Arbeitsweisen

Hier meine bisherigen Erfahrungen.
  • Planung
 
  • Was muß eine Planung– mindestens – haben?
    • grobes Bild dessen, was gebaut werden soll (da kann auch ein schlichtes Foto ausreichend sein)
    • groben Maße des Projektes (z. B. die Außenmaße)
 
  • Wie wird geplant?
    • Im Idealfall: am PC mit einem Programm, das die Maße anzeigt, eine Schnittliste generiert und Änderungen jederzeit problemlos möglich sind. Ich habe dazu bisher leider noch keinen Zugang gefunden.
    • Funktioniert: Plan mit Papier & Zeichenbrett. Geht. Ist mir nur meist zu umständlich. Ich will ans Holz – nicht ans Papier J
    • Funktioniert: Plan auf Papier
 
Ich bin – leider – immer noch auf dem Niveau „Plan auf Papier“. Das meist auch sehr kryptisch.
 
Bei mir hat es sich bewährt, die – konkreten – Maße am Werkstück selbst abzunehmen. Letztendlich wird kaum ein Teil am Werkstück zu 100 % so sein, wie es auf dem Plan mal beplant war. Was nützt es mir, ein zwar 100 % plangerechtes Brett zu haben, das am Ende aber nicht richtig in’s Werkstück paßt, weil sich alles um rd. 0,5 mm geändert hat (Stichwort: Maßarbeit vs. Planarbeit)?
 
Ich arbeite daher von Außen nach Innen, vom Groben zum Feinen.
Dann Maß nahmen mit dem Anreißmesser. Das klappt sehr gut und paßt auch. Aber ich bin mir durchaus bewußt, dass das nicht das Optimale ist. Gelegentlich fallen mir bei dieser Vorgehensweise Fehler erst auf, nachdem sie gemacht sind (z. B. die Verbindung geht so, wie „ausgedacht“ nicht, weil der Platz nicht reicht). Die Herausforderung ist dann – immer wieder –, trotzdem eine Lösung zu finden, die am Ende gefällt. Auch ein Reiz. Wenngleich ich ihn nicht  bräuchte.
 
  • Werkstattorganisation
Ein leidiges Thema. Das ist wie „Kind räum Dein Zimmer auf“. Wichtig ist es trotzdem.
Der Platz in meiner Werkstatt ist begrenzt. So dürfte es wahrscheinlich jedem von uns gehen. Bei dem einen wird’s früher „eng“, beim anderen ein wenig später. Bedingt durch die große Kombimaschine in der Mitte meiner Werkstatt bin ich gezwungen, mir schon zu überlegen, wann ich was wo in der Werkstatt ablegen kann ohne, dass es mir allzu sehr im Weg umgeht.
 
Für mich hat Ordnung in der Werkstatt aber ein über das bloße „aufgeräumt sein“ hinaus eine weitergehende Berechtigung.
  • der Wohlfühlfaktor ist höher
  • meine Allergien haben nicht so viel Grund verrückt zu spielen, wenn sie nicht so viel Staub finden
  • ich weiß, wo ich hingreifen muß, wenn ich was suche
 
Da muß aber jeder für sich seinen Weg finden.
 
  • Der Umgang mit rohem Holz aus dem Sägewerk
Glücklich, wer einen Holzhändler in der Nähe hat, von dem er dasjenige Holz beziehen kann, das er braucht. Wenn dann noch dazu kommt, dass das Holz meist auch dann da ist / beschafft werden kann, wenn man es braucht: Perfekt.
Ich habe hier in München leider nicht diese glücklichen Umstände. Ich muß mir das Holz von weit her bestellen oder sehr weit fahren. Dies führt dazu, dass ich mir bisher Holz „auf Vorrat“ gekauft habe. Das lagere ich dann bei uns im Keller unter der Treppe. Sehr zum Leidwesen meiner Frau. Ein Abrichten des Holzes zu einem Zeitpunkt, wo ich es eigentlich noch gar nicht brauche, hat sich nicht bewährt. Das berühmte „Arbeiten“ kann nicht unterbunden werden. Sprich. Selbst, wenn das Brett ursprünglich mal absolut perfekt zugerichtet war, heißt das noch lange nicht, das dies 6 Monate später immer noch so sein muß. Bei mir war’s zumindest nicht so.
Also: Ich richte mein Holz erst kurz vor der Verarbeitung her
Während eines Projektes lege ich mein Holz immer so ab, das an alle Seiten möglichst gleichmäßig Luft dran kommt. Das minimiert das ungleichmäßige Arbeiten. Viele Einzelteile werden möglichst mit kleinen Zwischenhölzchen abgelegt. Auf der Hobelbank lege ich meist Abstandshölzer unter, die ich sonst für’s Verleimen nehme. Das hat noch den positiven Nebeneffekt, dass das Risiko, ein bereits fertiges Brett Macken bekommt, reduziert wird.
  • Wieviel Zeit verbringe ich in der Werkstatt?
 
Soviel wie möglich.
 
Wie viel das ist, variiert allerdings. Das große Ganze muß ja weiterhin noch laufen. Das soll heißen. Ich will noch Zeit mit meinen Kindern, meiner Frau und Freunden haben. Andere Hobbies sollen nicht vollständig in den Hintergrund rücken und Haus & Garten fordern ebenfalls ihre Zeit. So kann es sein, dass ich mal 3 Tage am Stück in der Werkstatt bin. Dann aber auch mal wieder 4 Wochen gar nicht. Meist pendelt es sich aber so sein, dass ich am Wochenende so 3 – 4 Stunden in der Werkstatt bin. Unter der Woche gar nicht oder nur kurz z. B. zum Schleifen eines Hobeleisens.
Und – manchmal habe ich auch keine Lust, in der Werkstatt zu hängen, wenn draußen das schönste Wetter ist. Das Ganze soll Spaß machen. Ich bin bestimmt kein Esoteriker. Aber ich muß mich auch „mental auf das Projekt einstellen“. Dazu gehört, dass ich mich reindenken muß

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Mein Weg als Hobbyschreiner

%d Bloggern gefällt das: