1. Teil – Aushobeln (maschinell & per Hand), Leimholz herstellen

Im Flur haben wir eine Ecke, dort möchte Caro schon seit langem „etwas zum drauf stellen“ haben.

Ich habe noch einen Rest vom Kirschholz im Keller liegen, der für was Großes nicht mehr reicht. Ein kleines Tischchen wollte ich schon lange mal bauen. Ein neues Projekt ist da 🙂

Nun gut. Ob es dann – tatsächlich – ein Tischchen wird, muss sich erst noch zeigen. Spione haben in Erfahrung gebracht, dass die Regierung unter dem „zum drauf stellen“ Platz haben möchte und dort Füsse stören würden….

Es geht los: DSC_0697

Mehr Plan gibt’s nicht. Das ist schnell erledigt. Der Rest ergibt sich dann beim Bauen.

Das wird einigermaßen schwierig, weil ich mir eingebildet habe, dass vorne eine Rundung hin muss. Und weil einfach ja jeder kann, möchte ich noch eine kleine Schublade einbauen. Zinken per Hand stand schon viel zu lange nicht mehr auf dem Programm. Sonst verlerne ich das noch vollständig.

Es warten Aufgaben auf mich, die ich noch nie hatte. Man darf gespannt sein, wie es laufen wird. Aber erst mit Herausforderungen wächst man ja – sagt man…

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Das ist der Rest von der Kirsche. Caro hat sich schon immer beschwert, dass „das Holz“ ständig im Weg liegt im Keller. Ok – das verstehe ich; ist tatsächlich nicht so schön, wenn man überall über einen Stapel von Brettern klettern muss.

Mann (Frau) macht schon was mit mit einem „Hobbyschreiner“…

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Vor dem Hobeln richte ich die Bretter auf eine annähernd gleiche Breite. Dann tue ich mir beim Hobeln leichter, wenn es an die Breite geht – ich muss weniger „Kurbeln“ und Messen.

Man darf es sich auch leichter machen.

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Die erste Seite wird gehobelt.

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Leider ein recht „krummer Hund“ – da muss einiges weg.

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Dann wird die erste Kante winklig gehobelt.

Mit dem selbst gebauten Griff ist es mir deutlich wohler. Das Holz kann ich so gut an den Anschlag drücken, die Finger sind nicht im Gefahrenbereich von der Hobelwelle – und meine Denkerhände fangen sich nicht so viele Spreissel ein.

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Bei solchem Holz lernt man seine Hobelmaschine durchaus zu schätzen…

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Dann können die beiden verbliebenen Seiten zu den ersten in der Dickte parallel gehobelt werden.

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Schon habe ich ein paar „Bretter“, mit denen ich anfangen kann, zu arbeiten.

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Das Holz ist aber sehr schön. Da freue ich mich schon drauf – das wird ein richtiges Schmuckstück werden.

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Für die Füße muss ich zwei Leisten zusammen leimen. Die schneide ich mir aus einem Brett raus. 3 cm für ein Tischbein war mir zu schmalbrüstig.

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Vor dem Verleimen wird alles hergerichtet.

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Die „dicken Blauen“ haben ein Date mit den künftigen Tischbeinen und karteln aus, was aus dem Holz werden soll.

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Das Deckbrett möchte ich aus einem Brett schneiden, um die Maserung schön zur Geltung kommen zu lassen.  DSC_0720

Beim Verleimen versuche ich, die „Verleimregeln“ weitestgehend einzuhalten.

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Das sich dann ergebende Bild gefällt mir – so – gut. So kann ich es dann mit dem Schreinerdreieck markieren.

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Mit meinem Lie Nielsen Nr. 60 1/2 (Flachwinkler) werden die Bretter gefügt.

Er läuft super und zieht schöne Späne.

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Zum Fügen spanne ich mir die beiden Bretter zusammen; evtl. Winkelfehler gleichen sich so wieder aus.

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Mit der Kante vom Hobel wird kontrolliert, ob auch wirklich alles schon gerade ist.

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Der Schreinerwinkel sagt, dass alles gerade und winklig ist.

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Niklas macht sich beim Verleimen der Platte nützlich. Mir gehen da schon mal die Hände aus und er freut sich, wenn er „richtig“ mitarbeiten darf.

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Der Verleimaufbau.

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Niklas wollte – unbedingt – weiter am Eckregal mit weiterarbeiten. Hm. Nun gut. Den überschüssigen Leim könnte er von den Füßen kratzen.

…. da war er aber stolz!

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Eine kleine Belohnung muss dann – natürlich – schon sein. Selbstredend.

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Die verleimten Bretter. Ein schönes Bild. Nur leider ist das Brett jetzt zu breit für meine Hobelmaschine.

Fast freue ich mich drauf: ich darf wieder mit meinen Hobeln arbeiten 🙂

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Ein ganz kleiner Versatz ergibt sich beim Verleimen eigentlich immer – trotz des Aufwandes.

Mit dem Lie Nielsen Nr. 7 1/2 (Flachwinkler mit Eisen von Gerd Fritsche) und quer zur Maserung beginne ich. Die Hölzer am Ende der Hobelbank (vor der Wand) sollen nur verhindern, dass ich im Eifer des Gefechtes mit dem schönen Hobel an / in die Wand donnere.

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Zwischen drin immer wieder mal Kontrolle, wie weit ich bin.

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Niklas will natürlich auch mal probieren. Lang dauert’s nicht mehr und es geht tatsächlich.

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Dann eine kleine Schärfpause – das Eisen war nicht mehr frisch. War mir ganz recht. Ganz am Anfang muss das Eisen in erster Linie schneiden. Dann kann ich gegen Ende hin schärfen und habe dann gleich eine bessere Oberfläche.

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Es werden 50 Grad.

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Mit meiner Scharfhilfe geht das recht schnell und einfach.

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Niklas nutzt die kleine Pause und macht eine Hausaufgabe – der Papa kann ja zwischendrin Hilfestellung geben….

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Der 8.000 Shapton Stein poliert sehr gut – nur ein paar Züge und ich bin fertig.

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Kann man sicherlich auch anders machen. Meist teste ich die Schärfe an einem Blatt Papier. Geht das Hobelmesser leicht und gleichmäßig durch das Papier ohne zu „rattern“ mit einer glatten Kante, war das Schärfen erfolgreich.

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Der dünne, durchgehende und gleichmäßige Span zeigt, dass es funktioniert hat.

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Zum Verputzen nehme ich dann aber den kurzen Lie Nielsen Nr. 164. Zwar ein Flachwinkler, aber mit einer besonderen Verstellung, bei der man – einem Flachwinkler untypisch – auch während des Hobelns das Eisen verstellen kann.

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Auch den will Niklas natürlich ausprobieren. Der geht schon eher.

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Es kommen schon einige Späne zusammen.

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Nun geht es an die zweite Seite. Die einheitliche Stärke wird ringsum markiert.

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In der Zwischenzeit hat sich Niklas seinen „Kinderhobel“ (Juuma Einhand Flachwinkler) geholt und hobelt sich ein Kantholz rund.

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Nun ist auch die zweite Seite fertig.

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… wo gehobelt wird, da fallen auch Späne.

Es geht weitern mit „2. Teil – Schablonenbau + Holz biegen

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