Sicherheitsvorkehrungen – Fritz & Franz und ein paar andere Dinge

Das Thema Sicherheit ist immens wichtig. Nachdem ich mir in den letzten Tagen bereits einen kürzeren Parallelanschlag zugelegt habe, stand nun noch „Fritz & Franz“ und ein paar andere nützliche Kleinigkeiten auf der Agenda, die das Leben in der Werkstatt sicherer machen sollen:

Als erstes möchte ich mir „Fritz & Franz“ bauen – eine Vorrichtung, mit Hilfe derer am Schiebetisch einer Kreissäge Teile sehr genau und gefahrlos(er) geschnitten werden können.

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Als Ausgangsmaterial habe ich mir aus der Restkiste im Baumarkt eine Multiplex Platte geholt. Dann braucht man noch eine „Möbelkante“ / „Kantenumleimer“. Die gab es bei uns im Baumarkt für 1,5 € / m.

Im Internet habe ich – ähnliche – Gummikanten gefunden; dort haben sie allerdings rd. 17 € / m gekostet. Bis vor ein paar Jahren haben Mitgliedsbetriebe der Holz BG diese Kanten von der Berufsgenossenschaft beziehen können. Seit ca. 1,5 Jahren aber gibt es diese Möglichkeit – leider – nicht mehr.

Mir hatte Gustav angeboten Material, das er zum Bau noch übrig hatte zu schicken. Darüber habe ich mich – sehr – gefreut. Als ich aber dieses unschlagbar günstige Angebot im Baumarkt gesehen hatte, habe ich mir gedacht, dass das nicht dafür steht. Da ist das Porto ja schon teurer, als diese Kante. Die Teile können dann jemand anderem gute Dienste leisten.

Trotzdem: Danke an alle, die mir hier ihre Hilfe angeboten haben!

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Das Profil der Kunststoffkante im Querschnitt. Diese kleine Nase (links) ist mir erst in der Werkstatt aufgefallen – da müssen wir noch einmal drüber reden…

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Der grobe Zuschnitt ist schnell erledigt.

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Ich brauche zwei Teile und weil ich mir nicht noch extra einen Griff kaufen wollte, baue ich den gleich noch mit.

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Das soll schön rund werden – mein größter Forstnerbohrer leistet mir gute Dienste.

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Mit der Stichsäge wird dann der Rest vom Griff ausgeschnitten.

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Mit der feinen Feile wird alles noch schön „handzahm“ gemacht – für den Fall, dass da mal „Denkerhände“ dran kommen sollten, die nichts aushalten 🙂

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Das muss schon alles gerade sein – also darf die Stoßlade und der Bestoßhobel auch mitspielen.

… das Multiplex ergibt übrigens schöne Späne – so als kleine Beigabe für ein „last Minute“ Weihnachtsgeschenk…

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Nun geht es an die Führung in der Nut vom Schiebetisch. Das mache ich mit dem großen Nuthobel.

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So sieht das Profil – von meinem Schiebetisch – dann aus.

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Ein wenig rumprobieren muss man da schon. Das muß zwar hinreichend fest sein, darf aber auch nicht zu locker sein – sonst werden die Schnitte dann schief.

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Die Teile sind im Groben schon mal fertig.

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Nun muß aber noch die Nut für die Kunststoffkante angebracht werden. Meine Sägeblätter waren leider alle zu breit – war ja klar. Dann ist mir eingefallen, dass ich noch so einen „Laminatfräser“ vom Parkett Verlegen im Wohnzimmer habe.

Der hat genau gepasst.

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So sieht meine Nut dann aus – formvollendet und schön 🙂

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Nun kann ich den Griff mit Leim und Schrauben festmachen.

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Geschmackssache. Ich habe mir gedacht, dass es sich bequemer schiebt, wenn der Griff „schief“ ist.

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Im nächsten Schritt kann dann die Führungsleiste für die Nut vom Schiebetisch angebracht werden.

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So sieht das „Holzteil“ dann aus.

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Die Kunststoffkante leime ich ein – ich hoffe mal, dass das auch hält.

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Die kleine Nase an der Kunststoffkante und ich haben noch über unser künftiges Zusammenleben diskutiert – und auch eine Lösung gefunden.

Sie stand nämlich über.

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So weit,  so gut.

Nun müssen Fritz & Franz noch auf meine Säge zugeschnitten werden. Wenn dann alles passt, ist die rechte Kante = Schnittkante.  Sehr praktisch.

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Der erste Testschnitt – funktioniert super. Das wird sehr genau, die Hände sind ausreichend weit weg vom Sägeblatt und Ausrisse werden zudem auch noch minimiert, weil das Holz am Ende durch das Teil mit dem Griff unterstützt wird.

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Da freue ich mich.

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Weil ich gerade dabei war, habe ich mir auch noch ein Schiebeholz für den Parallelanschlag gebaut. Der alte war zu niedrig – ich bin immer an der Abzugshaube hängengeblieben.

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Und für den Hobel habe ich mir auch noch ein Schiebeholz gebaut. Da ist mir immer nicht so wirklich wohl, wenn man das Holz mit bloßen Händen oder meinen Maurerbrettern über den Hobel führe.

So sollte es – deutlich – besser gehen.

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