Schärfen – eine Diskussion

Den Satz kennt jeder, der sich mit Handhobeln eingehender beschäftigt:

Ohne scharfes Eisen kein Hobeln.

Da ist was wahres dran. Nur – wie komme ich dazu?

Ich habe da nach nun fast 2 Jahren auch „einen Weg“ hinter mir.

1. Kombistein

Nun ja. Geht. Richtig scharf ist aber was anderes.

2. Diamantsteine

Funktionieren.

Vorteile

– kein Rumsauen in der Werkstatt

– kein Planen

Nachteile

– teuer

– dauert „ewig“

3. Maschinell schleifen – Tormek T 7

Funktioniert.

Zumindest ich bin aber bisher unfähig, ein Hobeleisen, das breiter als der Stein ist gerade zu schleifen. Entweder ist ein Winkel drin oder aber es bildet sich an der Fase ein „Halbkreis“. Auch hier ist der Stein abzurichten. Ich bin daher dazu übergegangen, auch mit Diamantscheiben zu schleifen.

Ich nutze die Tormek mittlerweile (fast) nicht mehr.

4. Wassersteine

Funktionieren.

Vorteil

– die Fase wird gerade

– es wird „sau scharf“

– es geht „schnell“ (im Vergleich zu den Diamantplatten). Wobei das auch relativ ist. Eine neue Fase kann schon mal bis zum letzten Schliff 1,5 Stunden dauern…

Nachteil

– Sauerei

– teuer

Ich verwende derzeit die Shapton Glassteine. Die schleifen hinreichend schnell, werden nicht so schnell hohl und bilden ein schönes Schleifbild. Im Vergleich zu den Diamantplatten erreicht man sehr schnell & gut ein spiegelndes Ergebnis.

Ich fürchte aber, die Schleiferei ist ein Weg, der „nie zu Ende“ sein wird. Ich bin gespannt, wo er mich hinführen wird.

 

Eine Gegenüberstellung / Test  der unterschiedlichen Schärf Varianten ist unter Werkstatt – so mach ich’s „Schärfen“ zu finden.

Advertisements

3 Kommentare zu „Schärfen – eine Diskussion“

  1. Hallo.
    Warum Hobeleisen nachschleifen oder schärfen wenn es doch den Rali Handhobel gibt. Die Teile sind sozusagen immer scharf. Vielleicht gibts dazu auch profilierte Messer. Kennt ihr den Hobel? Für das restliche Handwerkzeug nehme ich fürs grobe die Maschine und zum Abziehen nen ordentlichen Wasserstein. Was mich interessieren würde….hat das abziehen mit Ölsteinen irgendwelche Vorteile? Hat jemand Erfahrungen mit Wasser und Öl als Vergleich?
    Vielen Dank und beste Grüße,
    Thomas

    Gefällt mir

    1. Hallo Thomas,
      mit einem Rali Hobel habe ich noch nicht gearbeitet. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass man mit einer Rasierklinge, die in so einem Hobel aus Kunststoff ist, ein rohes Brett vernünftig und dauerhaft hobeln kann. Ich würde mir erwarten, dass die dünne Rasierklinge sehr schnell & ständig kaputt geht.
      Ölsteine habe ich nicht. Ich habe mir aber sagen lassen, dass sie sich in der Anwendung nicht wesentlich von den Wasserseinen unterscheiden. Ein Vorteil mag sein, dass die Eisen nicht so leicht rosten, da man ja nicht ständig mit Wasser hantiert. Ein Nachteil ist, dass das Öl zum Teil recht unangenehm riechen kann.

      Herzliche Grüße

      Tom

      Gefällt mir

  2. Meine Erfahrungen sind ähnlich. Allerdings benutze ich di TORMEK für das Ausscheiden von Scharten sehr gerne, denn das geht doch um einiges fixer als von Hand.
    Gerade beim Aufarbeiten alte Holzhobel ist die Tormek für das grobe Vorschalten unverzichtbar, denn es ist unglaublich was für verhunzte Hobeleisen es gibt. Mehr dazu hier:
    http://www.holzundleim.de/?p=1294

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Mein Weg als Hobbyschreiner

%d Bloggern gefällt das: