4. Zuschnitt & Gratnuten

Eine so große Massivholzplatte muss konstruktiv daran gehindert werden, zu „schüsseln“. Das kann man auf verschiedene Art & Weisen machen – ich mache das am liebsten mit der klassischen Gratnut- & Feder Verbindung.

Heute steht der Zuschnitt & die Herstellung der Gratnuten auf dem Programm.

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Nun kann ich den Zuschnitt der Platten machen. Konzentration – und mehrmaliges Messen ist hier gefragt. Ein Fehler wäre jetzt ziemlich blöde.

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Geht doch.

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Man glaubt es nicht, aber man sieht an der Sägekante, ob es nur gesägt oder doch gehobelt ist. So gehe ich mit dem Lie Nielsen Nr. 62 (Flachwinkler) noch einmal über die Kanten.

Das wird deutlich besser, als nur mit der Säge.

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Alles schön im Winkel.

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Nun kann ich mir überlegen, wo ich die Füße montieren will. Das gibt dann die Maße für die kommenden Schritte vor.

Messen.

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Wo ich nun weiß, wo die Füße hinkommen werden, kann ich auch die Position der Gratleisten markieren.

Ja, ich mache lieber Gratleisten. Auch, wenn es sehr aufwändig und – wie ich finde – auch durchaus anspruchsvoll in der Fertigung. Es muss sehr genau und präzise gearbeitet werden, sonst ist der Witz weg. Mir ist es aber lieber so (das ist nur Arbeit), als mich hinterher über eine schiefe / wellige Platte zu ärgern.

So ist es nämlich bei dem jetzigen (gekauften) Massivholz Couchtisch. Dort wurde keine Gratleiste angebracht – und die Platte ist wellig.

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Die groben Maße der künftigen Gratnut sind angezeichnet.

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Um die Gratleisten nicht so super hoch werden zu lassen, habe ich mich dazu entschieden, sie breiter zu machen. Um den Gratfräser zu schonen, nehme ich das Gros vom Holz in der Mitte mit der Säge weg (= „Nut“ sägen).

Das habe ich sonst immer mit einem Nutfräser gemacht. Geht genau so. Ich muss aber gestehen, heute war ich zu faul, ständig den Fräser an der Oberfräse zu wechseln und die Einstellung jedes mal aufs Neue hin zu fummeln (… ich habe keine zweite Oberfräse; würde sich wohl doch mal lohnen).

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Für diesen Zweck reicht das. Ich habe sowohl zu den Seiten als auch zum „Grund“ der Gratnut (hier im Bild = oben) noch genug Fleisch. Das kann ich dann später mit dem Gratfräser wegnehmen und so wird dann alles schön sauber.

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Das war an beiden Brettern dann bald erledigt.

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Nun kann ich zur Frässchablone wechseln.

Die korrekte Breite, die an der Schablone einzustellen ist, könnte man ausrechnen. Ich mach’s lieber so und verschiebe die Schablone so lange, bis der Fräser / Anlaufring dort rauskommen, wo sie hin sollen.

Einstellen für Dummies. 🙂

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Die Gratnut wird konisch; d.h. an der einen Seite wird sie schmäler, als an der anderen Seite. Das erleichtert dann später den Zusammenbau.

Fast 70 cm Gratleiste, in eine Gratnut einzutreiben ist kein Spaß. Das funktioniert nicht ober nur unter extremer Gewalt. Fertigt man aber sowohl die Gratnut, als auch die Gratleiste entsprechend passend konisch, zieht sich die Verbindung später praktisch von allein zusammen.

Ich stelle einen Unterschied von oben / unten von 2 mm ein. Das reicht.

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So vorbereitet, kann ich mit dem Fräsen loslegen.

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Man sieht, wie der Gratfräser die unsauberen Stellen der Säge von vorhin nun schön wegräumt.

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Na also, geht doch.

Es geht weiter mit „5. Gratleisten

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