Clemens,
      das mit den Kamellos wäre sicherlich das Einfachste gewesen. Der Nachteil wäre aber, dass das nur so lange gut geht, wie der Leim die Feuchtigkeit auf dem Balkon aushält. Geht er auf, hält der ganze Hocker nicht mehr. So habe ich eine Verbindung, die auch noch im nassen/feuchten Zustand hält.
      Herzliche Grüße
      Tom

      PS: … nur ein paar Lamellos reinklopfen kann ja jeder; ein wenig Spaß wollte ich auch noch haben 🙂

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  3. Hallo Tom,
    ich verfolge deinen Blog schon länger und bin hellauf begeistert von den Dingen, die du da so treibst. In meiner Jugend war ich schon vom Holzwerkeln angetan und beginne nun (in den endlich eigenen 4 Wänden) wieder damit.
    Eine Frage zu den Nutklötzchen (super Idee, wird bei mir sicher Anwendung finden) hätte ich noch.
    Würde es sich zum Herstellen der Klötzchen nicht anbieten die Nut/Aussparung in eine lange Leiste zu sägen/fräsen und dann die Klötzchen ablängen? Oder hattest du nur die kleinen Stücke als Restmaterial?

    Viele Grüße
    Florian

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    1. Hallo Florian,
      wenn Du das machst („Nut/Aussparung in eine lange Leiste sägen“), dann ist der Faserverlauf um 90 Grad falsch – das wird brechen. Stell Dir Spaghetti vor. In deiner Variante werden die an der „langen Kante“ / der Länge nach belastet – das wird nicht halten. In der anderen Variante entlang der einzelnen Spaghetti – das hält.
      Herzliche Grüße
      Tom

      PS: viel Spaß in der neuen Werkstatt 🙂

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  4. Hallo Tom, hast Du noch was an der Oberfläche gemacht? Da wird beim Gießen der Blumen doch bestimmt mal Wasser daneben gehen.
    3-4 Schichten Öl und die Oberfläche wird einiges Wasser abweisen.
    Ansonsten schönes Projekt mit klaren Linien ohne Schnörkel.

    Viele Grüße

    Manni

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    1. Schönen guten Abend Manni,
      nein, die Oberfläche wurde nicht behandelt. Du hast aber natürlich Recht – besser wäre es gewesen. Die Freundin der Schwiegermutter war aber ganz begeistert, als sie gehört hat, dass der Hocker aus Zirbenholz gemacht ist und hat dann ganz spontan gemeint, ich soll’s so lassen. Das ewige Leben wird der Hocker wohl ohnehin nicht haben – ein paar Jahre sollte er es aber trotzdem schaffen.

      Idealer wäre aber sicherlich eine geölter Oberfläche gewesen; stehendes Wasser ist aber auch dann nicht gut.

      Herzliche Grüße

      Tom

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