1. Teil – Holzeinkauf, Aushobeln (maschinell)

Ein guter Freund hat mich gebeten, für und mit ihm ein Bett aus Zirbenholz zu bauen.

Da bin ich sehr gerne behilflich 🙂

 

Sergio hat ein paar Bilder mitgebracht, die wir als Anregung nehmen können und mit unseren eigenen Maßen und Ideen ergänzen.

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Ich habe Andreas angerufen und gefragt, ob er noch etwas von dem tollen Zirbenholz hat

🙂

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Diese Maschine ist mir bei unserem letzten Besuch gar nicht richtig aufgefallen. Sergio hat den – ich nenne es mal – „Heber“ aber gleich gesehen. Schon praktisch.

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In diesem Holzlager könnte ich mich ja arm kaufen!

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Damit das aber nicht passiert, haben wir natürlich vorher in etwa berechnet, was wir brauchen.

Ich sag mal so: es haben zwei Juristen gerechnet…

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Eigentlich wollten wir nur „ein paar Bretter“ für ein Bett holen. Jetzt sind noch „ein paar“ dazu gekommen und ein Kirschbrett. Sergio hat beschlossen, dass er noch „das ein oder andere“ machen möchte.

Schon praktisch so ein großes Auto. Mit meinem Anhänger wäre das bei dem recht unfreundlichen Wetter keine lustige Aktion geworden.

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Ein paar Stunden später und der ein oder anderen Schweißperle, ist das Holz dann endlich bei mir im Keller und wartet darauf, dass aus ihm etwas Schönes wird.

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Das Besäumen geht los – die erste Waldkante wird abgetrennt.

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Am Parallelanschlag geführt, kommt dann auch die zweite Kante weg.

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So kommt dann recht bald recht viel „Abfallholz“ zusammen.

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Is klar. Einer arbeitet, der andere macht Pause…

🙂

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Damit das schöne Holz nicht sinnlos weggeschmissen wird, soll es der thermischen Verwertung zugeführt werden und so noch für den ein oder anderen gemütlichen Abend sorgen.

Wirklich schade, dass das Internet noch keinen „Geruch“ kann – HERRLICH wie frisch geschnittene Zirbe riecht!

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Die Bretter werden am Parallelanschlag – ganz grob – auf Breite gesägt.

Sergio nimmt mir einiges an Arbeit ab – und kann noch lachen.

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Die Beine vom Kopfteil sollen einen „Knick“ bekommen. Der soll aus einem Stück geschnitten werden. Das war durchaus kompliziert und so haben wir uns entschieden, die spätere Form erst einmal grob und mit viel Übermaß auf dem noch rohen Brett aufzuzeichnen.

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„Is jetzt aber nicht Dein Ernst? Mit dieser Säge soll ich die Form aussägen?“

Das ist doch meine beste Dübelsäge, verstehe gar nicht, was er meint.

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In Anbetracht von dem dicken Holz habe ich Sergio dann doch lieber eine richtige Säge gegeben.

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Hat doch gut geklappt. Den Rest können wir an der Tischkreissäge machen.

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Nun geht der grobe Zuschnitt los. Sergio wollte sich die Muckibude sparen und wuchtet das sperrige Holz durch die Werkstatt.

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In der Zwischenzeit habe ich versucht, mir  keine Finger abzusägen.

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Der grobe Zuschnitt ist fertig. Obwohl „nur ein Bett“, kommt da doch einiges an Holz rein. Hätten wir – beide – nicht gedacht (und auch nicht errechnet…).

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Nun kann es an das Aushobeln gehen.

Die erste Seite aller Bretter wird gehobelt.

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Sergio hat sich Unterstützung von jungen und starken Männern geholt.

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Niklas macht’s Spaß und er freut sich, wieder richtig mitmachen zu dürfen.

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Wir sind zwar im Keller – lachen können wir aber trotzdem noch.

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Niklas hat den Chefplatz auf dem Schiebetisch eingenommen und dirigiert seine Männer.

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Irgend jemand muss ja schliesslich arbeiten. Sonst geht gar nichts voran.

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Aber: Es soll schon genau werden und daher zwischen drin immer wieder mal Kontrolle, ob die erste Kante auch im wirklich im Winkel ist.

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Oh je. Diese vielen kleinen und dünnen Leisten für das Kopfteil sind sehr unangenehm zu hobeln. Ständig muss man aufpassen, dass die Finger nicht auch noch an die Hobelwelle kommen und drücken, dass der Winkel stimmt.

Das bringt einen Büromensch wie mich nach fast einem kompletten Tag Hobeln durchaus schon mal an den Punkt, wo ich sage: jetzt mag ich nicht mehr.

