Kompost

Die Gartensaison geht los – und ich muss heute mal die Werkstatt Werkstatt sein lassen und im Garten MALOCHEN.

Unser Garten ist sehr groß. So schön das auf der einen Seite ist, so viel Arbeit macht er aber auch. Eine von den Konsequenzen ist, dass wir unglaublich viel Erde brauchen. Damit können wir aber den Verbrauch von Kunstdünger deutlich drücken. Das ist mir aus vielerlei Gründen ganz recht.

Der Kompost ist umzugraben & zu sieben.

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Bisher habe ich den Kompost immer mit dem 20 Jahre alten Sieb vom Schwiegervater gemacht. Dazu muss man allerdings wissen, dass deren Kompost so ein „klassischer“ war mit einer Größe von 1 m * 1 * 1 m.

Wir haben andere Dimensionen und so habe ich mich nun doch dazu entschlossen, mir eine Maschine zu kaufen.

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Mit diesem Rollsieb geht die Sieb Arbeit – deutlich – leichter.

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Leider habe ich vom Arbeiten selbst keine Fotos. Da war ich bis zur Hüfte im Kompost stehend und von oben bis unten eingesaut auch nicht wirklich fotogen 🙂

Unser Kompost rd. 3 m lang, 1,5 m breit und 1,5 m tief. Das ist jedes Jahr aufs Neue eine echte Schinderei. Aber es lohnt sich und ich freue mich immer wieder, wenn ich im Gartenladen an den 40 l – Säcken vorbei gehe, wo sie pro Sack so um die 15 € haben wollen – und man dann immer noch das „Kleingedruckte“ lesen muss, was in einem Sack Erde (! …) drin ist. Sehr beliebt ist z. B. dass die Erde mit Kohle versetzt wird und mit dem ein oder anderen Mittelchen gestreckt wird, damit man „schöne, schwarze Erde hat“.

So weiß ich, was drin ist. Ist mir lieber.

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Rechts sind die beiden Haufen mit der gesiebten Erde. Um zu diesem Stadium zu kommen, braucht unser Kompost 2 Jahre. Mit dieser Menge kommen wir „gerade so“ über’s Gartenjahr.

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In den Kompost kommt eigentlich alles, was so im Garten anfällt. Außer natürlich dem Unkraut Mistzeug – also, nun ja, dem „bisschen“ halt, das wir vom Nachbarn bekommen 🙂

Auch dort hin kommt ein Teil der Dinge, die in der Absaugung aus der Werkstatt landen. Da ich zu 99 % mit Massivholz arbeite, ist das auch in Ordnung. Man muss nur darauf achten, dass es nicht zuviel Sägemehl / Hobelspäne werden; sonst dauert das Verrotten zu lange. So vermischt, geht es aber recht schnell.

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Herrlich diese Erde – solche Erde kann man gar nicht kaufen.

So. Jetzt liegen 5 Stunden Schaufelei hinter mir. Ich bin jetzt so fertig, dass ich kaum noch die Arme heben kann. Ich fürchte fast, Werkstatt muss dieses Wochenende ausfallen.

Hat sich aber – trotzdem – gelohnt. Der Schmerz vergeht, die Freude bleibt.

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3 Kommentare zu „Kompost“

  1. Guter Kauf – unseres ist das RS400 auf dem Stand von 1995 für ~420DM und es funktioniert immer noch! Da wir sehr schweren Boden haben, wurde vorne und hinten ein Ring bzw ein Deckel aus einem stabilen, braunen Kunststofftopfuntersetzer eingepasst, damit die Erde nicht so schnell rauskullert und sich drinnen klein reibt. Und damit man mit der Schaufel (Frankfurter Form) nicht in der Trommel verhakt.

    Die Neigung der Trommel sollte man seht genau einstellen, damit die Verweildauer in der Trommel maximal wird.

    Bevor man ein Beet, Hochbeet oder einen Komposthaufen durchschaufelt, legt man ein paar Wochen davor eine LKW-Plane oder etwas anderes stabiles drauf, damit es staub-knochen-trocken wird, dann kann das Sieb effizient arbeiten. Das lässt den Regenwürmern auch Zeit sich zu verkrümeln, die kriegen nämlich sonst Schleudertrauma. Auch die Trommelbürstenleiste am Holm ist so überflüssig und kann abgeschraubt werden.

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    1. Schönen guten Abend Peter,
      vielen Dank für Deinen Kommentar mit den sehr guten Tips. Das mit der LKW-Plane werde ich gleich mal ausprobieren – das Sieben steht wieder an 🙂

      Herzliche Grüße

      Tom

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