Sägenschärfen

Das Projekt „Sägenbau“ ist auf der Zielgeraden. Heute steht das Schärfen der Säge auf dem Programm:

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Doch bevor es losgeht, möchte ich erst einen Test machen, wie die Säge – im Originalzustand – schneidet. Nur so ist ein echter vorher/nachher Vergleich möglich.

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Nun gut. Sie schneidet. Wirklich Spaß macht das nicht – und im Grunde ist es eher ein Kratzen, als ein Schneiden.

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Im Netz gibt es kiloweise Informationen zum Schärfen einer Handsäge. In einem (deutschen) Forum hat sich jemand die Mühe gemacht, eine Schärfanleitung zum Schärfen einer Handsäge zu veröffentlichen (Suchbegriff: „schärfen einer handsäge„). Das ist wirklich sehr gut, eher wissenschaftlich und man kann sehr viel Interessantes erfahren. Für den „schnellen Leser“ aber eher ungeeignet.

Gerd war so nett und hat mir dann noch zwei Links geschickt, die zu diesem Thema ein paar Standardbegriffe erläutern und einen schnellen Einstieg ermöglichen:

https://www.toolsforworkingwood.com/blogimg/sawspectra.pdf

http://www.badaxetoolworks.com

Ich möchte es beim ersten mal nicht allzu schwierig machen. Daher werde ich meine Säge für den Längsschnitt herrichten. Das ist am einfachsten. Dazu muss ich die Feile nur im 90 Grad Winkel zum Sägeblatt und horizontal ansetzen. Das sollte machbar sein.

Der Ablauf ist dann

  1. Säge schränken (möglichst wenig)
  2. Zähne schärfen

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Von Gerd Fritsche habe ich mir die ultimative Schärfhilfe geholt. Das ist wirklich ein tolles Teil. Ich kenne keine vergleichbare auf dem Markt. Hier lassen sich alle beim Schärfen relevanten Winkel wiederholgenau einstellen.

Ok – für eine auf „Längs“ geschärfte Säge kein Muss, aber ich bin mir recht sicher, dass es „dabei“ nicht bleiben wird….

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Zum Schränken der Säge spanne ich sie in meine Kluppe ein.

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An sich eine handelsübliche Schränkzange. Die Lupe habe ich allerdings rausgemacht. Ich sehe da nichts durch und sie behindert mich eher, als das sie helfen würde.

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Der „Amboss“ ist allerdings ausgetauscht. Den habe ich von Gerd bekommen. Damit arbeitet die Schränkzange dann so, wie sie soll.

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Jeweils abwechselnd müssen die Sägezähne nun in die eine und dann in die andere Richtung gebogen werden.

Um bei den vielen Zähnen nicht durcheinander zu kommen, habe ich mich für die „Sägenschärfen für Dummies“ – Methode entschieden und kurzerhand jeden zweiten Zahn mit einem Edding markiert.

So sollte selbst ich es hinbekommen, bis zwei zu zählen.

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So vorbereitet, kann das Schränken dann losgehen.

Gerd hat mir empfohlen, erst mit einer ganz geringen Schränkung anzufangen. Sollte sie – doch – zu wenig sein, kann sie immer noch vergrößert werden. Anders rum geht zwar, ist aber aufwändiger. Wichtig ist dabei noch, dass ein Zahn immer nur in eine Richtung geschränkt wird – sonst bricht er!

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Nun kann das Feilen losgehen. Bei der (Dreiecks) Feile gibt es im Grunde nur zu beachten, dass sie an den Ecken „gerundet“ ist – das verhindert, dass der Zahngrund nicht spitz zuläuft. Das würde dazu führen, dass das Blatt an dieser Stelle gerne mal einreisst.

Der zweite Punkt ist kein Muss, verbilligt aber die Verbrauchskosten. Wenn man darauf achtet, dass die Schenkelbreite doppelt so groß ist, wie die Zahnhöhe, kann man die Feile doppelt so lange nutzen, da eine Feilenseite zweimal genutzt werden kann. Kein Weltuntergang, muss aber nicht sein.

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Nun kommt also die Stunde der Wahrheit. Wie arbeitet die frisch geschärfte Säge?

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Also für meine Begriffe ist das ein sehr gutes Ergebnis. Sie schneidet sauber und verläuft nicht.

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Auf der Austrittsseite ist das Schnittbild auch sehr gut.

Ich bin zufrieden.

🙂

 

2 Kommentare zu “Sägenschärfen”

  1. Hallo Tom,

    gratuliere zu der frisch geschärften Säge!

    Hat sich das dunkle Holz an der Kluppe jetzt bewährt? Auf den Fotos sieht es so aus, wie wenn das Blatt sich nur schwer vor dem dunklen Hintergrund abhebt. Vielleicht täuscht das aber auch.

    Schönen Sonntag Euch!
    Viele Grüße

    Andreas

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    1. Hallo Andreas,
      nach dem erstmaligen Sägenschärfen, kann ich sagen, dass das dunkle Holz schon gut ist – es ist ein guter Kontrast zu dem doch hellen Metall. Auf den Fotos kommt das leider nicht so gut rüber. Im direkten Vergleich zu der „Metall“ Kluppe ist das schon angenehmer; das Auge hat da – gefühlt – einen besseren Kontrast (Holz-Metall) anstatt Metall zu Metall.

      Dir auch einen schönen Sonntag – vielleicht in der Werkstatt? 🙂

      Herzliche Grüße

      Tom

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