Brennholzlege – Fertigstellung

Vor zwei Jahren (… huch, ist das wirklich schon wieder so lange her? …) habe ich in einer Art Hau Ruck Aktion einen Brennholzunterstand gebaut. Nun ging es sich zeitlich raus und ich habe ihn fertig bauen können. Immer noch keine Raketenwissenschaft – aber es ist schließlich nur eine Holzlege und es geht primär darum, dass das Kaminholz trocken liegt.

Meine Ziele waren:

  • das Brennholz sollte trocken liegen können
  • Luft soll „durch die Wand“ ziehen können
  • viel Platz
  • einen Bereich, in dem ich mich auch bei Nässe halbwegs trocken aufhalten kann und mal das ein oder andere Werkzeug/Maschine stehen lassen kann

Das war der Status Quo. Ein paar Ständer und ein Dach.

Ich wollte die Seiten mit einer Verschalung aus Lärchenholz verkleiden. Damit die Luft durch kann, habe ich mich für Leisten entschieden. Und um dem Wasser den Weg nach Innen zu erschweren, ist die Entscheidung auf Rhombus Leisten gefallen. Die habe ich bei „meinem Holzhändler“ um die Ecke geholt.

Ich musste mich ganz schön anstrengen, um die richtige Menge an Leisten auszurechnen. Gar nicht so einfach, wenn man den Abstand berücksichtigen muss, den Verschnitt minimieren muss und am Ende eine Gesamtlänge in Metern braucht, um zu sagen, wie viele Leisten man benötigt.

Nun gut. Am Ende hab ich’s dann doch noch geschafft 🙂

Ich wollte im Schuppen Strom und Licht haben. Ein sehr guter Freund (Elektrotechniker) hat mir dann die Steckdose gelegt. Und weil einer am Anfang mitgedacht hat, hat auch gleich noch eine Starkstromsteckdose Einzug gehalten. Man weiß ja nie, welche Maschinen noch in unseren Haushalt Einzug halten werden, wenn es um’s Brennholz Machen geht… 🙂

So verkleidet ist die Elektrik schön im Trockenen.

Die Rhombus Leisten sind dran. Um einen einheitlichen Abstand zu bekommen, habe ich mir zwei kleine Restholzstückchen auf ein gleiches Maß gehobelt (1 cm) und die dann beim Befestigen zwischen die beiden Latten gelegt. Das geht sehr gut.

Ganz einheitlich ist es – trotzdem – nicht geworden. Ich hatte den Effekt unterschätzt, was es ausmacht, wenn der Grundträger (= die rohen Baumstämme) nicht gerade sind und in doch recht großem Abstand stehen. Nun gut. Für einen Brennholzunterstand reicht’s schon.

Niklas hat sich gefreut, als er die alten Dinger kaputt machen durfte. Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich gesehen habe, wie der junge Mann mit dem 5 kg Vorschlaghammer (…!) lustig durch die Gegend schwingen kann.

Aus den Vierkanthölzern werden wir aber noch etwas bauen. Das habe ich aufgehoben. Das soll ein Sägebock werden – kommt auf die Projektliste….

Puh! Das ist noch das ganze Holz, vom letzten Baumfällen bei uns im Garten. Man glaubt gar nicht, was da für Arbeit drin steckt.

Nachdem endlich das Holz raus war, konnte ich auf dem Boden ein paar Betonsteine verteilen. Davon verspreche ich mir, dass das Holz von der Erde weniger Wasser zieht. Bin gespannt, ob’s funktioniert.

Auch auf der anderen Seite sind ein paar Steine hingekommen. Ob ich die „so wild“ lasse, muss ich mal schauen. Jetzt erst mal hatte ich keine Lust mehr, da groß Arbeit reinzustecken.

Der Unterstand ist zwar recht groß, aber trotzdem wollte ich nicht unnötig Platz verschwenden. Also musste ich mir etwas einfallen lassen, damit das Holz nicht immer wieder „runterkugelt“.Die Entscheidung ist auf eine Wand gefallen. Damit das ganze aber flexibel bleibt, wollte ich eine Steckwand machen, bei der ich einzelne Bretter je nach Bedarf rein- und rausnehmen kann.

Passend zum Rest des Unterstandes, habe ich die dafür benötigte Nut mit der Kettensäge ausgearbeitet – quasi Feinarbeit für Gromotoriker 🙂

Ok. Einen Schönheitswettbewerb gewinne ich damit nicht. Es sollte aber seinen Zweck erfüllen.

In der Mitte wollte ich noch einen zusätzlichen Balken einbringen. So kann ich die Breite halbieren und noch mehr Flexibilität erreichen. Dazu muss ich den Balken aber recht fest fixieren. Da kommt durch das ganze Holz doch einiges an Kraft drauf, wenn alles voll ist und drückt.

Auch hier habe ich mich für eine pragmatische Lösung entschieden. Im Keller hatte vom Bau des Gartenhauses Zimmermannsnägel. Da habe ich kurzer Hand den Kopf mit der Flex abgemacht.

Fertig ist die „Schlitz – Zapfen – Verbindung“ für Faule 🙂

Mit der Feinjustierung wird der Balken noch ausgerichtet und noch mit ein paar Schrauben in den Betonplatten gegen Verrutschen gesichert.

Nun kann ich die Bretter anpassen. Auch hier habe ich auf „Reste“ zurückgegriffen, die noch vom Bau des Hochbeetes übrig geblieben sind und wo ich schon überlegt hatte, was ich damit überhaupt machen kann.

Manche Dinge müssen einfach purzeln und so hat sich hier eine prima Win -Win Situation ergeben. So was mag ich ja.

In der Theorie habe ich mir gedacht, dass das „neue“ Holz dann von oben nachgefüllt wird, über die Zeit (nach) trocknet und rechts durch den Schlitz das trockneste Holz entnommen werden kann. Ob’s tatsächlich so funktioniert, muss die Zeit zeigen. Aber wenn nicht, kann ich das ja noch schnell mit zwei Brettern auch noch zu machen. So kann ich auch – je nach Bedarf – nur eine Seite öffnen und das Holz kann nicht ganz nach vorne in den „Unterstand Bereich“ rutschen.

Der größte Vorteil aber ist: ich muss kein Holz mehr stapeln sondern kann es einfach „reinschmeissen“. Das spart viel Zeit & Nerven… Den Mehrbedarf an Platz nehme ich dafür gerne in Kauf.

Und kaum arbeitet man dann 3 Stunden, schon ist das ganze Holz wieder eingeräumt.

Ich trau’s mich gar nicht auszusprechen. Der Winter kann kommen.

Fertig.

Advertisements

Mein Weg als Hobbyschreiner

%d Bloggern gefällt das: