3. Verputzen (mit dem Handhobeln)

Nachdem der Leim nun getrocknet ist, können die beiden „Bretter“ sauber verputzt werden. Beim Verleimen ergibt sich – immer – ein kleiner Versatz. Bei einer Tischplatte ist das aber nicht schön.

Ich kann endlich mal wieder ein wenig mit meinen Hobeln spielen. Es geht los 🙂

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Der Versatz ist wirklich nicht groß – aber doch vorhanden.

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Bei einem Tisch ist es mir sehr wichtig, eine perfekte Oberfläche zu haben. Nur mit der Schleifmaschine möchte ich das nicht machen. Das merkt man später.

Also ist Hobeln per Hand gefragt. Es geht mit dem Lie Nielsen Nr. 7 quer zur Faser los. Das Eisen ist an den Ecken „verrundet“. Hier sehr schön am Span zu erkennen, der zu den Seiten hin immer dünner wird. So geschärft, erzeugt das Eisen nicht  ganz so schlimme Hobelspuren und erspart auf diese Art & Weise Arbeit.

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Die Kante vom Hobel dient zwischen durch immer mal wieder, um zu prüfen, ob alles gerade ist / wird.

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Genauer geht’s allerdings mit meinem Präzisionslinieal.

… schaut gut aus.

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Dann kann ich ja jetzt in Richtung „längs“ wechseln. Die Späne werden auch anders.

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Und schließlich verputze ich mit dem Lie Nielsen Nr. 164. Das gibt hauchdünne Späne und eine herrlich glatte und spiegelnde Oberfläche.

So wollte ich das.

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Mit der Hand kann man auch noch so kleine „Berge“ oder „Täler“ spüren; das ist das wohl feinfühligste Instrument in der Werkstatt.

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Die Platten habe ich – bewusst – mit Übermaß belassen. Beim Hobeln quer zur Maserung gibt es beim Austritt des Hobels unweigerlich Ausbrüche. Das könnte man verhindern, in dem man von beiden Seiten nach Innen hobelt.

Oder man macht es sich einfach, kümmert sich nicht darum, lässt die Platte mit einem guten Übermaß größer und schneidet das kaputte Holz dann später beim finalen Zuschnitt einfach ab.

Es ist keine Schande, wenn man sich die Arbeit leichter macht.

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Eine echte Hobelarmada war da am Werk.

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Und es hat ordentlich Späne gegeben.

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Nach nunmehr fast 3 Stunden Hobeln per Hand habe ich für heute wirklich genug. Der Büromensch braucht eine Pause.

Die Platten lasse ich so mit Lagerhölzern aufgestapelt erst mal liegen.

Es geht weiter mit „4. Zuschnitt & Gratnuten

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