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Am Ende des Tages waren dann 2,5 Säcke voller herrlicher Zirbenholzspäne.

Auf den letzten Christkindlmärkten haben wir diverse Stände gesehen, die das in Kopfkissen gesteckt haben und dann durchaus beträchtliche Summen dafür verlangt haben.

Zirbenholz wird so die ein oder andere positive Wirkung auf x, y und z zugeschrieben.

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Niklas geht langsam (auch) die Puste aus.

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Zwischendrin reibe ich die Hobelmaschine immer mal wieder mit Gleitmittel ein. Dann geht’s wenigstens ein klein wenig leichter.

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Die vielen dünnen Leisten lasse ich in kleineren Paketen durch. Wenn man die Leisten zusammendrückt, dann bleiben sie eher und besser im Winkel. Sonst ist die Auflagefläche schon gerne mal zu klein.

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MANN! Das ist mir tatsächlich noch nie passiert.

Beim Sägen am Parallelanschlag war bei einem Brett etwas und ich bin ein klein wenig vom Anschlag weggegangen. Immer im Hinterkopf „da musst Du dann beim Dickten Hobeln dran denken“.

Pustekuchen. Wir wollten die maximale Breite der Bretter erhalten. Und so habe ich die Dickte auf die maximale Durchlasshöhe eingestellt. So weit, so gut. Dumm nur, dass das Brett am Ende rd. 2 cm breiter war als am Anfang.

Es hat sich „festgefressen“ und ging – um nichts in der Welt – weder vor noch zurück.

PIEEEEEEEP!

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Da könnte man ja – sonst wo – hin beissen!

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Ich habe dann noch versucht, das Zuviel mit einem Schweifhobel abzunehmen. Keine Chance. Bis zur Hobelwelle bin ich nicht gekommen.

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Das ist einfach zu viel.

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Uns blieb dann nichts anderes übrig, als ein Stück vom Brett mit der Stichsäge auszuschneiden und das Brett so aus der Dickte zu bekommen.

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Ärgerlich!

Wir haben aber schon eine Idee, was wir mit diesem verbliebenen Stück Brett machen können.

Pah! Von so etwas lassen WIR uns nicht unterkriegen.

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Fertig ist das Holz und wir haben „Bretter“ mit denen wir anfangen können zu arbeiten.

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Lina hat uns zur Belohnung zwei Espressi gemacht. Sehr schön.

Es geht weiter mit „2. Teil – Kopfteil

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6 Kommentare zu “1. Teil – Holzeinkauf, Aushobeln (maschinell)”

  1. Autsch, wirklich zwei Juristen??

    Nicht falsch verstehen, aber ich war mal mit einer Juristin verheiratet.
    Dabei habe ich zwei Dinge gelernt:

    1. Zwei Juristen mindestens drei Meinungen!
    2. Juristen haben eine wirklich weitreichende Ausbildung, ABER
    rechnen können sie nicht!!!

    Sorry, konnte mir die Bemerkung nicht verkneifen. ;-)))

    Nun aber ernst.

    Sieht gut aus, werde mal dran bleiben und den Fortschritt beobachten,
    wie die meisten Beiträge auf der Seite.

    Gruß Tommy

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    1. Hallo Stan,
      ich kann das leider nur schätzen, da bei dem Holz nicht nur das für das Bett sondern auch welches für mich und noch zwei weitere Projekte mit dabei waren. Die Zirbe hat so um die 1 T€ / Kubikmeter gekostet (die größeren Stärken waren teurer). Im Bett sind so ca. 0,5 Kubikmeter Holz.

      Herzliche Grüße

      Tom

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  2. Hallo Tom,

    das mit der Dickte ist mir auch schon passiert – Shit happens. Ist halt eine Sch…arbeit, das Ding wieder raus zu bekommen,
    Trotzdem wieder ein tolles Projekt.
    Was mich hier interessieren würde, wieviel habt ihr denn für den Zirbenholzstapel bezahlt – nur um mal einen Anhaltspunkt für dieses Holz zu haben ?

    Gutes gelingen weiterhin

    Horst

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    1. Hallo Horst,
      ja, das war wirklich ärgerlich mit der Dickte. Es lag wohl – auch – daran, dass es schon recht spät und wir langsam müde waren. Das ist nie eine gute Kombi.
      Wir haben für das Holz nur für das Bett so „rund“ 600 € gezahlt. Auf dem Stapel liegt aber noch mehr Holz für weitere Projekte (:-)).

      Herzliche Grüße
      Tom

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