Finale – 3. Teil

Wieder zu Hause in der Werkstatt, kann ich heute die Säge fertig machen. Es ist noch

  • der Griff fertig zu formen und zu schleifen,
  • der Sägerücken zu formen und zu schleifen
  • alles zusammen zu bauen.

Nicht, dass ich das schon einmal gemacht hätte. Ich bin – wirklich – gespannt, wie das laufen wird.

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Gleiches Spiel, wie schon beim ersten Griff – es ist zu formen. Dieses mal lasse ich allerdings die Raspel weg. Das ist mir zu viel Arbeit, die Spuren der Raspel wieder zu egalisieren.

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In der Hinterzange geht das eigentlich ganz gut. Das Schöne daran ist sogar, dass ich das alles im Sitzen machen kann. Auch mal ganz gut.

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Dieser „Knubbel“ da oben stört mich einfach – der kommt wieder weg.

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Im Frontbereich, wo der Sägerücken reinkommt, möchte ich eine ausgeprägte Fase haben.

Das mache ich mit dem Stemmeisen.

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So gefällt er mir.

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Im Vergleich zum ersten ist (das unterschiedliche Holz mal Aussen vor gelassen) zwar eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden – er ist aber doch anders.

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Ich habe dann im Anschluss an die Feilarbeit alles noch bis Korn 600 geschliffen.

So fein geschliffen, schmeichelt der Griff ganz wunderbar in der Hand. 🙂

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So. Nun kann ich mich dem Sägerücken widmen. Das kann ja was werden…

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Das Ende vom Sägerücken, das in den Griff kommt ist schon mal im Winkel. Kann schon mal nicht schaden.

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Dann ist der Rücken in den Griff einzupassen. Eine heikle Angelegenheit. Da kommen einige Winkel zusammen, die Säge ist mit über 40 cm recht lang – da sieht man schnell, wenn irgendwo eine kleine Ungenauigkeit drin ist.

Ich habe den Griff dann in die Hinterzange eingespannt und meinen großen Winkel angelegt und möglichst genau angerissen.

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Dann war Arbeit am und mit dem Stemmeisen gefragt.

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Hm. Es passt und ist gerade. So ganz 100 % ist die obere Kante leider nicht geworden – sie nicht ganz scharf.

Nun gut – mit meinem inneren Schweinehund einige ich mich auf „Individualisierungsmerkmal“

🙂

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Hui. Alles passt zusammen. Das konnte & wollte ich mir einfach nicht verkneifen.

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Hier sieht man, was ich gemeint habe. Ein – ganz kleiner – Spalt ist leider beim Sägerücken geblieben.

Nun ja. Am Ende ist eine Säge zum sägen da und nicht zum in die Vitrine stellen. Da wird sicherlich noch die ein oder andere Macke reinkommen.

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Gerade ist sie aber – Pah! 🙂

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Nun kann ich mich dem Sägerücken selbst widmen.

Ich möchte ihn oben runden. Damit das alles halbwegs einheitlich wird, reisse ich mir mit einem Anreißstift ein gleichmäßiges  Maß an.

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Dann war wieder Feilen angesagt.

Damit der Messingrücken nicht durch die Backen vom Schraubstock beschädigt wird, habe ich an beiden Seiten ein Restholz dazwischen gelegt.

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… immer schön gerade und gleichmäßig feilen….

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Zum Schluss noch ein paar Züge in Längsrichtung, damit auch alles schön durchgehend wird und keine Unregelmäßigkeiten reinkommen.

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Dann war – mal wieder – Schleifen angesagt.

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Bis Korn 600.

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Zum Schluss bin ich dann noch mit 0000 – Stahlwolle drüber gegangen.

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Jetzt könnte man – noch weiter – schleifen und polieren und womöglich auch noch mit irgendwelchen Zaubermittelchen einen Wahnsinns Glanz erzeugen. Sieht toll aus. Keine Frage.

Meine Säge soll aber eine Gebrauchssäge werden und ich spare mir das. Beschlägt sowieso mit der Zeit und dann ärgert man sich noch mehr.

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Den Griff lasse ich mit diesem Drechsleröl ein. Noch vor dem Zusammenbau, dann muss ich als Grobmotoriker mich nicht ganz so vorsehen, dass ich an Stellen komme, wo nichts hingehört.

Das dann drei mal.

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In der Zwischenzeit kann ich mich schon mal den Schrauben widmen. Nachdem der Sägerücken nun so schön glänzt, kann ich die Schrauben natürlich nicht so lassen.

Da muss jetzt die Drechselmaschine ran. Im Bohrfutter eingespannt schleife ich mich bis zur Stahlwolle durch. Geht ratz fatz.

Gegenüber einer Bohrmaschine hat die Drechselbank den Vorteil, dass die Lager darauf ausgelegt sind, seitlichen Druck zu bekommen. Eine Bohrmaschine mag das auf Dauer nicht so gerne.

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Das funktioniert sehr gut.

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Gefallen mir sehr gut die kleinen Schmuckstücke.

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Jetzt wird’s wieder kniffelig. Das Sägeblatt muss in den Rücken geklebt werden.

Sekundenkleber wollte ich nicht nehmen – einmal drin ist das Zeug fest und nichts kann mehr korrigiert werden. Abgelehnt.

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Ich wollte dann eigentlich den Kleber holen, den mir Gerd gezeigt hatte. Den gab’s aber natürlich nicht bei uns im Laden.

Vom Produktdatenblatt her müsste es aber genau der richtige sein.

Das hat alles sehr gut funktioniert. Man braucht nur – wirklich – sehr wenig. Ich fürchte fast, ich kann den Rest in der Tube dann wegschmeissen. Meist trocknet es doch ein. Schade. Man braucht wirklich nur ein paar Gramm.

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Nun ging es daran, diese „komischen“ Muttern reinzubekommen.

Zunächst habe ich geschaut, ob ich einen Bit in der Mitte schlicht aufsägen/feilen kann. Das ging nicht/hat nicht gepasst. Dann habe ich ewig im Netz gesucht. Ohne Erfolg.

Dann habe ich bei einem großen Online Werkzeughändler diesen Spezialschraubendreher gefunden. Leider unverhältnismäßig teuer.

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So ganz hat auch der nicht gepasst. Dann habe ich mir kurzerhand eine Feile geschnappt und losgelegt.

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Was nicht passt, wird passend gemacht.

Als ich den Aufbau vom dem Schraubenzieher gesehen habe, habe ich mich fast geärgert. Das ist wirklich keine Zauberei. Hätte ich auch selbst bauen können – wenn ich nur die zündende Idee und ein kleines Stückchen Blech gehabt hätte. Nun gut.

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So, kaum machst Du eine halbe Stunde rum, schon funktioniert’s.

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Die Schrauben sind drin und fest. Wäre ja gelacht!

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Einen Versuch wollte ich noch starten, den Griff zu polieren. Auch hier hilft mir die Drechselbank und eine Schwabbelscheibe. Das Schöne daran ist, dass auch das Metall noch poliert werden kann.

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So wollte ich die Schrauben – natürlich – nicht überstehen lassen. Also musste noch einmal die Feile ran.

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Bis alles plan war.

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Und weil ich schon so lange nichts mehr geschliffen habe, wurde alles noch einmal durch alle Körnungen durchgeschliffen.

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Fertig.

Hier noch ein paar Eckdaten:

Sägeblatt: Gehärteter Federbandstahl (Nr. 1.1274)

Länge: 40 cm

Schnitttiefe: 9 cm

11 TPI

Längsschnitt

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6 Kommentare zu „Finale – 3. Teil“

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